19. November 2020 / 15:00 Uhr

Die Nachfrage steigt: Amateurklub kauft für Risikogruppen ein

Die Nachfrage steigt: Amateurklub kauft für Risikogruppen ein

Timm Ottenberg
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Dörr (rechts) beliefert mit dem 1. FC Iphofen Corona-Risikopatienten mit ihren Einkäufen. 
Sebastian Dörr (rechts) beliefert mit dem 1. FC Iphofen Corona-Risikopatienten mit ihren Einkäufen.  © Verein/ imago images / photothek (Montage)
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Der 1. FC Iphofen (Unterfranken) ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Amateurvereine während der Corona-Krise solidarisch engagieren können. In Zusammenarbeit mit lokalen Supermärkten übernimmt der Verein Einkäufe für Mitglieder von Risikogruppen – mit starker Resonanz. 

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Dieser Artikel ist Teil des Aktionsbündnis #GABFAF. Mehr Informationen unter gabfaf.de.

Botengänge, Bestellhotline, Einkäufe: Während der Corona-Krise haben viele Vereine aus dem Amateurfußball unterstützende Aktionen ins Leben gerufen. Einer dieser Vereine ist der 1. FC Iphofen, der mit Einkäufen für Risikogruppen Solidarität beweist.

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Inspiration für die Aktion holte sich der Verein während der ersten Corona-Unterbrechung Anfang März von den Profis vom 1. FSV Mainz 05 aus der Bundesliga: „Wir haben im Kicker gelesen, dass Mainz einen ähnliche Aktion in Leben gerufen hatte“, sagt Sebastian Dörr, der 1. Vorstand des Vereins. „Dann dachten wir uns, wenn wir eh nicht trainieren dürfen, können wir auch etwas Sinnvolles mit der freien Zeit machen.“

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Hohe Resonanz nach holprigem Start

Für die Aktion warb der Verein im Gemeindeblatt sowie auf dem Facebook-Kanal der Stadt Iphofen und auf den eigenen Kanälen auf den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram. Dennoch legte die Aktion einen eher holprigen Start hin, berichtet Dörr: „Die ersten zwei bis drei Wochen hatten wir gar keine Aufträge. Danach wurden es nach und nach immer mehr.“

Mittlerweile tätigt der Verein wöchentlich sieben bis acht solcher Einkäufe für Mitglieder von Risikogruppen. „Hauptsächlich tun wir das für ältere Personen. Die kommen meist aus einem betreuten Wohnheim mit eigenen Wohnungen bei uns in der Stadt“, sagt Dörr.

Online-Bestellung und kontaktlose Übergabe

Mit lokalen Rewe-Supermärkten hat das Projekt einen starken Partner. Die Risikopatienten können online bei Rewe ihre Einkäufe tätigen, der Verein holt diese dann ab. Aber auch per Anruf und handgeschriebenem Einkaufszettel kann beim Verein bestellt werden. Dieser übernimmt dann die Online-Bestellung und die Lieferung.

Die Übergabe erfolgt kontaktlos. Die Einkäufe werden mit Beleg vor der Tür abgestellt. Das Geld wird dem Verein im Nachhinein zurück überwiesen.

Mit diesen Übungen können Amateurfußballer sich zu Hause fit halten:

#GABFAF-Reporter René Wenzel zeigt Dir die Übungen Schritt für Schritt mit einer genauen Erklärung. Zur Galerie
#GABFAF-Reporter René Wenzel zeigt Dir die Übungen Schritt für Schritt mit einer genauen Erklärung. ©

Rasenplatz soll saniert werden

Auch der 1. FC Iphofen wurde von der Corona-Krise schwer getroffen. Das geplante Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen des Vereins fiel aus. Der Verein blieb auf den Kosten sitzen. Aus diesem Grund ist Iphofen auf der Suche nach Unterstützern, die etwas spenden möchten. Mit den Spenden soll Anfang nächsten Jahres der Rasenplatz des Vereins saniert werden.