07. Juni 2016 / 21:59 Uhr

1. FC Germania Egestorf/Langreder steigt auf - nach einer irren Schlussphase!

1. FC Germania Egestorf/Langreder steigt auf - nach einer irren Schlussphase!

Ulrich Bock
SPORTBUZZER-Nutzer
Die Germanen bejubeln den Aufstieg. Viele weitere Jubelbilder in der Galerie. USER-BEITRAG
Die Germanen bejubeln den Aufstieg. Viele weitere Jubelbilder in der Galerie. © Stefan Zwing
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Erst ein Handelfmeter in der Nachspielzeit bringt den Aufstieg in die Regionalliga.

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Was war das denn bitte für ein irres Finale? Bis kurz vor dem Abpfiff sah es so aus, als würde der 1. FC Germania Egestorf/Langreder den Aufstieg in die Regionalliga packen – bis zur 89. Minute führten sie im entscheidenden Relegationsspiel gegen Altona 93 mit 1:0. Dann kassierte das Team von Jan Zimmermann den Ausgleich – der Traum war jäh geplatzt. Denkste! In der Nachspielzeit nämlich wurde Christoph Beismann endgültig zum Mann des Abends. Mit einem verwandelten Handelfmeter schoss er die Germania ins Glück:

Der Elfmeter, der Germania Egestorf/Langreder in die Regionalliga bringt from Sportbuzzer on Vimeo.

Nachdem die von den Gäste-Fans auf das Feld geworfenen Luftballons zertrampelt worden waren, gab es eine kurze Abtastphase, ehe die 1200 Zuschauer an der Ammerke die erste Gelegenheit zu sehen bekamen – für die Gäste: Nach flacher Hereingabe von rechts verpasste Altonas Marc-Kemo Kranich den Ball nur knapp (9.). Die erste Gelegenheit für die Gastgeber hatte Linksaußen Torben Engelking (13.). Mehr Gefahr beschwor allerdings Altona herauf – so traf der in der ersten Hälfte sehr auffällige Kranich nach einer weiteren Flanke von rechts nur das Außennetz (20.).

Absolut sehenswert: Die Jubelbilder in der Galerie

Zu diesem Zeitpunkt ging der SV Eichede gegen den Bremer SV in Führung, ein Tor musste jetzt umso dringlicher für die Germania her. Und siehe da: Nach einem Freistoß von der linken Seite – getreten von Joshua Siegert – schlug Christoph Beismann, am zweiten Pfosten lauernd, zu: Sein Kopfball konnte von Ronny Buchholz erst hinter der Linie geklärt werden (29.).

Weil Kranich auch bei seinem Fallrückzieher in Minute 35 nicht genau genug zielte, ging es für die Gastgeber mit einem 1:0 in die Pause.

Wie zu erwarten gewesen war, kamen die Gäste druckvoll aus der Kabine. Die erste nennenswerte Gelegenheit nach dem Seitenwechsel hatten dann aber die Egestorfer durch einen Kopfball von Innenverteidiger Marek Waldschmidt nach einer Freistoßflanke (55.). Die Hamburger hatten in dieser Szene mächtig Dusel, dass sie noch in der Partie blieben.

Fortuna war ihnen weiter hold – denn wenig später sickerte die Kunde aus Steinberg durch, dass der Bremer SV ausgeglichen habe. Nun waren die Hamburger gemeinsam mit der Germania Regionalligist. Doch es wurde noch einmal turbulent: Philipp Körner hätte bereits ausgleichen müssen, schoss aus Nahdistanz jedoch drüber (72.). Besser machte es Buchholz, der Augenblicke vor dem Abpfiff für Altona zum 1:1 abstaubte (89.). Bekanntermaßen war das aber noch nicht das Ende, denn nach einem Handspiel von Buchholz war Beismann einfach nervenstark (90.+3).

  1. FC Germania Egestorf/Langreder - Altona 93 (Relegation, mit Aufstiegsjubel)
1. FC Germania Egestorf/Langreder - Altona 93 (Relegation, mit Aufstiegsjubel) Zur Galerie
1. FC Germania Egestorf/Langreder - Altona 93 (Relegation, mit Aufstiegsjubel) © Stefan Zwing

Der Rest war riesengroße Freude bei der Germania – und endlose Trauer bei Altona, das noch vom zweiten Aufstiegsplatz verdrängt wurde, weil dem SV Eichede ein zweiter Treffer gelungen war.