29. Juli 2018 / 12:56 Uhr

1:1 zum Auftakt gegen VfB Oldenburg: "Eine gefühlte Niederlage" für den VfB Lübeck

1:1 zum Auftakt gegen VfB Oldenburg: "Eine gefühlte Niederlage" für den VfB Lübeck

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Rudelbildung um Gazi Siala (Nr. 10, VfB Oldenburg) und Yannick Deichmann (Nr. 10, VfB Luebeck) beim 1:1 zwischen VfB Lübeck und VfB Oldenburg zum Regionalliga-Auftakt auf der Lohmühle.
Rudelbildung um Gazi Siala (Nr. 10, VfB Oldenburg) und Yannick Deichmann (Nr. 10, VfB Luebeck) beim 1:1 zwischen VfB Lübeck und VfB Oldenburg zum Regionalliga-Auftakt auf der Lohmühle. © Agentur 54°
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Bei besten Fußballwetter reichte auch die tolle Unterstützung der Fans am Ende nicht zu mehr als einem Punkt

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Ein rundum geglückter Saisonauftakt sieht wohl anders aus. Trotz früher 1:0-Führung durch Daniel Franziskus (5.) konnte der VfB Lübeck den VfB Oldenburg gestern zum Regionalligastart vor nur 1675 Zuschauern nicht wie erhofft besiegen, kassierte spät (84.) den Ausgleich und musste sich mit einem 1:1 begnügen.

Stefan Richter spielt für Cemal Sezer

Die Stimmung zum Anpfiff war gut und hoffnungsfroh, eine grün geprägte Choreografie im VfB-Fanblock auf der Haupttribüne und dem Mega-Spruchband „Wir haben Hunger“ unterstützte das Team, rund 100 Oldenburg-Fans antworteten mit Schlachtgesängen und Bengalo-Feuern aus dem Gäste-Block.
Trainer Rolf Landerl vertraute genau den elf Spielern, die auch im Abschlusstraining am Freitag zusammen gespielt hatten – also auch ganz vorn keine Experimente: Routinier Stefan Richter erhielt den Vorzug vor Fabio Parduhn und Til Weidemann. Die Alternativen Cemal Sezer und Leon Dippert hatten es ja nicht in den Kader geschafft und saßen auf der Tribüne (wie übrigens auch die derzeit arbeitslosen Ex-VfBer Ahmet Arslan und Ronny Marcos).

Ausgerechnet Daniel Franziskus

In den ersten Minuten gab es zunächst mal das übliche „Abtasten“. Doch dann setzten die Gastgeber ein knackiges Ausrufezeichen: Yannick Deichmann setzte mit Power im Mittelfeld zum Solo an, schüttelte dabei zwei lästige Oldenburger ab, legte links auf Kresimir Matovina, der dann per Doppelpass durchstartete zur Grundlinie, von dort auf den zweiten Pfosten flankte – und dort stieg Daniel Franziskus, der Ex-Oldenburger, hoch, köpfte ein zum 1:0 für Grün-Weiß. Und feierte sein erstes Tor gleich mal mit einem hübschen Salto. Es war ein Spielzug aus dem Lehrbuch, den der VfB wochenlang im Training gepaukt hatte.


Torschütze und Ex-Oldenburger Daniel Franziskus sagte nach dem Spiel zum LN-Sportbuzzer: "Das war ein schönes Gefühl, gegen meinen früheren Klub zu treffen. Wobei ich lieber drei Punkte mitgenommen hätte. Bei den Standards waren wir nicht eng genug am Mann dran. Zweite Halbzeit hätten wir das Spiel mehr dominieren müssen.

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Standards als einzige Waffe

Trotz der frühen Führung und obwohl Oldenburg bis zur 84. Minute aus dem Spiel heraus nicht eine einzige Torchance produzieren konnte, bekamen die Hausherren die Partie nicht so recht in den Griff. Es wurde eine zähe Angelegenheit mit vielen Unterbrechungen, manche wurden vom Schiedsrichter durch längere Vorträge an Spieler unnötig verlängert. Echter Spielfluss wollte nicht aufkommen. So mussten Standards für die Unterhaltung herhalten. Zum Beispiel ein Freistoß aus 18 Metern, den Oldenburgs Süleyman Celikyurt an die Latte setzte. Oder auf der anderen Seite ebenfalls ein Freistoß (18 Meter), den Franziskus fast unten links versenkt hätte, den Keeper Dominik Kisiel aber gerade noch aus der Ecke fischte. Oder eine Oldenburger Ecke durch Lennart Madroch, die unberührt und brandgefährlich in Kopfballhöhe durch den Lübecker Fünfer am langen Pfosten vorbeirauschte. Zwei Lübecker Chancen waren noch zu verzeichnen (Franziskus/30.), Florian Riedel/42.) – dann war Halbzeit.

Ausgleich nur sechs Minuten vor Schluss

Danach kam Marvin Thiel für Dennis Hoins, und er übernahm die Standards: Freistoß aus 18 Metern, halbrechte Position – Außenpfosten (71.). Als dem VfB seine neue Fünferkette gesprengt wurde (der starke Matovina musste verletzt raus, Andy Gomig kam), nutzte der Gast dies prompt aus: Schneller Angriff über die linke VfB-Abwehrseite, flacher Pass nach innen, Ibrahim Temin drückte den Ball zum 1:1 über die Linie – und feierte frech provozierend direkt vor den Grün-Weiß- Fans. Die Security musste eingreifen. Bitter: Sechs Minuten fehlten dem VfB Lübeck zum perfekten Saisonstart. (mit Volker Giering)

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Die Lübecker Fans zeigten vor dem Anpfiff eine aufwendige Choreo... Zur Galerie
Die Lübecker Fans zeigten vor dem Anpfiff eine aufwendige Choreo... ©
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