09. Mai 2021 / 15:26 Uhr

Nach hektischer Schlussphase: Freiburg versetzt Köln Dämpfer im Abstiegskampf

Nach hektischer Schlussphase: Freiburg versetzt Köln Dämpfer im Abstiegskampf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trafen gegen Köln: Die Freiburger Ermedin Demirovic und Nils Petersen.
Trafen gegen Köln: Die Freiburger Ermedin Demirovic und Nils Petersen. © IMAGO/Beautiful Sports/Stephanie Wunderl
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Der zuletzt zwei Mal siegreiche 1. FC Köln hat im Abstiegskampf einen Rückschlag erlitten und bleibt auf dem vorletzten Platz. Gegen den SC Freiburg kassierten die Rheinländer nach einer schwachen ersten Halbzeit eine vermeidbare Niederlage.

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Der 1. FC Köln hat im Abstiegskampf der Bundesliga einen Rückschlag erlitten. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verlor die Mannschaft von Interimstrainer Friedhelm Funkel mit 1:4 (0:2) gegen den SC Freiburg und bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Während der SC nach der 0:3-Pleite gegen Hertha BSC am Donnerstag nach Toren von Nils Petersen (18.), Ermedin Demirovic (20.), Vincenzo Grifo (90.+3) und Jonathan Schmid (90.+6) eine starke Reaktion zeigte und weiter auf Rang neun steht, verpassten es die zuletzt zwei Mal siegreichen Kölner, für die Sebastian Andersson (49.) traf, zumindest vorübergehend aus den Abstiegsrängen zu springen. Bitter für den FC: Ondrej Duda (59.) jagte einen Foulelfmeter über das Tor, einem weiteren Tor durch Jan Thielmann (90.+1) zum möglichen 2:2 wurde die Anerkennung verweigert.

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Nach einer weitgehend ereignisarmen Anfangsphase hatte Freiburgs Verteidiger Philipp Lienhart nach einer Ecke die erste Möglichkeit, er verpasste aber das Tor (14.). Kurz danach ging es vor dem FC-Kasten erneut hoch her, Freiburg nutzte schlafmütziges Kölner Defensivverhalten aus. Eine Flanke von Lukas Kübler wurde von Kölns Mittelfeldspieler Ellyes Shkiri komplett unterschätzt. Davon profitierte Petersen, der im Sechzehner an den Ball kam und kaltschnäuzig vollstreckte (18.).

Weniger als 180 Sekunden später stand es 0:2. Nach einem Tempogegenstoß legte Vincenzo Grifo zu Demirovic quer, der FC-Keeper Timo Horn keine Chance ließ (20.) - das 0:2 schockte die Kölner spürbar, bis zur Pause agierten die Gastgeber lethargisch und insgesamt viel zu langsam. Ein sehr engagiert agierendes Freiburg dagegen schien dem 3:0 näher als der FC dem ersten Treffer, Roland Sallai prüfte Horn mit der letzten Chance der ersten Hälfte (40.).



Köln nach der Pause viel besser

Die Pausen-Ansprache von Funkel muss gesessen haben, denn die Domstädter kamen viel besser aus der Kabine. Eine scharfe Hereingabe des zur Pause eingewechselten Ismail Jakobs verwandelte Sebastian Andersson wuchtig zum Anschlusstor (49.). Eine erneute Jakobs-Flanke schoss Florian Kainz per Direktabnahme knapp über das Freiburger Tor, das erstmals wieder vom lange verletzten Mark Flekken gehütet wurde (56.). Jakobs blieb der Aktivposten, nach einem schnellen Konter wurde er von Kübler gelegt - Elfmeter! Duda rutschte beim Abschluss jedoch weg, der Ball ging klar über das Tor (59.).

Dieses Negativerlebnis nahm den Rheinländern etwas den Druck, die fortan zwar bemüht agierten, aber kaum noch gefährlich vor Flekkens Tor kamen. Freiburg hatte die Möglichkeit, alles klar zu machen, Horn parierte stark gegen Nicolas Höfler (90.), ehe der Ball im Freiburger Tor lag: Der Treffer von Thielmann zählte aber nicht, weil Jonas Hector den Ball am Arm hatte - Schiedsrichter Marco Fritz gab den Treffer zum großen Ärger der Gastgeber nicht (90.+1). Eine umstrittene Entscheidung, die auch vom VAR nicht einkassiert wurde. Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite, Grifo und Schmid stellten mit zwei stark ausgespielten Kontern in der dritten und sechsten Minute der Nachspielzeit auf 4:1.