06. Mai 2019 / 22:17 Uhr

Köln kehrt nach Sieg in Fürth in die Bundesliga zurück: "Wird eine lange Nacht"

Köln kehrt nach Sieg in Fürth in die Bundesliga zurück: "Wird eine lange Nacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Spieler des 1. FC Köln feiern den Aufstieg.
Die Spieler des 1. FC Köln feiern den Aufstieg. © dpa
Anzeige

Nach einem Jahr Abstinenz ist der 1. FC Köln wieder Bundesligist. Der Traditionsverein gewann im ersten Spiel von Interimstrainer André Pawlak auch dank Jhon Cordoba ohne Probleme gegen Greuther Fürth und ist zwei Spieltage vor Saisonende sicher wieder in der 1. Bundesliga.

Anzeige
Anzeige

Krise? Welche Krise? Der 1. FC Köln hat mit einem klaren Sieg bei Greuther Fürth nicht nur die sportliche Talfahrt gestoppt, sondern auch die Rückkehr in die Bundesliga fixiert. Interimstrainer André Pawlak gewann sein erstes Spiel als Coach der Kölner mit 4:0 (3:0) und darf sich damit "Aufstiegstrainer" nennen. Nach zuvor vier sieglosen Partien in Serie hatte sich der Traditionsklub aus der Domstadt in der vergangenen Woche von Trainer Markus Anfang getrennt. Jhon Cordoba schoss allein drei Tore für die Kölner.

"Riesen-Glückwunsch an die Mannschaft und das alte Trainerteam", sagte Pawlak nach dem Spiel fair bei Sky. Auch die zweite Mannschaft der Kölner, die Pawlak eigentlich trainiert, konnte jubeln, gewann mit 5:0 gegen Fortuna Düsseldorf II und schaffte in der Regionalliga West den Klassenerhalt. "Wir haben viel geredet in der Woche." Im letzten Spiel gegen Regensburg soll ein Sieg her: "Wir werden elf Spieler auf den Platz stellen, die dieses Spiel gewinnen wollen." Der neue Trainer machte auch ein Versprechen: "Der Partybus fährt erst morgen zurück nach Köln. Wir bleiben heute hier. Es wird sicher eine lange Nacht..."

Köln-Fans feiern Aufstieg: "... dann greifen wir Europa an"

"Es ist ein ganz emotionaler Moment für die Spieler, die mit abgestiegen sind", sagte Torwart Timo Horn. "Heute so zu spielen wie ein Aufsteiger war wichtig. Wir haben die Patzer der Konkurrenz heute eiskalt ausgenutzt." Auch Marco Höger war happy: "Ich bin auch Kölner und dem Verein jetzt etwas zurückzugeben, ist überragend."

Die Mannschaft legte ohne seine Stürmer Anthony Modeste (gar nicht im Kader) und Simon Terodde (auf der Bank) stark los und ließ die immer noch latent abstiegsbedrohten Franken am Ronhof kaum zur Entfaltung kommen. Bereits in der achten Minute gelang den Rheinländern der Führungstreffer: Kainz flankte den Ball von der linken Seite in die Mitte, wo der formstarke Angreifer Jhon Cordoba vollkommen frei stand und Kleeblatt-Torwart Burchert keine Chance ließ. Zuvor hatten Kainz (3.) und Risse (6.) eine noch frühere Führung verpasst.

Glanz im Unterhaus: Diese Nationalspieler spielten in der 2. Liga

Jonas Hector ist nicht der erste Nationalspieler, der zweitklassig spielt. Lukas Podolski und Aleksandar Mitrovic sind weitere Beispiele. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die bekanntesten Zweitliga-Nationalspieler zusammengestellt. Zur Galerie
Jonas Hector ist nicht der erste Nationalspieler, der zweitklassig spielt. Lukas Podolski und Aleksandar Mitrovic sind weitere Beispiele. Der SPORTBUZZER hat die bekanntesten Zweitliga-Nationalspieler zusammengestellt. ©
Anzeige

Fürth-Boss Azzouzi zur Pause: "Einen richtigen Scheiß gespielt"

Von Fürth kam gar nichts, die Franken waren ohne den gesperrten Stürmer Keita-Ruel komplett ungefährlich im Offensivspiel. Der aufgerückte Kölner Verteidiger Schmitz (20.) hätte nach starkem Zusammenspiel mit Cordoba erhöhen müssen, doch Burchert konnte parieren. Wenige Augenblicke war der Ex-Herthaner chancenlos: Die anschließende Ecke von Risse fälschte Fürths Verteidiger Daniel Steininger (20.) unhaltbar ins eigene Tor ab.

Mehr zum 1. FC Köln

Kurz vor der Pause, die mitgereisten Kölner Fans sangen angesichts des nahenden Aufstiegs schon "Kölle Alaaf!", machte Cordoba alles klar. Der Mittelstürmer schoss aus kurzer Distanz das 3:0 - mit seinem 19. Saisontreffer nach Vorarbeit von Drexler, der bereits 17 Treffer für seine Teamkollegen vorlegen konnte.

Köln kombiniert wieder offensiven Spielwitz mit defensive Sicherheit

Damit war die Kölner Party eröffnet. Nach den letzten Wochen der kurzen Anfang-Ära zeigten die Spieler der Domstadtelf endlich wieder offensiven Spielwitz UND defensive Sicherheit - das war unter Anfang das große Manko gewesen, denn zuletzt hieß es diesbezüglich eher entweder/oder. Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi war ob der schwachen Darbietung seiner Mannschaft sichtlich frustriert. "Wir haben in der ersten Halbzeit einen richtigen Scheiß gespielt", moserte der 48-Jährige bei Sky.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Sache trotz der Fürther Hereinnahme von Ideguchi für Steininger freilich klar: Köln dominierte das Spiel, spielte sich zunächst jedoch keine wirklich zwingenden Chancen mehr heraus. Erst in der 66. Minute kam Köln erneut gefährlich für das Tor - und sofort klingelte es wieder. Nach feiner Vorarbeit von Kainz köpfte Cordoba das 4:0, sein dritter Treffer. Wie schon beim 0:1 sah Abwehrchef Caligiuri nicht gut aus.

Weitere Treffer hätten folgen können: Kainz (67.) setzte den Ball ein wenig eigensinnig in der nächsten Szene drüber, der eingewechselte Terodde (77.) scheiterte am gut aufgelegten Fürth-Keeper Burchert.

Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennst Du von oben?

Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennt ihr? Macht mit bei der <b>SPORT</b>BUZZER-Challenge! Zur Galerie
Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennt ihr? Macht mit bei der SPORTBUZZER-Challenge! ©

ANZEIGE: 50% aufs Set für deine Mannschaftsfahrt! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt