10. November 2021 / 15:03 Uhr

1:3 gegen Rostock: Erste Kohfeldt-Niederlage mit Wolfsburg und William-Schock

1:3 gegen Rostock: Erste Kohfeldt-Niederlage mit Wolfsburg und William-Schock

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
1:3 gegen Rostock: Der VfL kassierte seine erste Niederlage unter Florian Kohfeldt und sorgt sich um Rechtsverteidiger William (kl. Bild).
1:3 gegen Rostock: Der VfL kassierte seine erste Niederlage unter Florian Kohfeldt und sorgt sich um Rechtsverteidiger William (kl. Bild). © Boris Baschin
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Florian Kohfeldt hat seine erste Partie als Trainer des VfL Wolfsburg verloren. Der Fußball-Bundesligist unterlag am Mittwoch in einem Testspiel gegen Hansa Rostock mit 1:3.

Erste Niederlage für Florian Kohfeldt als VfL-Trainer: Der Wolfsburger Fußball-Bundesligist verlor das Testspiel gegen Zweitligist Hansa Rostock mit 1:3, gerade nach der Pause lief beim Champions-League-Teilnehmer bis aufs erste VfL-Tor von Dodi Lukebakio gar nichts mehr zusammen. Und: Für VfL-Brasilianer William war das Comeback schon nach wenigen Minuten wieder beendet.

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Bitter: Beim Warmmachen verletzte sich VfL-Pechvogel William, der gerade wieder nach seinem Kreuzbandriss zurück im Training ist, Philipp Heller aus der A-Jugend rutschte ins Wolfsburger Team. Aber zum Ende der ersten Halbzeit machte sich der Brasilianer dann doch wieder warm und wurde nach dem Seitenwechsel auch eingewechselt. Doch nach sechs Minuten war das William-Comeback schon wieder Geschichte. Der Rechtsverteidiger ging ohne Fremdeinwirkung zu Boden und fasste sich danach ans zuletzt lädierte rechte Knie. Völlig gefrustet verließ er danach den Platz.

Kohfeldt sprach nach der Partie von einem „kleinen Vorfall“ beim Warmmachen. William sei daraufhin untersucht worden, danach gab es sowohl von ihm als auch von der medizinischen Abteilung grünes Licht. Nur deshalb kam er nach der Pause zum Einsatz. Ob sich der VfLer erneut schwer verletzt hat, ist noch offen.

Testspiel: VfL Wolfsburg gegen Hansa Rostock

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Testspiel: VfL Wolfsburg gegen Hansa Rostock © Boris Baschin

William und das Knie - im Februar 2020 hatte er sich gegen Düsseldorf das linke Kreuzband gerissen, im Mai 2021, als er zu Schalke ausgeliehen war, war das Kreuzband im rechten Knie kaputt. Jetzt das nächste Frust-Erlebnis für den kleinen Außenbahnspieler, der im letzten Auswärtsspiel beim 2:0 in Leverkusen erstmals wieder zum VfL-Aufgebot gehört hatte.

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Das 2:0 in Leverkusen war der erste von drei Dreiern in Folge für den neuen VfL-Trainer Florian Kohfeldt, der nun gegen Hansa seine erste Niederlage als Wolfsburg-Coach hinnehmen musste. Nach 18 Minuten lag sein Team bereits hinten. Nach einem Ballverlust von Dodi Lukebakio machte es Haris Duljevic stark, setzte sich gegen Jannis Lang und John Anthony Brooks durch, bevor er von der Strafraumgrenze zur Führung traf.

Kurze Zeit später hätte Maxence Lacroix per Kopfball ausgleichen können, aber sein Versuch ging knapp rechts am Tor vorbei, der auffällige Felix Nmecha zielte nach einer Einzelaktion rechts im Strafraum ebenfalls nicht genau genug, traf nur das Außennetz. Danach war in einem munteren Spiel wieder Hansa an der Reihe, Streli Mamba scheiterte nach einem Lang-Fehlpass an VfL-Torhüter Pavao Pervan. Die dickste VfL-Möglichkeit zum Ausgleich hatte Lukebakio: Nach einer Nmecha-Hereingabe von links nahm der Offensivmann den Ball direkt in der Luft, doch sein Versuch klatschte an den Querbalken.

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Kurz nach dem William-Schock hatte Ridge Munsy die nächste dicke Gelegenheit für Rostock zum 2:0, doch der Stürmer scheiterte an Pervan. Nach einer Stunde war er dann machtlos, Streli Mamba erzielte das hoch verdiente 2:0. Danach hatten die Gäste, die den VfL bereits in der Sommer-Vorbereitung mit 3:0 besiegt hatten, mehrmals das 3:0 nachlegen können - unter anderem hätte Kevin Schumacher in der 75. Minute treffen müssen, doch sein Versuch ging am langen Pfosten vorbei, Theo Gunnar Martens machte es beim Zweitliga-Aufsteiger besser und erzielte in der 79. Minute das 3:0. Kurz vor Schluss verkürzte Lukebakio dann noch zum 1:3.

"Das war nicht gut, da müssen wir nicht lange drüber reden", so Kohfeldt, der noch dabei ist, sein Team vollends kennenzulernen. "Ich fand gerade so das Thema, das wir in den letzten drei Spielen gut gemacht haben, haben wir nicht gesehen." Kohfeldt meinte "Intensität im Moment des Ballverlustes", und "wir hatten wenig Tiefe im eigenen Spiel. Das muss man sagen."

Der eine oder andere Spieler, der für das Spiel eingeplant gewesen sei, sei am Ende nicht dabei gewesen, "dadurch waren ein paar Positionen so besetzt, dass man nicht erwarten konnte, dass es ein brillantes Zusammenspiel in beide Richtungen ist. Aber trotzdem muss man von dem einen oder anderen mehr erwarten in so einem Spiel." Kohfeldt weiter: "Wir lernen uns ja noch kennen, aber ich hatte schon gehofft, dass wir mit mehr Intensität und Kompaktheit spielen. Doch das habe ich nicht bei allen gesehen."

  • VfL: Pervan - Lacroix, Guilavogui (46. Otavio), Brooks - Lang (46. William, 53. Wagbe), Philipp, Heller, Roussillon - Lukebakio, Ginczek, F. Nmecha (71. Meyer).
  • Hansa: Voll (46. Klatte) - Schwede, Rother, Malone, Meier - Bahn (61. Meißner), Ingelsson - Duljevic - Mamba (61. Martens), Munsy (75. Rhein), Breier (61. Schumacher).
  • Schiedsrichter: Rose (Wolfenbüttel).
  • Tore: 0:1 (18.) Duljevic, 0:2 (60.) Mamba, 0:3 (79.) Martens, 1:3 (85.) Lukebakio.

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