21. September 2020 / 13:19 Uhr

1:3! Geithain verliert auch gegen den Roßweiner SV

1:3! Geithain verliert auch gegen den Roßweiner SV

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Die Roßweiner nutzten ihre Chancen besser. © Imago/Schiffmann
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Der Roßweiner SV gingen gegen Geithain bereits früh in Führung. Drei verletzungsbedingte Wechsel brachten die Taktik der Geithainer ins Wanken. Der Roßweiner Doppelschütze Seysel sorgte mit seinem Treffer in der 51. Minute die Entscheidung.

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Geithain. Der 4. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga der Männer hielt am Sonntag Nachmittag bei Kaiserwetter die Begegnung zwischen dem FSV Alemannia Geithaín und Spitzenreiter Roßweiner SV bereit. Vor offiziell 90 Zuschauern sowie unter Leitung von Schiedsrichter William Pietrasik vom SV Blau-Weiß Bennewitz konnte der Tabellenführer im Henning-Frenzel-Stadion mit einem letztlich sicheren 3:1 (2:1)-Erfolg seine blütenweiße Punkteweste verteidigen. Unterdessen rutschte die Alemannia im Klassement vom 14. auf den 16. Platz runter.

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Der aktuelle Klassenprimus begann die Partie mit Schwung und ging nach einer knappen Viertelstunde durch Tom Seydel nach Vorarbeit von Max Zimmermann folgerichtig in Führung (14.). Die Einheimischen versuchten dagegenzuhalten, konnten aber zunächst nur selten gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Gehäuse herauf beschwören. Mit Ausnahme eines platziert getretenen Freistoßes von Niklas Hentschel, welcher Mitte der ersten Halbzeit den Weg ins Netz fand (29.).

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Davon inspiriert versuchten es nun auch Kilian Helbig und Erik Viehweg, Zählbares sprang allerdings nicht heraus. Als sich die Einheimischen bereits beim Pausentee wähnten, schlug der RSV das zweite Mal eiskalt zu. Martin Schwibs versenkte nach einem Pass von Kay Lehmann das Leder in unnachahmlicher Art und Weise im diesmal von Martin Kluge (Torwart Nummer 5 seit Testspielbeginn) gehüteten Geithainer Kasten (45.+1) – der bereits sechste Saisontreffer für den „Schwibser“.

Roßwein konnte personellen Ausfälle besser kompensieren

Der Gast machte nach dem Seitenwechsel unverändert Druck und erzwang durch den zum Doppelschützen avancierenden Seydel nach einem der berühmt-berüchtigten weiten Einwürfe von Stephan Krondorf die Vorentscheidung (51.). Roßweins Mannschaft - welche zwei nicht gegebene Strafstöße nach Attacken gegen Schwibs und Seydel monierten - spulte ihr Pensum anschließend ziemlich clever runter, zudem konnte Keeper Torsten Jentzsch gegen Viehweg einmal grandios reagieren.

Das Team der Blau-Weißen konnte die personellen Ausfälle ganz offensichtlich besser kompensieren als der Kontrahent, ließ in der Defensive nur wenig anbrennen und behielt durch effektive Chancen-Verwertung verdient die Oberhand. Die mit einer Fünfer-Kette agierenden Geithainer waren keinesfalls chancenlos, doch erneut brachten drei verletzungsbedingte Auswechslungen (im laufenden Spieljahr erfolgten zehn von insgesamt zwölf aus diesem Grund) die Taktik ins Wanken.

Die Alemannen um Trainer Andy Heine reisen am kommenden Sonntag zum SV Klinga-Ammelshain, der RSV um Coach Jörg Soujon begrüßt bereits am Samstag den VfB Leisnig im Stadion an der Haßlauer Straße zum Nachbarschafts-Duell.

Tore: 0:1 Seydel (14.) 1:1 Hentschel (29.) 1:2 Schwibs (45.+1) 1:3 Seydel (51.)

SR: Pietrasik (SV Blau-Weiß Bennewitz)

Z.: 90

Geithain: Kluge, Neubauer, Golus, Helbig (54. Tauchmann), Gotthardt, Viehweg, Hentschel, Eidam (46. Schnelldorfer), D. Petzold, M. Petzold (78. Liebing), Zschille

Roßwein: Jentzsch, Zerge, Steenbeck, Zimmermann, Seydel, Schwibs, Lißner (68. Mihalek), Haferlandt, Lehmann, Krondorf, Marbach (63. Peschel)