24. März 2019 / 18:11 Uhr

1:1! Kein Sieger zwischen SV Todesfelde und NTSV Strand 08

1:1! Kein Sieger zwischen SV Todesfelde und NTSV Strand 08

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Keinen Sieger sahen die Fans beim 1:1 zwischen Todesfelde und Strand 08.
Keinen Sieger sahen die Fans beim 1:1 zwischen Todesfelde und Strand 08. © Agentur 54°
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Was aufgrund der Tabellensituation als Topspiel begann, fiel den Gästen vom NTSV zufolge auch den Platzverhältnissen zum Opfer, sodass am Ende ein Unentschieden stand

Keinen Sieger gab es im Topspiel der Oberliga Schleswig-Holstein. Der SV Todesfelde und Spitzenreiter NTSV Strand 08 trennten sich 1:1 – eine Punkteteilung, mit der beide Trainer gut leben konnten.

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Strand 08 lobt Todesfelder Defensive

Ein echtes Topspiel sahen die 309 Zuschauer im Joda-Sportpark nicht. Es fehlte der spielerische Glanz und die Höhepunkte. Die Gäste machten dafür den tiefen Rasen an der Dorfstraße verantwortlich. „Man kann und muss mit dem Punkt zufrieden sein. Der Boden war schwer zu bespielen. Ein Kurzpassspiel war schwierig aufzuziehen“, konstatierte der Strander Nico Fischer. „Fußball zu spielen war nicht möglich. Was aber auch daran lag, dass die Todesfelder gut verteidigt haben.“

Todesfelde startet stürmisch, Oeser patzt

Zu Beginn der Partie schienen die Todesfelder den Gegner überrollen zu wollen. Mit Glück konnten die Strander zweimal in höchster Not klären. Auf der anderen Seite patzte SVT-Torwart Fabian Oeser bei einem Freistoß vom Neu-Strander Krylo Matvieiev. Statt den Ball mit beiden Fäusten zur Seite zu klären, ließ „Fabi“ diesen nach vorne abklatschen. Nutznießer war NTSV-Stürmer Dominik Wüst (4.), der schnell reagierte und per Nachschuss zum 0:1 traf. „Der Freistoß ist ziemlich geflattert. Zudem stand die Sonne schlecht. Kein Vorwurf an Fabi. Er ist der beste Torwart der Liga“, meinte Todesfeldes Trainer Sven Tramm nachher.

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Liebert erzielt Ausgleich und verletzt sich

Der Rückstand schien seine Elf geschockt zu haben. Jedenfalls fiel Kapitän Koth & Co. im ersten Durchgang gegen sehr diszipliniert und geschlossenen agierende „Strandpiraten“ nichts mehr ein. Bei den Gäste musste derweil der frühere Todesfelder André Kalbau schon nach einer Viertelstunde aus Verletzungsgründen ausgewechselt werden. „Kalle“ zog sich eine tiefe Fleischwunde am Schienbein zu. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren ein anderes Gesicht und waren jetzt viel aktiver im eigenen Stadion. „Wir wollten das Herz in die Hand nehmen und risikobewusster spielen“, erklärte Tramm. Und tatsächlich zeigten seine Schützlinge fortan eine ganz andere Körpersprache und wurden prompt belohnt. So wuchtete Morten Liebert (47.) eine Ecke von Cedric Szymczak per Kopfball zum 1:1 in die Maschen. Dabei verletzte sich der SVT-Stürmer an der Nase, konnte aber weiterspielen.

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Am Ende rettete ein glänzend aufgelegter Gästetorwart Denis Klassen seiner Mannschaft die Punkteteilung mit Paraden gegen Christian Jaacks (66.), Szymczak (90.) und dem eingewechselten Rafael Krause (90. +2) nach einem Konter über Liebert. Klassen („Dafür bin ich da“) klärte jeweils zur Ecke. Die einzige nennenswerte Möglichkeit der Strander besaß Kapitän Marcus Steinwarth mit einem Distanzschuss (78.), der aber über das Tor ging.

Tramm und Salomon mit Punkt zufrieden

„Wir waren vielleicht einen Tick besser, wobei das Remis schon gerecht ist“, räumte Tramm ein. „Mit dem Quäntchen Glück gewinnen wir. Trotzdem sind wir total zufrieden.“ Sein Gegenüber Salomon sprach von einer Topleistung seines Teams. „Wir haben bei der stärksten Heimmannschaft der Liga einen wichtigen Punkt geholt. Ich glaube nicht, dass Todesfelde uns jetzt noch im Titelkampf einholt“, sagte er. „Morten Liebert kann man halt nicht ganz ausschalten. Wir gewinnen einen Punkt und sind total zufrieden.“

Heider SV als Aufsteiger?

Während die „Strandpiraten“ schon vor Monaten den Verzicht auf eine Meldung für die Regionalliga Nord erklärt haben und nach dem angekündigten Abschied von Salomon zum Saisonende aller Voraussicht auseinander fallen, war die vierte Liga bei den Todesfeldern nie ein Thema. „Sportlich kommt die Regionalliga für uns nicht in Frage. Wir konzentrieren uns auf die Oberliga und sind mit dem aktuellen Saisonverlauf zufrieden“, sagte Tramm zu den LN. Somit dürfte der Tabellenzweite Heider SV als einziger Klub aus Schleswig-Holstein seine Meldung zum 31. März abgeben.


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39 Tore ©

SV Todesfelde: Oeser – Koth, Petzold, Beyer – Chaumont, Jaacks, Stehnck, Szymczak – Bento (83. K. Benner) – Sirmais (78. Krause), Liebert.

NTSV Strand 08: Klassen – Fischer, Lindenberg, Steinwarth – Blazheski, Kalbau (15. Nagatomi, 74. Tarim) – Madvieiev, Meier, Smirnov – Wüst, Hansen (67. Owusu).

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