13. März 2022 / 18:06 Uhr

1:1 gegen Spitzenreiter: BSG Chemie bietet Spitzenreiter BFC Dynamo Paroli

1:1 gegen Spitzenreiter: BSG Chemie bietet Spitzenreiter BFC Dynamo Paroli

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Die BSG Chemie Leipzig kommt in einer kampfbetonten Partie und auf schwierigem Geläuf zu einem verdienten 1:1-Unentschieden gegen Staffelfavorit BFC Dynamo. © Christian Modla
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Fußballfest im Leutzscher Holz: Die BSG Chemie Leipzig feiert gegen Aufstiegsfavorit BFC Dynamo einen hochverdienten Punktgewinn. Anel Osmanoski bringt das Team von Trainer Miroslav Jagatic früh in Führung, Chris Reher gleicht für die Hauptstädter sehenswert aus. 

Leipzig. Kaiserwetter zum ersten Frühlings-Heimspiel der BSG Chemie Leipzig in diesem Jahr, dazu eine tolle Kulisse von 4198 Zuschauern beim Ost-Klassiker gegen den BFC Dynamo. Die Leutzscher Regionalliga-Kicker verkauften sich sehr achtbar und trotzten dem Spitzenreiter ein 1:1 ab. Die Tore durch den Chemiker Anes Osmanoski (13.) und den Berliner Chris Reher (30. fielen in der ersten Halbzeit. Der Heim-Auftritt der Grün-Weißen stand im Zeichen der Ukraine-Hilfe. Chemie lief in einem Sondertrikot auf, auf welchem der Putin-Krieg gegen die Ukraine verurteilt wurde. Zudem fand am Vormittag ein Solidaritätslauf statt - und geflüchtete ukrainische Familien waren in den Alfred-Kunze-Sportpark eingeladen.

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Vor dem Anpfiff gab es eine Hiobsbotschaft für das Team von Trainer Miro Jagatic: Denn neben dem gesperrten Anton Kanther fehlten wegen Corona-Infektionen Benjamin Schmidt und Ben Keßler sowie Ersatzkeeper Jonas Janke. Aus dem gleichen Grund verpasste auch der zur Sportlichen Leitung zählende Uwe Thomas sein erstes Spiel seit sechs Jahren.

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Verdienter Punkt gegen den Spitzenreiter: Die BSG Chemie Leipzig erkämpft sich gegen Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit BFC Dynamo einen Punkt. Zur Galerie
Verdienter Punkt gegen den Spitzenreiter: Die BSG Chemie Leipzig erkämpft sich gegen Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit BFC Dynamo einen Punkt. ©

Der Führungstreffer durch Anes Osmanoski war das erste Tor des Winterzugangs aus Skopje für Chemie. Der 21-Jährige schnappte sich im Gewühl den Ball, ging allein auf den BFC-Keeper zu und blieb eiskalt. Am Ausgleich durch das erste Saisontor von Chris Reher durch einen feinen Lupfer im Anschluss an einen Einwurf hatte Chemie-Torwart Benjamin Bellot eine große Aktie: Unter Bedrängnis und gegen die blendende Sonne konnte er den Ball nicht festhalten - er hätte wohl lieber fausten sollen. So fiel das Streitobjekt vor die Füße von Reher, der mit viel Gefühl vollendete.

Die größte Chance in Hälfte zwei hatte der BFC durch den gebürtigen Leipziger Alexander Siebeck, der aus halblinker Position im Strafraum abzog und das Außennetz traf. Nach dem Abpfiff gab es Applaus von den Rängen - vor allem für einen aufopferungsvollen Kampf und eine starke Defensivleistung der Grün-Weißen. Dass Chemie mit dem 1:1 auch dem Lokalrivalen Lok einen Gefallen tat, war ein Nebeneffekt dieses Fußball-Sonntags. Doch der Tenor in Leutzsch lautet: Lok muss auch erst mal im AKS bestehen - und zwar am 8. Mai.

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Chemie: Bellot - Müller, Karau, Horschig, Surek - Reinhard, Bury - Mauer (79. Brügmann) Osmanoski (64. Jäpel), Mast - Kirstein (89. Wendt)

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