12. Oktober 2020 / 12:07 Uhr

Köln-Boss Wehrle kämpft für Teil-Rückkehr von Fans: "Hygienekonzept der Klubs heranziehen"

Köln-Boss Wehrle kämpft für Teil-Rückkehr von Fans: "Hygienekonzept der Klubs heranziehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Wehrle ist seit 2013 als Geschäftsführer beim 1. FC Köln tätig.
Alexander Wehrle ist seit 2013 als Geschäftsführer beim 1. FC Köln tätig. © imago images/Eduard Bopp
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In Köln, wo die Nationalmannschaft am Dienstag gegen die Schweiz antritt und vergangene Woche gegen die Türkei spielte, sind derzeit nur 300 Zuschauer im Stadion zugelassen. Alexander Wehrle, Geschäftsführer des FC, strebt ein Umdenken an - und will bald eine Teil-Rückkehr der Fans erreichen.

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Trotz steigender Corona-Zahlen macht sich Alexander Wehrle weiter für eine Teilrückkehr der Fans stark. "Wir sollten uns grundsätzlich fragen, ob wir nur den Inzidenzwert betrachten oder das umfangreiche Hygienekonzept der Klubs heranziehen. Unseres ist als tragfähig und hervorragend eingestuft worden. Nicht nur ich frage mich, ob die bundesweit einheitliche Teamsport-Schutzverordnung noch zeitgemäß ist", sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten 1. FC Köln dem Kölner Stadtanzeiger (Montag).

Auch andere Städte mit Erstligisten stehen kurz davor, den für die Deutsche Fußball Liga (DFL) wichtigen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zu übertreffen. Nur wo dieser Wert unterschritten wird, wäre eine Auslastung von bis zu 20 Prozent der Stadion-Kapazität möglich. Bleibt es beim Grenzwert von 35, plädiert das DFL-Vorstandsmitglied Wehrle dafür, den Speckgürtel rund um die Stadt mit in die Bewertung einzubeziehen: "50 Prozent unserer Dauerkartenkunden kommen nicht aus Köln."

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1. FC Köln hat vier Geisterspiele einkalkuliert

Bleiben die Zuschauer weiterhin aus, werde es auch für den FC finanziell immer schwieriger. "Was die Liquidität angeht, ist die Saison aber komplett durchfinanziert. Doch sollte es die ganze Saison über bei Geisterspielen bleiben, müssten wir uns Fremdkapital besorgen", sagte Wehrle. Laut FC wurden vier Geisterspiele einkalkuliert. Danach hat der Klub mit rund 10.000 Zuschauern pro Partie gerechnet.

Beim Rhein-Derby zwischen dem FC und Borussia Mönchengladbach vor rund einer Woche waren nur 300 Zuschauer im Rheinenergiestadion zugelassen, ebenso beim Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Türkei (3:3) am vergangenen Mittwoch. Dass gegen die Schweiz am Dienstag (20.45 Uhr, ARD) mehr als 300 Zuschauer dabei sein dürfen, ist sehr unwahrscheinlich.