06. Oktober 2021 / 18:20 Uhr

1:2! RB Leipzig verliert Testkick gegen Slask Wroclaw

1:2! RB Leipzig verliert Testkick gegen Slask Wroclaw

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
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RB Leipzigs Nordi Mukiele bringt beim Testspiel gegen Slask Wroclaw den Ball scharf in die Mitte. © Christian Modla
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RB Leipzig verliert am heimischen Cottaweg das Testspiel gegen Slask Wroclaw mit 1:2 und scheitert an der eigenen Chancenverwertung. Den einzige Treffer erzielte ein Spieler, der auch in den Pflichtspielen die tragende Rolle spielt.

Leipzig. Die Kicker von RB-Trainer Jesse Marsch liefen am Mittwoch zum Testkick gegen den polnischen Erstligisten Slask Wroclaw nahezu in Profi-Besetzung auf. Die dennoch reduzierte Star-Besetzung der Leipziger verlor am Cottaweg 1:2.

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„Das war ein cleveres Tor vom Gegner“

Die U19-Talente Sidney Raebiger und Hugo Novoa bekamen ihre Chance in der Startelf der Roten Bullen. Auch Jung-Profi Joscha Wosz lief auf, rückte aus dem offensiven Mittelfeld in die 3er-Kette mit Nordi Mukiele und Mohamed Simakan. RB Leipzigs polnischer Sparring-Partner Slask Wroclaw behauptete sich von Beginn an eindrucksvoll gegen den sächsischen Erstligisten. Die Elf von Gäste-Coach Jacek Magiera hielt die Bullen-Herde in Schach. Die Marsch-Männer entwickelten erst ab Minute zehn etwas mehr Zug aufs Tor der polnischen Nachbarn.

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RB Leipzig verliert das Testspiel am Cottaweg gegen den polnischen Erstligisten Slask Wroclaw mit 1:2. Zur Galerie
RB Leipzig verliert das Testspiel am Cottaweg gegen den polnischen Erstligisten Slask Wroclaw mit 1:2. ©

Doch dann ließen sich die hochstehenden Bullen nach einem ungenauen Pass von Wosz auf Kevin Kampl den ersten Gegentreffer einschenken. Ex-Millerntor-Kicker Waldemar Sobota schnappte sich die Kugel und schoss das Leder aus über 50 Metern ins nichtbesetzte Leipziger Tor, denn auch Keeper Josep Martinez hatte sich in Richtung generisches Tor orientiert. „Das war ein cleveres Tor vom Gegner - nach einem Fehlpass von uns“, so Marsch. Der Ekstraklasa-Club legte nur drei Minuten später (17.) durch Topmann Erik Exposito nach, der RB-Verteidiger Simakan für einen vertändelten Ball bestrafte. Individuelle Fehler, fehlende Querpässe oder Durchschlagskraft ließen die 261 Zuschauer lange auf den Anschlusstreffer der Hausherren warten. Den brachte Torgarant Christopher Nkunku via Rechtsschuss kurz vor der Pause (41.) ins Netz.

„Ein guter Schritt nach vorn“

Vom angestammten Personal waren in der zweiten Hälfte zwei statt zuvor sieben Akteure auf dem Rasen. Neben Angeliño und Benjamin Henrichs durften die jungen Wilden ran. Henrichs vergab einen Freistoß aus 25 Metern nur denkbar knapp. Gemeinsam mit dem Stammakteuren von RB machten die U19-Kicker einen guten Job, verlagerten die Partie Richtung Kasten der Polen. Der 17-jährige Robins Friedrich und Wosz – der wieder in den Angriff rückte – waren zu ungefährlich oder unpräzise, auch der eingewechselte Jorden Winter köpfte über die Latte.

In der letzten Spielminute wurde auch eine dreifache Möglichkeit zum Ausgleich nicht genutzt. So verabschiedeten sich die Bullen mit einem 1:2 in die verbleibenden Tage der Länderspielpause. Drei freie Tage sind der Marsch-Truppe erstmal vergönnt. Der Trainer selbst ist mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Die Gegentore in Halbzeit seien unglücklich. Benjamin Henrichs war 90 Minuten auf dem Platz - ihm tat das auf jeden Fall gut." Auch Moriba erhielt ein Lob: „Das war für sein erstes Spiel auf dem Platz mit unserer Mannschaft und ein guter Schritt nach vorn.“

So spielte RB Leipzig: Martínez (Tschauner, 66.) – Mukiele (Kostka, 61.), Simakan (Lelle), Wosz (Köhl, 82.) – Henrichs, Kampl (Klefisch, 46.), Raebiger, Angeliño – Moriba, Novoa (Winter, 82.) – Nkunku (Friedrich, 46.)