13. Februar 2020 / 09:31 Uhr

1. FC Heidenheim setzt sich für den Amateurfußball ein: „Eine erstklassige Idee“

1. FC Heidenheim setzt sich für den Amateurfußball ein: „Eine erstklassige Idee“

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die TSG Schnaitheim hat ein Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Heidenheim bestritten.
Die TSG Schnaitheim hat ein Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Heidenheim bestritten. © 1. FC Heidenheim
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Wie können Profi-Klubs dem Amateurfußball etwas zurückgeben? Zweitligist 1. FC Heidenheim zeigt, wie es laufen kann. Mit der Aktion „Wir für unsere Region“ geht der Zweitligist mit einem klasse Beispiel voran.

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Von so einer Kooperation träumen sicherlich viele Amateurfußball-Klubs in ganz Deutschland. Der 1. FC Heidenheim 1846 möchte den Vereinen aus der Region helfen und unterstützt die Klubs im Rahmen von Vereinsfreundschaften mit tollen Aktionen. "Der 1. FC Heidenheim 1846 hat sich zum Ziel gesetzt, Freundschaften mit Fußballvereinen aus dem Amateurbereich zu schließen. Wir möchten unsere Erfahrungen vom Weg von der Landesliga in die 2. Bundesliga an Euch weitergeben", sagt FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald.

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Aktuell stehen 151 Vereine aus der Region Heidenheim, dem gesamten Ostalbkreis, dem Alb-Donau-Kreis oder dem bayrischen Nachbarland in einer Vereinsfreundschaft mit dem Zweitligisten. Die Vereine dürfen sich nach dem Abschluss einer Vereinbarung auf einen hochwertigen Spielball und 20 Warmlaufshirts aus der Teamwear von FCH-Ausrüster Nike sowie einen Wimpel mit der Aufschrift "Wir für unsere Region" zum Aushang im Vereinsheim freuen. "Wir wollen Vereine aus unserer Region auf ihrem Weg begleiten, so wie wir in den vergangenen über 20 Jahren von den Menschen aus der Region, der Politik und Wirtschaft gefördert und unterstützt worden sind", betont Sanwald.

Neben den einmaligen Leistungen dürfen sich die Partner Jahr für Jahr auch über weitere Aktionen freuen. Dazu zählen eine Einladung für die Mannschaft und die Verantwortlichen zu einem Heimspiel des FCH, eine Teilnahme an der Vergabe eines Testspiels gegen den FCH in der Sommervorbereitung der Profis sowie regelmäßige Einladungen zu gemeinsamen Themenabenden für alle Amateurvereine in der Voith-Arena. Dabei tauschen sich die Experten des Zweitligisten mit den Vereinen aus der Region in den Bereichen Sponsoring, Nachwuchsarbeit beim FCH, Trainer-Fortbildungen und vielen weiteren Themen aus.

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"Der FCH hat den Menschen in und um Heidenheim eine Menge zu verdanken - wir möchten die Amateurvereine unserer Region mit unserem Wissen und unseren Erfahrungen als Freund begleiten", erklärt Sanwald. Als erster Klub startete der SV Bolheim eine Vereinsfreundschaft mit dem Zweitligisten. Bereits seit März 2018 ist der Verein aus dem Ortsteil von Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim mit dabei. Und so besuchten die Senioren des SV Bolheim den 1. FC Heideheim bereits. Dabei wurden die Bolheimer von den Profis Kevin Müller und Sebastian Griesbeck überrascht. "Es zeigt und unterstreicht einmal mehr, welche Verbundenheit und gute Zusammenarbeit, der doch so große 1.FC Heidenheim mit den Vereinen der Region pflegt", so Vorstand Uwe Keßler.

Das sind die prominenten #GABFAF-Unterstützer:

Freunde des Amateurfußballs: Mehr als 40 prominente #GABFAF-Unterstützer findest Du hier in der Galerie. Zur Galerie
Freunde des Amateurfußballs: Mehr als 40 prominente #GABFAF-Unterstützer findest Du hier in der Galerie. ©

TSV Scheer ist der "Vorzeigeverein"

Die Interessenten müssen sich auf die Partnerschaft mit dem erfolgreichen Klub aus Baden-Württemberg nicht bewerben. "Entweder nehmen wir Kontakt mit den Vereinen aus unserer Region auf, oder die Leute kommen auf uns zu. Es kann jeder mitmachen", sagt Martin Bürger, Ansprechpartner für die Vereinsfreundschaften beim 1. FC Heidenheim. Beim Blick auf die insgesamt 151 Vereinsfreunde ist besonders das Engagement des TSV Scheer hervorzuheben. Der Klub liegt zwar 117 Kilometer entfernet, wird aber dennoch von den Heideheimern als "Vorzeigeverein" bezeichnet.

"Wir leben diese Freundschaft. Wir nutzen beispielsweise die Eintrittskarten für den Jugendbereich und sind mit 51 Leuten zum Zweitliga-Spiel gefahren. Der 1. FC Heidenheim ist im Vergleich zu anderen Top-Klubs auf dem Boden geblieben. Da gibt es diese Zweiklassen-Gesellschaft nicht. Ich gehe auch mit meinem Sohn mittlerweile zu jedem Heimspiel", sagt Sven Osterfeld, 1. Vorsitzender und Jugendleiter des TSV Scheer.

Osterfeld: Es entsteht auch eine Fanbindung

Der offizielle Trailer: Das ist #GABFAF
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Die Freundschaft läuft seit knapp einem dreiviertel Jahr. Osterfeld steht regelmäßig mit den Verantwortlichen aus Heidenheim in Kontakt: "Es entsteht auch eine Fanbindung. Mein Sohn hat mittlerweile schon drei Trikots von Heidenheim. Jeder Jugendspieler möchte Fußball-Profi werden und möchte sich den Traum erfüllen. Und mit dieser Freundschaft kann man so einen Traum ganz anders erleben. Die Jungs möchten das Spiel sehen und den Spielern ein Stück weit näherkommen. Diese Aktion ist eine tolle Sache und eine erstklassige Idee."