25. August 2022 / 20:56 Uhr

Wende nach Hinspiel-Pleite: Köln schlägt Fehérvár und erreicht Conference-League-Gruppenphase

Wende nach Hinspiel-Pleite: Köln schlägt Fehérvár und erreicht Conference-League-Gruppenphase

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 1. FC Köln hat die Gruppenphase der Conference League erreicht.
Der 1. FC Köln hat die Gruppenphase der Conference League erreicht. © dpa
Anzeige

Der 1. FC Köln hat sich für die 1:2-Hinspielpleite in der Vorwoche revanchiert und ist mit einem verdienten Sieg beim ungarischen Erstligisten Fehérvár FC in die Gruppenphase der Conference League eingezogen. Timo Hübers, Ellyes Skhiri und Kingsley Schindler führten die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart zum Erfolg.

Jetzt kann die Europacup-Party des 1. FC Köln so richtig beginnen. Die Mannschaft von Steffen Baumgart hat die Blamage am Balaton abgewendet und sich mindestens sechs weitere Festabende sowie wichtige Millionen-Einnahmen gesichert. Im Play-off-Rückspiel zur Conference League gewannen die Kölner beim Fehérvár FC in Ungarn mit 3:0 (1:0) und qualifizierten sich trotz der 1:2-Heimniederlage vor einer Woche noch für die Hauptrunde.

Anzeige

Damit ist die Bundesliga in der Gruppenphase des Europacups erstmals seit 14 Jahren mit acht Vereinen vertreten. Dem FC beschert die Qualifikation rund zehn Millionen Euro. Geld, das der finanziell angeschlagene und im Pokal bereits ausgeschiedene Club dringend benötigt. Innenverteidiger Timo Hübers (10.), Ellyes Skhiri (46.) und Kingsley Schindler (90.+4) erzielten die Treffer für das Team von Trainer Steffen Baumgart, der die letzten Minuten von der Tribüne aus verfolgen musste. Der Coach hatte Gelb-Rot gesehen, weil er zu lautstark protestiert hatte.

Rund 3000 Kölner Fans hatten sich am Mittag am Országalma-Brunnen in Szekesfehérvár getroffen und waren ganz in Rot zum Stadion gepilgert. Dabei blieb es größtenteils friedlich. Der FC hatte sich mit den Ungarn darauf geeinigt, dass das Gästekontingent von eigentlich 700 auf 2700 Tickets aufgestockt wurde. Vor Ort achteten die Organisatoren akribisch darauf, dass keine Gästefans in den Heimbereich gelangten, alle Tickets wurden personalisiert.

Anzeige

Baumgart schonte beim Anpfiff überraschend Jonas Hector, seinen Kapitän und Allesspieler. Wie vermutet und wie im Hinspiel übernahm der FC direkt die Initiative, doch wie im Hinspiel wehrten sich die Ungarn tapfer und setzten bei Kontern gefährliche Nadelstiche. Doch die schnelle Führung machte der FC, und das aus einer Standard-Situation, als Hübers eine Ecke von Florian Kainz einköpfte. Da die Auswärtstor-Regel abgeschafft wurde, war das Ergebnis aus dem Hinspiel damit schon egalisiert.

Ein Selbstläufer wurde die Partie für den Bundesligisten dennoch nicht. Der FC war klar dominant, zahlreiche Ecken und Flanken segelten in den Strafraum, die meisten wurden jedoch zur leichten Beute. Und trotz 13:2 Torschüssen bis zur Pause erzeugte nur der von Kainz aus etwa 20 Metern wirklich Gefahr (37.). Und so fiel das 2:0 auch nach einer Standard-Situation. Wieder war es ein Eckball von Kainz, Kristian Pedersen verlängerte, der starke Skhiri vollendete am langen Pfosten. Und die Kölner Fans sangen quasi in Endlosschleife: "Europapokal, wir sind wieder im Europapokal." Nun standen die Ungarn unter Zugzwang, doch FC-Keeper Marvin Schwäbe bestand seine erste Bewährungsprobe gegen Budu Zivzidadze mit Bravour (61.). Und Schindler setzte den Schlusspunkt.