27. Februar 2020 / 17:05 Uhr

Elf Millionen Euro fehlen: 1. FC Kaiserslautern bangt um Lizenz für 3. Liga

Elf Millionen Euro fehlen: 1. FC Kaiserslautern bangt um Lizenz für 3. Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kaiserlautern bangt um die Lizenz: Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt sucht nach Investoren.
Kaiserlautern bangt um die Lizenz: Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt sucht nach Investoren. © Christian Kaspar-Bartke, Simon Hofmann/Getty Images
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Dem Traditionsverein 1. FC Kaiserslautern drohen ungemütliche Zeiten. Dem Drittligisten fehlen derzeit rund elf Millionen Euro, um die Lizenz für die kommenden Saison in der 3. Liga zu erhalten. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

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Die Finanznot beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ist unvermindert groß. Nach Angaben von Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt fehlen dem Traditionsverein derzeit noch rund elf Millionen Euro, um die Lizenz für die Saison 2020/21 zu erhalten. Diese Summe sei nötig, "um die Liquidität bis zum 30. Juni 2021 sicherzustellen", teilte Voigt am Donnerstag mit.

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Bis zum 1. März müssen die Zulassungsunterlagen beim Deutschen Fußball-Bund abgegeben werden. Danach bleibt den Pfälzern Zeit bis Mai, die fehlenden Mittel nachzuweisen. Der Grund für die immense Summe ist der erneut hohe Lizenzspieleretat von über fünf Millionen Euro.

"So erhalten wir uns die Möglichkeit, in der 3. Liga eine Konkurrenzfähigkeit herzustellen", erläuterte Voigt. Die fehlenden Millionen sollen von Investoren bereitgestellt werden. "Ich bin guter Dinge, dass wir zu unseren Zielen kommen und die Lizenz erhalten werden", betonte der Geschäftsführer.

1. FC Kaiserslautern: Tiefer Fall nach großem Erfolg

Die 1950er Jahre, die goldenen Jahre, sind der erste Höhepunkt in der Erfolgsvita des 1. FC Kaiserslautern. 1951 nimmt FCK-Legende Fritz Walter die erste deutsche Meisterschaft für die Pfälzer entgegen (Foto), eine weitere 1953 und zwei Finalteilnahmen in den beiden folgenden Jahren schließen sich an. Zur Galerie
Die 1950er Jahre, die "goldenen Jahre", sind der erste Höhepunkt in der Erfolgsvita des 1. FC Kaiserslautern. 1951 nimmt FCK-Legende Fritz Walter die erste deutsche Meisterschaft für die Pfälzer entgegen (Foto), eine weitere 1953 und zwei Finalteilnahmen in den beiden folgenden Jahren schließen sich an. ©
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Diese Hoffnung hat der 1. FC Kaiserslautern, der derzeit ohnehin aufgrund der Entlassung von Torwart-Trainer-Legende Gerry Ehrmann im Fokus steht, allerdings seit der Ausgliederung der Profi-Abteilung 2018. Der Investor Flavio Becca sollte damals beim Drittligisten einsteigen, doch eine Bürgschaft Beccas von 2,6 Millionen Euro hat der 1. FC Kaiserslautern noch nicht angenommen - da die bis Ende des laufenden Geschäftsjahres zurückgezahlt werden müsste.

Suche nach Investoren läuft schleppend beim 1. FC Kaiserslautern

Aufsichtsrat Markus Merk, der im Dezember 2019 ins Amt gewählt wurde, sagte vor einigen Wochen dem SPORTBUZZER, dass die Suche nach Investoren schleppend verlaufen würde. "Bisher gab es Unterstützung von regionalen Sponsoren, aber noch nicht von einem Großinvestor. Wir arbeiten an einigen Partnerschaften – natürlich gemeinsam mit der Geschäftsführung, die in der operativen Verantwortung steht. Der Begriff Partnerschaft ist mir dabei sehr wichtig. Natürlich braucht der Verein Geld – aber das ist nicht alles. Wir müssen es mit den Partnern gemeinsam lösen", sagte Merk.

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