09. November 2019 / 13:58 Uhr

Offiziell: 1. FC Köln trennt sich von Trainer Achim Beierlorzer - kurzfristige Nachfolge geklärt

Offiziell: 1. FC Köln trennt sich von Trainer Achim Beierlorzer - kurzfristige Nachfolge geklärt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Achim Beierlorzer wurde als Trainer des 1. FC Köln entlassen - nach nur vier Monaten.
Achim Beierlorzer wurde als Trainer des 1. FC Köln entlassen - nach nur vier Monaten. © imago images/Mika Volkmann
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Achim Beierlorzer ist nicht mehr Trainer des Bundesligisten 1. FC Köln. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf eigene Informationen. Am Freitagabend hatte der Franke mit dem Aufsteiger in letzter Sekunde gegen Hoffenheim verloren. Zuvor hatte bereits Sportvorstand Armin Veh seinen Vertrag aufgelöst.

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Die Zeit von Achim Beierlorzer als Trainer beim 1. FC Köln ist schon wieder vorbei. Nach nur elf Spieltagen haben die Kölner sich von ihrem Chefcoach getrennt. Das bestätigten die Rheinländer am frühen Nachmittag. Der erst vor der Saison von Zweitligist Jahn Regensburg verpflichtete Beierlorzer konnte in seinen Bundesligaspielen nur sieben Punkte holen. Einen Tag nach der bitteren Last-Minute-Pleite gegen die TSG Hoffenheim (1:2) in seinem kolportierten Job-Endspiel und dem vorzeitigen Rücktritt von Sportvorstand Armin Veh zog die Klubführung nun die Konsequenzen. Zuvor war das Training abgesagt worden.

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Zunächst sollen Beierlorzers bisherige Co-Trainer André Pawlak - der in der Vorsaison schon nach der Trennung von Markus Anfang im Frühjahr kurzzeitig Kölner Chefcoach war und sogar den Aufstieg erreichte - und Manfred Schmid das Training des Aufsteigers leiten. Beierlorzer steht laut Kölner Stadt-Anzeiger die Abfindung eines Jahresgehaltes zu. Als Kandidat für eine langfristige Nachfolge kommt vor allem Bruno Labbadia in Betracht, auch wenn sich eine Verpflichtung des früheren Köln-Kapitäns offenbar als schwierig entpuppt. Deshalb soll es einen weiteren noch unbekannten Kandidaten geben.

Achim Beierlorzer: Beim 1. FC Köln "zu jeder Zeit wohl gefühlt"

„Ich bedauere es, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sehen, denn wir schätzen Achim Beierlorzer sehr", erklärte der Sportliche Leiter Frank Aehlig, der Veh kurzfristig ersetzt hat. "Jedoch ist der erhoffte sportliche Erfolg bisher ausgeblieben und es ist unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, dass der FC seine Ziele erreicht." Beierlorzer selbst bedauerte, "dass ich den FC in diesen vier Monaten nicht zum gewünschten sportlichen Erfolg führen könnte. Ich habe mich in diesem tollen Verein zu jeder Zeit wohl gefühlt."

Vehs Interims-Nachfolger führte im Beisein von Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle bei einer statt der Übungseinheit angesetzten Krisensitzung Regie. Kurz vor 10 Uhr wurde Kapitän Jonas Hector stellvertretend für das Team zur Trainer-Frage angehört. Nach den Gesprächen des Vormittags wollte Aehlig dem Vorstand und der Geschäftsführung eine "Handlungsempfehlung geben."

Beierlorzer war vor der Saison von Jahn Regensburg gekommen

Ausschlaggebend war am Ende die schwache Form der vergangenen Spiele. Köln schied erst im DFB-Pokal hochverdient gegen Viertligist Saarbrücken aus, kassierte dann eine Derby-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga und verlor schließlich in letzter Sekunde durch einen Locadia-Elfmeter gegen Hoffenheim. Es sollte trotz einer Leistungssteigerung der finale Knockout für Beierlorzer beim 1. FC Köln werden.

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Beierlorzer war erst vor der Saison für 700.000 Euro vom Zweitligisten Jahn Regensburg verpflichtet worden, wo er sich mit einer guten Saison und Gesamtrang 8 für höhere Aufgaben empfohlen hatte. Zuvor hatte der 51-Jährige als Jugendtrainer bei Greuther Fürth und RB Leipzig gearbeitet, wo er auch als Co-Trainer von Ralf Rangnick angestellt war. Für den Gymnasial-Lehrer, der in diesem Sommer seinen Beamtenstatus verlor, ist es die erste Station als Trainer in der ersten Liga. Nach anfänglicher Euphorie um seine Person geriet er aber schnell in die Kritik.

Frank Ahelig übernimmt Sportliche Leitung von Armin Veh

„Wir müssen jetzt bewerten, ob wir eine Veränderung auf der Trainerposition vornehmen müssen. Ich muss hören, was die Spieler und der Trainer sagen, fühlen und denken“, erläuterte Frank Aehlig im Anschluss an die Niederlage gegen Hoffenheim. Der bisherige Leiter des Lizenzspielerbereichs übernahm noch am Abend mit sofortiger Wirkung als Nachfolger von Veh die sportliche Leitung.

Nach Informationen des Express war im Gemeinsamen Ausschuss, der laut Satzung über Trainer-Entlassungen entscheidet, schon vor der Partie gegen Hoffenheim zwar eine Mehrheit für die Trennung von Beierlorzer. Sportchef Armin Veh, der vergangene Woche seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte, soll sich aber mit dem Wunsch nach einer weiteren Chance für Beierlorzer durchgesetzt haben.

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