12. August 2019 / 08:59 Uhr

1:6 gegen Wolfsburg - Dresdner Eislöwen fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit

1:6 gegen Wolfsburg - Dresdner Eislöwen fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Dresdner Neuzugang Elvijs Biezais (2. v. l.) scheitert in dieser Szene am Wolfsburger Torwart Chet Pickard.
Der Dresdner Neuzugang Elvijs Biezais (2. v. l.) scheitert in dieser Szene am Wolfsburger Torwart Chet Pickard. © Matthias Rietschel
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Die Dresdner Eislöwen feiern mit ihren Fans die Saisoneröffnung. Die Niederlage gegen die Grizzlys aus Wolfsburg fällt mit 1:6 allerdings sehr deutlich aus.

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Dresden. Für die Dresdner Eislöwen endete gestern mit dem Testspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg die erste anstrengende Vorbereitungswoche. Gegen den DEL-Klub unterlag das neuformierte Team von Bradley Gratton vor 1445 Zuschauern mit 1:6 (0:1, 0:3, 1:2).

Nur wenige Stunden zuvor erlebten rund 100 Fans an der Eishalle die Mannschaftspräsentation, bei der die Spieler nicht nur ihre Ziele für die neue Saison verrieten, sondern auch über ihren Urlaub und die persönliche Vorbereitung plauderten. Vor allem die Neuzugänge wie Kevin Lavallée ließen keinen Zweifel daran, was sie mit den Eislöwen erreichen wollen. „Meister werden“, lautete die fast einhellige Antwort. Jene Spieler, die schon länger ihre Brötchen bei den Blau-Weißen verdienen, hielten den Puck etwas flacher. Verteidiger René Kramer: „Wir sollten uns immer weiter steigern. Vor allem Konstanz ist das Wichtigste für die neue Saison.“

Tim Heyter wird „Becherspieler“

Natürlich durften die Fans auch diesmal wieder ihren „Becherspieler“ wählen. Bereits zum zehnten Mal wird durch die Anhänger der Blau-Weißen die beispiellose Aktion der Sammlung von Becherpfand durchgeführt, um für den Klub finanzielle Mittel zu generieren. Diesmal entschieden sich die Anhänger für Youngster Tim Heyter. Der 20-jährige Verteidiger, der in Bad Muskau geboren wurde und in Weißwasser bis 2016 das Eishockey-ABC erlernte, wechselte zur Saison 2016/17 ins DNL-Team der Dresdner. In der vergangenen Saison gehörte er schon zum Profikader, sammelte in 35 Spielen aber erst einmal viel Spielpraxis beim Kooperationspartner Erfurt, bevor er vor allem in den Playoffs schon zu einer echten Stütze bei den Eislöwen wurde. Heyter meinte nach seiner Wahl: „Ich fühle mich geehrt, werde jetzt in die Fußstapfen von Arne Uplegger treten, der im vorigen Jahr Becherspieler war. Ich habe noch viel vor und natürlich will ich auch das eine oder andere Tor schießen“, meinte er grinsend.

Mit dem Toreschießen klappte es bei den Dresdner Cracks später gegen Wolfsburg noch nicht ganz so gut, dennoch verkauften sich die Elbestädter beim ersten Test bereits gut. Schon als die Mannschaft aufs Eis lief, gab es viel Beifall vom Publikum in der Energieverbund-Arena. Und die Schützlinge von Bradley Gratton starteten auch mit viel Feuer, Leidenschaft und Tempo in die Partie. In den ersten drei Minuten hatte Neuzugang Dale Mitchell gleich zwei hochkarätige Chancen, einmal war nur der Pfosten im Weg. Die Eislöwen zeigten keinerlei Respekt vorm höherklassigen Klub und so entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem sich Wolfsburg als abgezockter und effektiver erwies.In der 9. Minute brachte Eric Valentin die Gäste mit 1:0 in Führung.

Wolfsburg nutzt Chancen konsequent

Im zweiten Durchgang übernahmen dann mehr und mehr die Grizzlys das Zepter auf dem Eis. Sie nutzten vor allem ihre Chancen eiskalt. So erhöhten Anthony Rech (25.), Garret Festerling (30.) und Jan Nijenhuis (39.) den Vorsprung auf 4:0. Nachdem im Schlussabschnitt Alexander Johansson (51.) und Maximilian Adam (55.) die Führung sogar auf 6:0 ausgebaut hatten, durften sich die Fans der Blau-Weißen kurz vor Schluss doch noch über das erste Saisontor ihrer Lieblinge freuen. Neuzugang Mario Lamoureux erzielte in der 58. Minute den Ehrentreffer für den Zweitligisten.

„Es war ein sehr guter erster Test. Ab dem zweiten Drittel waren die Jungs dann etwas müde. Ich habe viele gute Dinge gesehen, die Fehler werden wir natürlich analysieren. Der Unterschied zum Erstligisten war vor allem, dass er seine Chancen besser genutzt hat“, erklärte Gratton nach dem Spiel. Kapitän Thomas Pielmeier meinte: „Wir haben uns nicht versteckt. Leider haben wir im ersten Drittel unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Aber es war dennoch ein gutes Testspiel. Natürlich passieren Fehler, doch daraus werden wir lernen.“

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