12. Juli 2021 / 11:08 Uhr

1:2 beim TSV Aubstadt: FC Eilenburg verliert Härtetest

1:2 beim TSV Aubstadt: FC Eilenburg verliert Härtetest

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Der Treffer von FCE-Neuzugang Paul Meseberg (rotes Trikot), hier im Test gegen den FC Grimma, war gegen Aubstadt zu wenig.
Der Treffer von FCE-Neuzugang Paul Meseberg (rotes Trikot), hier im Test gegen den FC Grimma, war gegen Aubstadt zu wenig. © hanni
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Der FC Eilenburg muss sich bei Bayern-Regionalligist TSV Aubstadt mit 1:2 (0:1) geschlagen geben - ein kleiner Vorgeschmack auf die Auswärtsreisen in der kommenden Saison.

Eilenburg. Der FC Eilenburg hat mal wieder eine Premiere gefeiert. Erstmals in der Vereinsgeschichte spielte das Team von Nico Knaubel beim TSV Aubstadt. Nie gehört, werden die meisten Nordsachsen denken. Kein Wunder. Die kleine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld hat keine tausend Einwohner, aber seit zwei Jahren einen viertklassigen Fußballverein. Ein Großsponsor macht das Vergnügen möglich und ein ganzes Dorf stolz. Für Aubstadt war das Duell gegen Eilenburg die Generalprobe. Schon am Donnerstag startet die Regionalliga Bayern in die neue Saison. Zu Gast ist dann die Spielvereinigung Unterhaching. Eilenburg hat noch zwei Wochen Zeit – und wird diese auch brauchen.

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Nur 16 Spieler dabei

Beim TSV Aubstadt verlor der FCE verdient mit 1:2 (0:1). Vor allem an die Geschwindigkeit müssen sich die Spieler gewöhnen. „Das Tempo ist ein anderes und auch die Physis der Gastgeber war beeindruckend“, sagte Nico Knaubel und schob hinterher: „Das waren elf Spieler vom Format Basti Heidel.“ Anders ausgedrückt: Die überwiegend schmächtigen Eilenburger bekamen es mit großen, athletischen und schnellen Gegenspielern zu tun und hatten damit ordentlich Mühe. „Es war schon mal ein Vorgeschmack auf das, was uns in der Liga erwartet“, weiß Knaubel, der trotz der weiten Anreise froh über diesen Test war. „Wir haben uns bewusst einen solchen Trip ausgesucht, um schon einmal vorzufühlen. In der Regionalliga wird es auch solch weite Anreisen geben“, resümiert der Coach nach dem fast zwölfstündigen „Ausflug“.

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Mit nur 16 Spielern war der FCE nach Bayern gereist. Philipp Sauer (krank), Toni Majetschak, Andreas Naumann, Tzonatan Moutsa und Raimison dos Santos (alle Arbeit) verpassten das Gastspiel und damit einen echten Härtetest.

Meseberg trifft

Die bayerischen Platzhirsche waren sofort auf Temperatur, Eilenburg fuhr zu Beginn höchstens im ersten Gang. So schepperte es schon nach fünf Minuten im Tor der Sachsen: Alec Nathe verlor ein Eins-gegen-Eins-Duell und in der Mitte konnte keiner seiner Teamkollegen den Schuss von Leonard Langhans aus 18 Metern blocken. Keeper Christopher Schulz war zwar noch dran, konnte den frühen Rückstand aber nicht verhindern. Die Gastgeber blieben danach am Drücker, Eilenburg war in der Defensive gefordert, verteidigte mit Mann und Maus, startete aber kaum Entlastungsangriffe. Topchancen suchte Knaubel in der ersten Halbzeit vergebens auf seinem Zettel.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber das 2:0 durch Timo Ritter nach, doch diesmal hatten die FCE-Kicker eine Antwort parat. Nach einem abgewehrten Eckball traf Neuzugang Paul Meseberg nur zwei Minuten später zum 1:2 Anschlusstreffer (64.). Dabei blieb es in einer umkämpften Partie, in der der FCE die Bayern nur selten vor Probleme stellte, kämpferisch aber alles in die Waagschale warf und mit „vielen wichtigen Erkenntnissen“ (Knaubel) zurück nach Nordsachsen rollte. Am kommenden Samstag steht die Generalprobe gegen Regionalliga-Absteiger Bischofswerdaer FV im Eilenburger Ilburg-Stadion an.

FCE: Schulz, Meseberg, Rücker, Vogel, Nathe, Kim, Baumann, Bartlog, Kummer, Jackisch, Fiedler. Eingewechselt: Pickroth, Wadewitz, Pascal Sauer, Stelmak, Dimespyra