21. November 2020 / 18:31 Uhr

1:4 in Kassel: Dresdner Eislöwen warten weiter auf den ersten Auswärtssieg

1:4 in Kassel: Dresdner Eislöwen warten weiter auf den ersten Auswärtssieg

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Dresdner Dennis Swinnen (l.) ist hier vor dem Ex-Weißwasseraner Clarke Breitkreuz von den Kassel Huskies am Puck
Der Dresdner Dennis Swinnen (l.) ist hier vor dem Ex-Weißwasseraner Clarke Breitkreuz von den Kassel Huskies am Puck © Mathias M. Lehmann
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Die Dresdner Eislöwen verpassen auch bei den Kassel Huskies den ersten vollen Erfolg auf fremden Eis. Das Rossi-Team verliert in Hessen mit 1:4.

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Kassel/Dresden. Die Dresdner Eislöwen müssen weiter auf den ersten Auswärtssieg warten. Sie mussten sich am Freitagabend in der DEL 2 bei den Kassel Huskies nach einem hart umkämpften Spiel mit 1:4 (1:2, 0:0, 0:2) geschlagen geben. Trotz der Niederlage boten die Schützlinge von Trainer Rico Rossi an dessen ehemaliger Wirkungsstätte keine schlechte Leistung.

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Vor allem der junge Nick Jordan Vieregge, der diesmal den Vorzug vor Riku Helenius erhielt und damit zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison kam, konnte mit vielen guten Paraden überzeugen. Erst in der kommenden Woche feiert das Goalie-Talent seinen 18. Geburtstag. „Wir haben uns etwas mehr erhofft und das Ergebnis ist ein bisschen zu hoch ausgefallen. Doch wir haben nie wirklich unsere Defensiv-Ordnung gefunden und auch das Pass-Spiel bereitete Probleme. Dennoch hat die Mannschaft alles gegeben“, schätzte Rico Rossi das Match ein.

Toni Ritter trifft zum 1:1-Ausgleich

Der Dresdner Trainer musste in diesem Spiel auf Alexander Dotzler, Steven Rupprich, Vladislav Filin und Arne Uplegger verzichten. Von Beginn an bekam Vieregge einiges zu tun, fand aber sofort gut ins Spiel. Machtlos war er allerdings in der 9. Minute, als der aus Köln ausgeliehene Nationalspieler Moritz Müller mit einem mustergültigen Pass von hinter dem Tor den gut postierten Stephan Tramm bediente. Der ließ sich die Chance nicht entgehen und netzte zur 1:0-Führung für die Huskies ein.

Als die Hausherren dann wegen zu vielen Spielern auf dem Eis eine Strafe kassierten, nutzten die Eislöwen das erste Überzahlspiel eiskalt aus. Einen Schlagschuss von Steve Hanusch beförderte der im Slot lauernde Toni Ritter zum 1:1-Ausgleich ins rechte untere Eck (16.). Doch die Kasseler schlugen fast postwendend zurück. Mit einem schnellen Spielzug hebelten sie die Dresdner Defensive kurz aus. Nach einem Querpass von Moritz Müller vollendete Corey Trivino und schob den Puck zum 2:1 (18.) in die Maschen. Einen höheren Rückstand hatte zuvor Vieregge mit einigen guten Paraden verhindert, kurz vor der Pause rettete die Latte. Huskies-Stürmer Clarke Breitkreuz sagte nach diesem Abschnitt: „Das war unser bislang bestes Drittel der Saison.“


Dresden vergibt gute Möglichkeiten

Nach der Pause kehrten die Sachsen mit viel Power aufs Eis zurück, konnten sich in der ersten Phase sogar ein wenig im gegnerischen Drittel festsetzen. Aber es sprang kein Tor dabei heraus. Sowohl Evan Trupp, Toni Ritter (22.) als auch Nick Huard (24.) scheiterten. Als Trupp dann mit einer schönen Einzelaktion ganz allein vor Huskies-Keeper Gerald Kuhn auftauchte (27.), blieb der Goalie erneut Sieger. Auch aus einem Powerplay konnten die Elbestädter kein Kapital schlagen. Das Drittel blieb weiter hart umkämpft, beide Teams schenkten sich nichts. Treffer fielen aber keine mehr. So blieb noch alles offen.

Im Schluss-Durchgang versuchten die Dresdner alles, um den Ausgleich zu erzielen, doch erneut scheiterten sie beim Abschluss, wie Huard in der 50. Minute. Stattdessen sorgten die Hausherren dann mit einem Doppelschlag von Lukas Laub zum 4:1 (55./58.) für die Entscheidung in diesem Spiel. Erst war Laub von Dominik Tiffels – ebenfalls einem ausgeliehenen Kölner Akteur – glänzend bedient worden. Beim zweiten Treffer beförderte er die Scheibe durch die Schoner des Dresdner Keepers ins Tor. Am Sonntag empfangen die Elbestädter um 17 Uhr daheim mit dem EC Bad Nauheim den nächsten Vertreter aus Hessen.