18. Mai 2019 / 18:42 Uhr

1:5-Pleite gegen Leverkusen: Hertha BSC verliert zum Abschied von Dardai und Lustenberger

1:5-Pleite gegen Leverkusen: Hertha BSC verliert zum Abschied von Dardai und Lustenberger

dpa
Fabian Lustenberger (l.) und Cheftrainer Pál Dárdai (r.) stehen zum Abschied bei den Fans vor der Ostkurve
Fabian Lustenberger (l.) und Cheftrainer Pál Dárdai (r.) stehen zum Abschied bei den Fans vor der Ostkurve © dpa
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Bundesliga: Im Endspurt hat es Bayer 04 Leverkusen mit Trainer Bosz noch in die Königsklasse geschafft. Havertz, Brandt und Alario (3) treffen. Am Ende feiern auch die Hertha-Fans - vor allem ihren scheidenden Trainer Pal Dardai und Fabian Lustenberger.

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Das Sportliche stand für Hertha BSC am Samstagnachmittag im Hintergrund: Die Berliner verabschiedeten sich bei der herben 1:5-Pleite gegen Bayer 04 Leverkusen von den beiden Klub-Ikonen Fabian Lustenberger und Pal Dardai. Die Fans feierten die beiden minutenlang und bereitete beiden einen würdigen Abschied aus dem Olympiastadion bevor sie auch auf der Mitgliederversammlung am Sonntag endgültig verabschiedet werden.

Leverkusen darf nach zwei Jahren Pause wieder in der Königsklasse mitmachen. Dank des 5:1 (2:1)-Sieges bei Hertha BSC steht Bayer 04 zum zwölften Mal in der Champions League. Mit seinem 17. Saisontor eröffnete Supertalent Kai Havertz am Samstag die Toreshow in Berlin in der 28. Minute. Lucas Alario (38., 72., 88.) und Julian Brandt (54.) machten zum Saisonabschluss vor 59.287 Zuschauern im Berliner Olympiastadion die erfolgreiche Aufholjagd unter Trainer Peter Bosz perfekt. Hertha hatte im letzten Spiel unter Chefcoach Pal Dardai durch Valentino Lazaro (34.) zwischenzeitlich ausgeglichen.

In Bildern: Pal Dardai und Fabian Lustenberger verabschieden sich bei Hertha BSC mit 1:5 gegen Leverkusen.

Zur Verabschiedung von Fabian Lustenberger (3.v.l) und Cheftrainer Pál Dárdai (5.v.l) stehen Maskottchen, Manager und Spieler vor der Ostkurve im Olympiastadion.  Zur Galerie
Zur Verabschiedung von Fabian Lustenberger (3.v.l) und Cheftrainer Pál Dárdai (5.v.l) stehen Maskottchen, Manager und Spieler vor der Ostkurve im Olympiastadion.  © dpa
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Leverkusen stand vor der Partie in Berlin während der gesamten Saison kein einziges Mal auf einem Champions-League-Platz. Nun schubste Bayer (58 Punkte) am letzten Bundesliga-Spieltag Borussia Mönchengladbach (55) noch von Tabellenplatz vier. Chefcoach Bosz, der erst zu Jahresbeginn die Werkself übernommen hatte, entfachte bei Bayer ein neues Feuer: «Jetzt sind wir so nah dran, jetzt haben wir auch den Willen, es zu schaffen», hatte der Niederländer verkündet.

Viszlát Pal - tschüss Pal: Schon vor dem Spiel hatten sich Hertha und die Berliner Fans vom langjährigen Chefcoach Dardai und vom Profi Fabian Lustenberger verabschiedet. Nach 172 Pflichtspielen als verantwortlicher Bundesliga-Coach räumt der 43 Jahre alte Dardai den Trainerstuhl. «Ich habe gezeigt, dass ich Bundesliga kann», hatte der Ungar seinen Abschied kommentiert. Ante Covic, bisher Nachwuchscoach im Club, soll nun die Weiterentwicklung des Teams garantieren. Nach einer durchwachsenen Rückrunde reicht es diesmal nur zu Rang elf.

Mit der Champions-League-Qualifikation hat Bayer nun auch ein gutes Argument bei den jungen deutschen Nationalspielern Havertz (19), Brandt (23) und Jonathan Tah (23), die trotz laufender Verträge bei Topclubs im In- und Ausland hoch im Kurs stehen.

Lustenberger zum Abschied Kapitän

Defensivspezialist Lustenberger (31), der zum Abschied noch einmal die Kapitänsbinde tragen durfte, wechselt nach zwölf Jahren in Berlin zurück in seine Schweizer Heimat zu Young Boys Bern. Das Team wollte den Hertha-Urgesteinen noch einen Sieg schenken, doch das gelang nicht. Zwar begannen die Gastgeber couragiert. Schon nach drei Minuten muss Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky bei einem Kopfball von Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic eingreifen, der höchstwahrscheinlich seinen Vertrag noch einmal verlängern wird. Aber Bayer, zum sechsten Mal nacheinander ungeschlagen, war das bessere und effektivere Team.

Einzelkritik: Die Noten für die Spieler von Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen

Thomas Kraft - Note: 3. War im ersten Durchgang kaum gefordert, hielt sich sogar in der Halbzeitpause auf dem Feld warm. Zu Beginn der zweiten Hälfte mit leichten Schwächen in der Strafraumbeherrschung, als er in der 47. Minute einen Ball fallen ließ. In der 68. Minute zeigte er nach einer Ecke einen starken Reflex. Zur Galerie
Thomas Kraft - Note: 3. War im ersten Durchgang kaum gefordert, hielt sich sogar in der Halbzeitpause auf dem Feld warm. Zu Beginn der zweiten Hälfte mit leichten Schwächen in der Strafraumbeherrschung, als er in der 47. Minute einen Ball fallen ließ. In der 68. Minute zeigte er nach einer Ecke einen starken Reflex. ©

Einen Fernschuss von Wendell parierte noch Hertha-Torwart Thomas Kraft, der den am Knie operierten Stammkeeper Rune Jarstein ersetzte, (10.). Havertz zielte knapp vorbei (22.). Seven Bender scheiterte mit einem Kopfball wieder an Kraft (24.). So fiel das Leverkusener 1:0 folgerichtig: Ein langer Ball von Tah überraschte die komplette Hertha-Abwehr, Havertz vollendete entschlossen.

Angestachelt von den jüngsten beiden Blamagen zum Saisonende, als im eigenen Stadion jeweils mit 2:6 verloren wurde, schlug Hertha nochmals zurück. Nach Vorarbeit von Ibisevic und Ondrej Duda hielt Lazaro den Fuß hin. Doch Bayer ging erneut nach einem langen Pass aus der Abwehr, diesmal von Wendell, in Führung: Alario reagierte schneller als Hertha-Verteidiger Karim Rekik.

Damit war die Entscheidung im Kampf um die Königsklasse gefallen, denn Gladbach lag gegen Dortmund zurück. Brandt und nochmals Alario, der insgesamt drei Mal traf, setzten die Schlusspunkte.

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