03. November 2019 / 15:36 Uhr

1:3 in Stuttgart - Dynamo Dresden rutscht ans Tabellenende ab

1:3 in Stuttgart - Dynamo Dresden rutscht ans Tabellenende ab

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
03.11.2019, Baden-Württemberg, Stuttgart: Fußball: 2. Bundesliga, 12. Spieltag, VfB Stuttgart - Dynamo Dresden, Mercedes-Benz Arena. Marco Hartmann (l) von Dynamo Dresden in Aktion gegen Philipp Klement vom VfB Stuttgart Foto: Tom Weller/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Dynamo Dresdens Kapitän Marco Hartmann versucht den Stuttgarter Philipp Klement vom Ball zu trennen. © dpa
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Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel unterliegt beim VfB Stuttgart mit 1:3 und ist nun Tabellenletzter. Den Treffer für die Schwarz-Gelben erzielte Moussa Koné. 

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Stuttgart/Dresden. Es hat auch in der Schwaben-Metropole nicht sollen sein: Dynamo Dresden blieb auch im fünften Liga-Spiel in Folge ohne Punktgewinn und rutschte durch das 1:1-Unentschieden der Wiesbadener gegen den Hamburger SV auf den letzten Tabellenplatz ab. Die Schwarz-Gelben, die wieder mit dem am Mittwoch von einer Gehirnerschütterung beeinträchtigten Stammkeeper Kevin Broll auflaufen konnten, verloren vor 52.129 Zuschauern beim VfB Stuttgart mit 1:3 (0:2). Die Gäste verschliefen die Startphase und konnten selbst nach dem Anschlusstreffer von Moussa Koné (51./Foulelfmeter) nicht genug Druck entfalten, um die feld- und chancenüberlegenen Stuttgarter in Gefahr zu bringen.

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VfB Stuttgart - SG Dynamo Dresden (3:1) Zur Galerie
VfB Stuttgart - SG Dynamo Dresden (3:1) ©
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SGD-Trainer Cristian Fiel hatte gegenüber dem Pokalkrimi drei Änderungen vorgenommen: Für Patrick Ebert (Gelbsperre), Niklas Kreuzer (Rotsperre) und Kevin Ehlers kamen Dzenis Burnic, Patrick Möschl und Marco Hartmann in die Startelf. Doch die hatte im 3-5-2-System anfangs große Probleme, die munter angreifenden Schwaben vom eigenen Tor fernzuhalten. Jannis Nikolaou konnte Santiago Ascacibar gerade noch einmal vom Ball treffen (2.), doch dann lag die Kugel nach einem Eckball von Philipp Klement plötzlich im Netz von Broll: VfB-Kapitän Marc-Oliver Kempf hatte freistehend aufs Tor geschossen, Brian Hamalainen den Ball auf der Linie nicht mehr klären können. Dem Dänen, der im Fallen noch an der Pille gewesen war, wurde das Missgeschick als Eigentor angelastet (3.).

Dynamo im Angriff zu harmlos

Der Gegentreffer zeigte bei den Schwarz-Gelben Wirkung: Sie brauchten eine Weile, um sich von diesem Schock zu erholen. Erst in der 21. Minute hatte Koné, der mit Alexander Jeremejeff wieder von Beginn an eine Doppelspitze bildete, die erste gute Chance für die Sachsen: Aus 16 Metern schoss der Senegalese jedoch wenige Zentimeter links am Tor vorbei. Doch Stuttgart antwortete schnell: Orel Mangala marschierte durch das offensive Mittelfeld, sah Philipp Förster, der den Ball auf Klement ablegte. Dessen Schuss aus 18 Metern klatschte an die Latte (23.). Riesendusel für Dynamo, das eine Minute später verletzungsbedingt wechseln musste: Möschl musste raus, Max Kulke durfte sich in der Mercedes-Benz-Arena beweisen.

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(1) Kevin Broll: Streckt sich beim platzierten Volley-Abschluss von Marc-Oliver Kempf in der 3. Minute vergeblich und muss somit schon kurz nach Anpfiff machtlos zusehen, wie der Ball zur Stuttgarter Führung hinter ihm einschlägt. An der Entstehung des Eckballs hatte er aber eine Aktie, weil er dem Gegner den Ball in die Füße spielt. Nach einer knappen halben Stunde in einigen Situationen aufmerksam zur Stelle. Beim 0:2 in der 38. Minute durch Santiago Ascacibar von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und als letzter Mann auf der Linie erneut chancenlos. Starke Paraden unter anderem in der 75. und 77. Minute – hält Dynamo damit im Spiel. Der Ball vorm 1:3 durch Wamangituka in der 84. Minute wird durch Jannik Müller für ihn unhaltbar abgefälscht. Note 3,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Streckt sich beim platzierten Volley-Abschluss von Marc-Oliver Kempf in der 3. Minute vergeblich und muss somit schon kurz nach Anpfiff machtlos zusehen, wie der Ball zur Stuttgarter Führung hinter ihm einschlägt. An der Entstehung des Eckballs hatte er aber eine Aktie, weil er dem Gegner den Ball in die Füße spielt. Nach einer knappen halben Stunde in einigen Situationen aufmerksam zur Stelle. Beim 0:2 in der 38. Minute durch Santiago Ascacibar von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und als letzter Mann auf der Linie erneut chancenlos. Starke Paraden unter anderem in der 75. und 77. Minute – hält Dynamo damit im Spiel. Der Ball vorm 1:3 durch Wamangituka in der 84. Minute wird durch Jannik Müller für ihn unhaltbar abgefälscht. Note 3,5 ©

Koné hatte dann zweimal die große Chance auf das 1:1, doch der Stürmer scheiterte im Strafraum erst an einem Verteidiger, dann packte Torwart Gregor Kobel bei Konés zweitem Schussversuch zu (37.). Während der Afrikaner kein Glück hatte, machten die VfB-Profis das Tor: Ascacibar verwertete einen flachen Pass von der rechten Seite zum 2:0 - Jannik Müller war es nicht mehr gelungen, den Ball in der Mitte abzufangen.

3:1 - Stuttgart macht den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel keimte jedoch noch einmal Hoffnung bei der Fiel-Elf auf, denn Koné wurde von Phillips im Strafraum gefoult. Schiedsrichter Arne Aarnink gab den Elfmeter erst nach Studium der Fernsehbilder, doch Koné behielt die Nerven und schickte Kobel vom Punkt aus in die falsche Ecke. Das 1:2 brachte die Dresdner zurück ins Spiel, das der VfB trotz vieler Chancen einfach lange nicht für sich entscheiden konnte: Klement scheiterte bei einer der besten Szenen an Broll (75.). Dann wurde es auf der anderen Seite brenzlig, denn der eingewechselte Luka Stor verpasste erst freistehend einen Pass von Koné und scheiterte dann am guten Kobel (77./78.).

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Cristian Fiel (Dynamo Dresden ): Wir wollten diesen Schwung aus Berlin mitnehmen, auch wenn es dort ein bitterer Abschluss war. Wir wollten dem VfB nicht die Möglichkeit geben, sein Spiel aufzuziehen. Aber wir hatten immer wieder unsere Probleme, die Bälle zu verteidigen. Was unfassbar weh tut, ist so ein Fehler nach zwei Minuten, wo wir dem VfB das Tor schenken. Dann wird es natürlich nicht leichter. Wir kommen dann aus der Halbzeitpause raus und kriegen den Elfmeter. Das Selbstbewusstsein kommt zurück. Trotzdem war der VfB immer wieder gefährlich, das ist klar. Aber wenn du die Chancen, wie wir sie bekommen haben, nicht nutzt, wird es schwer, Spiele zu gewinnen. Zur Galerie
Cristian Fiel (Dynamo Dresden ): "Wir wollten diesen Schwung aus Berlin mitnehmen, auch wenn es dort ein bitterer Abschluss war. Wir wollten dem VfB nicht die Möglichkeit geben, sein Spiel aufzuziehen. Aber wir hatten immer wieder unsere Probleme, die Bälle zu verteidigen. Was unfassbar weh tut, ist so ein Fehler nach zwei Minuten, wo wir dem VfB das Tor schenken. Dann wird es natürlich nicht leichter. Wir kommen dann aus der Halbzeitpause raus und kriegen den Elfmeter. Das Selbstbewusstsein kommt zurück. Trotzdem war der VfB immer wieder gefährlich, das ist klar. Aber wenn du die Chancen, wie wir sie bekommen haben, nicht nutzt, wird es schwer, Spiele zu gewinnen." ©

Dynamos Hoffnungen auf einen Punkt zerschlugen sich so erst in der 84. Minute endgültig, denn der gerade eingewechselte Silas Wamangituka traf nach einem Stenzel-Pass glücklich zum 3:1 für die Hausherren: Müller hatte den Ball noch unhaltbar für Broll abgefälscht. Die sechste Pflichtspielniederlage in Folge war nun perfekt – jetzt ist Dynamo Tabellenletzter, da der SV Wehen Wiesbaden im Endspurt noch einen 0:1-Rückstand gegen den HSV auf- und die Sachsen im Klassement überholte.

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