19. September 2021 / 16:01 Uhr

1:1 gegen Underdog Eilenburg: Fiedler trifft Lok Leipzig erneut ins Herz

1:1 gegen Underdog Eilenburg: Fiedler trifft Lok Leipzig erneut ins Herz

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
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Der FC Eilenburg stellt Lok Leipzig erneut ein Bein: Am Ende heißt es 1:1.
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Der 1. FC Lokomotive Leipzig blieb beim FC Eilenburg unter seinen Möglichkeiten: Das Team vom Almedin Civa spielte nur Remis. Die Blau-Gelben knüpften nach drei Wochen Punktspielpause nicht an die Leistung beim 3:0-Auswärtssieg in Altglienicke an.

Leipzig. Im August 2020 konnte der FC Eilenburg, damals noch Oberligist, überraschend den 1. FC Lok mit 1:0 aus dem Halbfinale des Landespokals kegeln. Torschütze damals: Adam Fiedler. Für die Blau-Gelben war es das erste Pflichtspiel unter Almedin Civa. Mittlerweile ist der Coach seit gut fünfzehn Monaten verantwortlich für die Probstheidaer – auf einen Sieg gegen den FC Eilenburg muss er allerdings auch weiterhin warten, weil seine Mannschaft nach drei Wochen Punktspielpause nicht an die Leistung beim 3:0-Auswärtssieg in Altglienicke anknüpfen konnte. Zudem machte Fiedler den Gästen kurz vor Schluss wieder einen Strich durch die Rechnung.

Weckruf für Eilenburg

Civa vertraute fast auf dieselbe Elf wie in Altglienicke – nur David Urban ersetzte in seinem Startelf-Debüt in dieser Regionalliga-Saison den leicht angeschlagenen Mike Eglseder. Adam Fiedler hingegen musste zunächst auf der Bank Platz nehmen – immerhin, denn bis auf zwei Kurzeinsätze fiel der Zehner des FC Eilenburg in dieser Spielzeit bislang vor allem durch hartnäckige Verletzungen und damit einhergehend unzureichende Kondition auf.

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Der FC Eilenburg und der 1. FC Lokomotive Leipzig trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. Zur Galerie
Der FC Eilenburg und der 1. FC Lokomotive Leipzig trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden. ©

In den ersten 15 Minuten waren die Favoriten aus Leipzig feldüberlegen und schnürten die Eilenburger in deren Hälfte ein – großartige Möglichkeiten sprangen dabei nicht heraus. Die erste Großchance hatten dann überraschenderweise die Gastgeber, als Ricardo Michael nach einer Flanke von Alexander Vogel aus zehn Metern frei zum Schuss kam. Unglücklich, dass ausgerechnet Mitspieler Dong-Min Kim den Ball blockte, der für Lok-Keeper Jan-Ole Sievers wohl schwer zu halten gewesen wäre. Diese Aktion war der Weckruf für die Eilenburger, die von nun an gut mithielten. Lok konnte nur selten sein druckvolles Pressing aufziehen und blieb bis auf kleine Möglichkeiten durch Tom Nattermann (20./41.) und Sascha Pfeffer (37.) weitgehend ohne Zug zum Tor. Wirklich gefährlich wurden die Leipziger nur vorm eigenen Gehäuse, als Luca Sirch kurz vor der Pause einen Katastrophen-Rückpass spielte, bei dem Torwart Sievers Kopf und Kragen riskieren musste, um die Scharte seines Innenverteidigers noch auszubügeln (42.).

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„Hätte ich auch gegen jeden anderen Gegner gemacht“

Auch nach der Pause änderte sich erst einmal nichts: Lok spielte einen Tick besser als Eilenburg, doch überzeugen konnte der Favorit nicht. Pfeffer hatte zwar aus acht Metern einen „Riesen“ auf dem Fuß, aber FCE-Keeper Andreas Naumann war auf dem Posten (53.). Das Spiel war wie das Wetter: Grau in Grau, kaum Lichtblicke.Der Lok-Coach Civa reagierte und wechselte Sturmtank Djamal Ziane ein und ließ fortan mit zwei Spitzen spielen. Ein Schachzug, der sich wenig später bezahlt machen sollte. Nach einem schnellen Einwurf konnte Theo Ogbidi auf Rechts unbedrängt flanken, in der Mitte köpfte Ziane aus fünf Metern zur Führung ein (63.).

Lok konnte den Ansprüchen einer überdurchschnittlichen Regionalliga-Mannschaft auch weiterhin nur selten genügen. Weder spielten die Blau-Gelben ihre wenigen Konter gut aus, noch standen sie in der Defensive besonders sicher. Dann kam es, wie es kommen musste. In der 84. Minute legte Alexandros Dimespyra im Strafraum auf den ebenfalls eingewechselten Adam Fiedler ab. Der schob abgezockt von halb links aus zehn Metern mit der Innenseite zum Ausgleich ins lange Eck ein. Für den bei Dynamo Dresden ausgebildeten Mittelfeldmann war es der erste Treffer in dieser Saison, aber schon der zweite gegen die Blau-Gelben. Als „Lok-Schreck" will er deswegen trotzdem nicht gelten: „Ich freue mich einfach über das Tor und über den Punkt. Aber das hätte ich auch gegen jeden anderen Gegner gemacht.“

1. FC Lok: Sievers – Berger (Mehmedovic), Urban, Sirch, Salewski – Abderrahmane, Piplica – Ogbidi (80. Heynke), Pfeffer, Rangelov (60. Ziane) – Nattermann


Tore: 0:1 Ziane (63.), 1:1 Fiedler (84.)