02. Januar 2019 / 21:52 Uhr

1:5! Grizzlys Wolfsburg ziehen auch bei den Adlern Mannheim den Kürzeren

1:5! Grizzlys Wolfsburg ziehen auch bei den Adlern Mannheim den Kürzeren

Jakob Schröder und Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Konnten den Spitzenreiter nicht im Zaum halten: Die Grizzlys (h. Björn Krupp, r. David Leggio) mussten bei den Adlern Mannheim (v. Andrew Desjardins) die nächste Pleite hinnehmen.
Konnten den Spitzenreiter nicht im Zaum halten: Die Grizzlys (h. Björn Krupp, r. David Leggio) mussten bei den Adlern Mannheim (v. Andrew Desjardins) die nächste Pleite hinnehmen. © dpa
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Der nächste Nackenschlag! Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg unterlag bei Tabellenführer Adler Mannheim mit 1:5 (0:1, 0:2, 1:2). Der Abstand auf die Play-Off-Plätze wuchs auf 13 Punkte. Das Tor für Wolfsburg erzielte Brent Aubin.

Die Grizzlys hatten sich einen guten Start vorgenommen – aber den gab es nicht. Nach gerade mal zehn Sekunden hatte David Wolf bereits das 1:0 für Mannheim auf dem Schläger, David Leggio im Wolfsburger Tor reagierte jedoch stark. Nach diesem Schreckmoment zeigten sich die Grizzlys dann aber engagiert und gestalteten die Partie mit einem disziplinierten Auftritt ausgeglichen.

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Mit zwei Strafzeiten in Serie brachten sich die Gäste dann selbst in Schwierigkeiten. Die erste Unterzahl-Situation überstand das Team noch schadlos, beim zweiten Powerplay-Versuch der Mannheimer klingelte es dann. Petr Pohl saß wegen einer umstrittenen Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis auf der Strafbank, Markus Eisenschmid stand am langen Pfosten frei und ließ Leggio keine Chance.

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Nach einer Rangelei am Ende des ersten Drittels durfte Wolfsburg den zweiten Spielabschnitt in Überzahl beginnen, nutzte diese aber nicht. Die folgenden Minuten waren von Strafzeiten auf beiden Seiten geprägt, ein Tor wollte aber trotz zweimaliger Überzahl für beide Teams nicht fallen. Bezeichnend für die aktuelle Verfassung des Wolfsburger Powerplays war, dass die beste Möglichkeit der Phase in Unterzahl vergeben wurde. Spencer Machacek scheiterte frei vor Dennis Endras im Mannheimer Gehäuse.

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Leggio parierte auf der Gegenseite stark gegen Tomi Huhtala. Kaum waren die Adler wieder vollzählig, verlor Jeremy Dehner die Scheibe, Chad Kolarik ließ sich nach feinem Zuspiel die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0. Der Tabellenführer wirkte mit zwei Treffern im Rücken deutlich spritziger, die Grizzlys konnten kaum mal Druck aufbauen.

Die Gastgeber luden Wolfsburg zwar mit einer weiteren Strafe zum nächsten Powerplay ein, es sprang aber wieder nichts dabei heraus. Mannheim hatte sich warm gespielt, Wolfsburg begann hinterherzulaufen, die Kräfte schwanden. Youngster Steven Raabe, der im Gegensatz zum Spiel gegen München wieder Eiszeit erhielt, ließ Kolarik zu viel Freiraum, Leggio war beim Gegentreffer zum 0:3 erneut ohne Abwehrchance.

Wolfsburgs größte Möglichkeit vergab Brent Aubin kurz vor der zweiten Pause. Dort fand Grizzlys-Stürmer Marius Möchel deutliche Worte zum Auftritt seines Teams: „Das war viel zu wenig, so können wir nicht weiterspielen. Wir sind dazu verpflichtet, uns den Arsch aufzureißen.“

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Wolfsburg bemühte sich zwar redlich, schaffte es aber nicht, sich vor dem Tor der Gastgeber festzusetzen. Mannheim war weiter spielbestimmend, dazu kamen dann auch noch haarsträubende Fehler im Wolfsburger Spiel. Spätestens, als Phil Hungerecker und Ben Smith sich zu zweit alleine vor Leggio aussuchen durften, wer den Puck versenkt, war die Begegnung entschieden.

Mangelnden Kampf konnte man Wolfsburg aber bis zum Schlusspfiff nicht vorwerfen. Aubin traf zum 1:4, knapp vier Minuten vor dem Ende nahm Wolfsburg in Überzahl sogar noch den Torhüter vom Eis – Eisenschmid markierte nach Ablauf des Powerplays seinen zweiten Treffer ins leere Gehäuse.

„Wir haben einfach zu spät angefangen, Druck aufzubauen“, analysierte Angreifer Nick Latta nach der Begegnung. „Unsere Überzahlspiele im zweiten Drittel sind nach hinten losgegangen. Das darf uns nicht passieren.“

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