24. Mai 2019 / 22:12 Uhr

1:2 im Finale – RB Leipzigs U19 verpasst gegen VfB Stuttgart den Pokalsieg

1:2 im Finale – RB Leipzigs U19 verpasst gegen VfB Stuttgart den Pokalsieg

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Potsdam-Babelsberg, 24.05.2019, Karl-Liebknecht-Stadion, Fussball, 
DFB-Pokal, Finale der A-Junioren / U19. , 
RB Leipzig vs. VfB Stuttgart , 
Im Bild v.l.: Luca Mack (23, Stuttgart) und Noah Jean Holm (18, RB Leipzig). , 
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Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche, 
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Stuttgarts Luca Mack schirmt den Ball vor Leipzigs Stürmer Noah Jean Holm ab. © PICTURE POINT
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Einen Tag vor dem Finale der Profis hat die U19 von RB Leipzig den Pokalsieg bei den Junioren knapp verpasst. Gegen den VfB Stuttgart verlor das Team von Alexander Blessin in Babelsberg mit 1:2 (0:0).

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Potsdam. Die U19 von RB Leipzig ist im Finale des DFB-Pokals der Junioren mit 1:2 (0:0) am VfB Stuttgart gescheitert. Gegen den Meister der Bundesliga-Staffel Süd/Südwest hatte Leipzigs Naod Mekonnen im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion zwischenzeitlich für den Ausgleich gesorgt. Stuttgarts Lilian Egloff wurde mit zwei Treffern zum Matchwinner.

Bullen-Trainer Alexander Blessin muss im Endspiel auf Julian Krahl verzichten. Der Stammtorhüter hat sich Anfang der Woche bei einem Treppensturz in der brandenburgischen Heimat das Schlüsselbein gebrochen und verpasst damit sein letztes Pflichtspiel im RB-Trikot. Im Sommer geht es für den Keeper zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln, wo er zunächst für die U23 zum Einsatz kommen soll. Im Finale ersetzt ihn Niclas Müller. Außerdem fehlt Nicolas Fontaine gesperrt.

Starker Start von RB

Unter den Augen von RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, dem scheidenden Nachwuchs-Chef Frieder Schrof und Stuttgart-Vorstand Thomas Hitzlsperger entwickelt sich von Beginn an ein sehr körperliches Spiel. Beide Mannschaften stören den Spielaufbau des Gegners frühzeitig. Den ersten Szenenapplaus holt sich folglich auch Bullenkapitän Niclas Stierlin, der im Laufduell mit Stuttgarts Top-Torschützen Leon Dajaku die Ruhe bewahrt und kurz vor dem Strafraum klären kann.

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RB Leipzig - VfB Stuttgart (1:2) Zur Galerie
RB Leipzig - VfB Stuttgart (1:2) ©
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In der Folge gelingt es RB, den Meister der Bundesliga Staffel Süd/Südwest für einige Minuten in seiner Hälfte einzuschnüren. Beim letzten Pass fehlt aber die Präzision. Außerdem zeigt Stuttgart vor allem im letzten Drittel eine starke Zweikampfleistung. Offensiv fällt dem VfB in den ersten 20 Minuten gegen eine hochkonzentrierte Defensive um Neu-Profi Frederik Jäkel und Abwehrchef Stierlin jedoch überhaupt nichts ein. Erst nach einer halben Stunde gelingt es den Stuttgartern, sich einmal tief in die Leipziger Hälfte zu kombinieren, weil Stierlin zentral den Halt verliert und ausrutscht. Am Ende klärt Nebenmann Jäkel die Überzahlsituation mit einem beherzten Einsteigen kurz vor der Strafraumlinie.

Großchance Stuttgart

Kurz darauf wird es nochmal brenzlig. Der bis dato absolut sattelfeste Malik Talabidi lässt sich auf Höhe der Torauslinie austanzen. Die flache Hereingabe kann erneut Jäkel erklären. Trotzdem ist es die bisher schwächste Phase der Roten Bullen, weil sie längst nicht mehr so nah am Gegner stehen wie zu Beginn der Partie. Besonders deutlich wird das in Minute 36 bei einer Stuttgarter Flanke aus dem linken Halbfeld. Im Strafraumzentrum steht Eric Hottmann plötzlich völlig frei, kann die erste Großchance der Partie jedoch nicht nutzen – sein Kopfball fliegt am Tor vorbei.

Für die Jungbullen wirkt die Situation als Wachrüttler. Nach einer Flanke von rechts wird es im Stuttgarter Strafraum plötzlich hektisch. Leipzigs Top-Torschütze Fabrice Hartmann fällt der Ball im Fünfmeterraum vor die Füße, doch der Stürmer kommt nicht zum Abschluss. Eigentlich ist die Situation schon geklärt, da bekommt der Angreifer seine zweite Chance. Sein Schuss wird geblockt und landet bei Noah Jean Holm, der aus kurzer Distanz nicht lange fackelt, doch VfB-Torwart Sebastian Hornung entschärft auch diesen Schuss. Beim Stand vom 0:0 geht es in die Pause.

Die Führung für den VfB

Beide Mannschaften kommen mit Offensivpower aus den Kabinen. Der erste gefährliche Abschluss gehört Stuttgarts Dajaku, der zentral Tempo aufnimmt. Seinen flachen Schuss kann Müller im Tor geradeso rechts am Tor vorbei lenken. Wenige Minuten später ist er jedoch machtlos. Im Strafraum-Chaos kommt Stuttgarts Lilian Egloff an den Ball und zimmert ihn kompromisslos in die Maschen – die, schaut man auf die Zahl der echten Chancen, verdiente Führung für den VfB.

Kurz drauf reagiert Trainer Blessin, nimmt etwas überraschend den bis dato sehr auffälligen Hartmann vom Feld und bringt mit Kossivi Amededjisso frischen Wind für die Offensive. Der Wechsel fruchtet sofort. Von rechts schlägt Talabidi eine punktgenaue Flanke in den Strafraum, wo Naod Mekonnen völlig frei hochsteigt und zum Ausgleich einköpft.

Egloff trifft doppelt

In einem nun deutlich unterhaltsameren Spiel gehört der nächste gefährliche Abschluss wieder dem VfB. Ein schöner Pass in den Rücken der Abwehr landet an der Strafraumgrenze bei Egloff. Sein flacher Abschluss geht knapp am Tor vorbei. In Minute 67 ist es erneut Egloff, der die Führung für Stuttgart bringt. Sein erster Schuss von der Strafraumkante wird noch versehentlich von einem Mitspieler geblockt. Den Abpraller lässt sich der 16-Jährige jedoch nicht nehmen.

RB versucht in der Folge nochmal alles, kommt aber selten zu wirklich gefährlichen Situationen und muss in der Defensive Räume für Stuttgarter Konter lassen. Am Ende bleibt es bei der bitteren aber insgesamt leistungsgerechten Niederlage. Während die Roten Bullen in der Defensive lange eine bärenstarke Vorstellung zeigen, fehlen offensiv häufig die zündenden Ideen.

Trainer Alexander Blessin: "Es war ein ausgeglichenes Spiel. Die ersten 35 Minuten hatten wir einen richtig guten Zugriff. Da haben wir viele investiert. In dieser Drangphase müssen wir das 1:0 machen. Es ist schade, dass wir bei den Gegentoren nicht wach genug waren. Das ist dann entscheidend in so einem Spiel. Wir müssen das jetzt so hinnehmen. Das habe ich auch den Jungs gesagt. Sieg und Niederlage stehen nun mal nah beieinander. Das ist bitter in dem Moment, die Jungs hätten es verdient gehabt. Jetzt müssen wir sie aufbauen und nächstes Jahr wieder angreifen."

Kapitän Niclas Stierlin: „Es sind alle am Boden, wir wollten uns für eine starke Pokalsaison belohnen. Wir haben stark begonnen, aber dann kam der VfB besser ins Spiel. Leider waren wir teilweise zu ungenau, hatten zu viele Ballverluste im Mittelfeld. Die Stuttgarter haben einen guten Spielaufbau, haben sehr ruhig und strukturiert von hinten aufgebaut. Da ist es für eine Pressingmannschaft wie uns schwer, in die Zweikämpfe zu kommen.”

RBL: Niclas Müller — Naod Mekonnen (76. Lukas Felix Krüger), Frederik Jäkel, Mads Bidstrup, Fabrice Hartmann (55. Kossivi Amededjisso), Malik Talabidi (71. Mateusz Mackowiak), Erik Majetschak, Tom Krauß, Noah Jean Holm, Marcel Hoppe (84. Max Winter), Niclas Stierlin.

VfB: Sebastian Hornung – Manuel Retter, Antonis Aidonis, Alexander Kopf, Per Lockl, Lilian Egloff (79. Leonhard Luis Münst), Umut Günes (65. Florian Kleinhansl), Eric Hottmann, Nick Bätzner, Leon Dajaku, (90. Hamza Cetinkaya), Luca Mack.

Tore: 0:1 Egloff (50.), 1:1 Mekonnnen (57.), 1:2 Egloff (67.)

Zuschauer: 2.512

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