17. Februar 2018 / 15:02 Uhr

1:1 in Köln: Hannover 96 hilft in einer dramatischen Schlussphase der Videobeweis

1:1 in Köln: Hannover 96 hilft in einer dramatischen Schlussphase der Videobeweis

Dirk Tietenberg
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Hannovers Iver Fossum springt akrobatisch zum Ball.
Hannovers Iver Fossum springt akrobatisch zum Ball. © GettyImages
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Der 1. FC Köln jubelte schon, aber nachdem Claudio Pizarro in der 94. Minute das 2:1 für die Kölner erzielte, schaltete sich der Videoschiedsrichter ein und nahm den Treffer zurück.

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Gute Stimmung im Auswärtsblock – zum ersten Mal in dieser 96-Saison. Trotzdem verlor 96 fast mit einem Kopfballtor in der Nachspielzeit durch Claudio Pizarro mit 1:2 - oder nicht? Es wurde dramatisch in der Nachspielzeit - der Videoassistent in der Kölner Nachbarschaft im Video-Keller gab den Treffer wegen Abseits nicht. Niclas Füllkrug hatte für 96 das 1:1 gesichert. 

Laute Pfiffe - Köln fühlte sich um den Sieg betrogen. Bitter für die Kölner - sie verloren nicht nur an Boden im Abstiegskampf, sondern auch Stürmer Simon Terodde, der nach einem unglücklichen Tritt von Salif Sané gegen den Kopf vom Platz getragen werden musste.

Hannover 96 zu Gast beim 1. FC Köln: Bilder zur Partie:

Josip Elez (rechts) im Zweikampf mit Kölns Salih Özcan. Zur Galerie
Josip Elez (rechts) im Zweikampf mit Kölns Salih Özcan. ©
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Der Tabellenletzte stand unter Siegdruck, aber Druck machte erstmal nur 96. Das 0:1 durch Yuya Osako war wie ein Unfall. Die erste Verkehrswidrigkeit unterlief dabei Schiedsrichter Markus Schmidt, der den (von Josip Eleu unnötig fabrizierten) Freistoß zu weit weit vor dem 96-Tor ausführen ließ. Nach der Abwehr von Sané schlitterte Felix Klaus weg – Osako nutzte das aus (30. Minute). 

Die Augenzeugen auf der 96-Bank waren außer sich vor Ärger. Ersatzspieler Florian Hübner und Kenan Karaman bestürmten den Schiri-Assistenten Sacha Thielert und mussten von Torwarttrainer Jörg Sievers zurückgehalten werden. Klare Worte fanden auch Martin Harnik und Trainer André Breitenreiter gegenüber dem Offiziellen. Es half nichts, Köln führte.

So waren die 96-Profis beim 1. FC Köln in Form:

<b>Philipp Tschauner:</b> Aufmerksam und zur Stelle, wenn er gefordert wurde. Beim Gegentor traf den Kapitän keine Schuld. Note: 3  Zur Galerie
Philipp Tschauner: Aufmerksam und zur Stelle, wenn er gefordert wurde. Beim Gegentor traf den Kapitän keine Schuld. Note: 3  ©

Jubel nach dem Ausgleich

96 antwortete mit Gegenangriffen. Niclas Füllkrug schoss nach traumwandlerischer Kombination über Sané und Iver Fossum den Ausgleich. Riesenjubel bei Füllkrug und den Augenzeugen auf der Bank. Die neuen schwarz-weiß-grünen Trikot vermischten sich im Jubel mit den schwarzen 96-Winterjacken. 96 stürmte weiter: Ihlas Bebou, Iver Fossum und Füllkrug scheiterten jeweils knapp. Köln verschaffte sich zwar Entlastung, wurde aber immer wieder vom 96-Maskenmann Sané gestoppt. Sané schützte sein Gesicht nach einer Vorverletzung – aber seine Kopfballstärke verlor er dadurch nicht.

Das war die Startelf von Hannover 96 beim 1. FC Köln:

Philipp Tschauner Zur Galerie
Philipp Tschauner ©

​Partie zerfiel nach der Pause

Beinahe hätte sich 96 kurz vor der Pause verzettelt. Breitenreiter stellte taktisch von Abwehr-Dreierkette auf Viererkette um und gab Matthias Ostrzolek ein handschriebenes Skript mit aufs Feld. Ostrzolek überreichte den Zettel an Pirmin Schwegler weiter, in der Zwischenzeit hätte Köln die lange Zeit beinahe genutzt, bis 96 sich wieder sortiert hatte.

Nach der Pause zerfiel die Partie in viele Einzelteile und Zweikämpfe. Sané trat mit einer Drehung unglücklich den Kölner Torjäger Terodde an den Kopf (59.). Der Stürmer musste von Sanitätern in der Erste-Hilfe-Liege vom Platz getragen werden. Ein Schock für die Kölner.

Kenan Karaman kam nun für Julian Korb und hatte gleich die nächste 96-Chance, aber Torart Timo Horn parierte Karamans Schlenzer (68.). Breitenreiter witterte die Siegchance und brachte auch noch Martin Harnik für Felix Klaus (71.). Aber statt nun Oberwasser zu bekommen, schwamm 96 nun zum Teil selbst – Füllkrug und Harnik hatten viel in der Defensive zu tun. Harnik prüfte in der Nachspielzeit nochmal Horn, aber der Torwart lenkte die scharfe Flanke übers Tor. Wegen der besseren zweiten Hälfte verdiente sich Köln den Punkt gegen 96 – wirklich helfen wird’s dem Tabellenletzten wohl nicht mehr.

Sportbuzzer-Redakteur Dirk Tietenberg analysiert das Spiel Hannover 96 gegen den 1. FC Köln.
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