18. Januar 2022 / 22:03 Uhr

"Habe ich noch nicht erlebt": Köln-Trainer Baumgart nach Elfmeter-Kuriosum gegen den HSV fassungslos

"Habe ich noch nicht erlebt": Köln-Trainer Baumgart nach Elfmeter-Kuriosum gegen den HSV fassungslos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 1. FC Köln schied gegen den HSV nach einem kuriosen Elfmeter von Florian Kainz aus.
Der 1. FC Köln schied gegen den HSV nach einem kuriosen Elfmeter von Florian Kainz aus. © Getty (Montage)
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Der 1. FC Köln muss im Achtelfinale des DFB-Pokals die Segel streichen. Gegen den Hamburger SV sorgte ein kurioser Elfmeter von Florian Kainz im Shootout für die Entscheidung. Köln-Trainer Steffen Baumgart zeigte sich im Anschluss bedient. Pechvogel Kainz entschuldigte sich indes bei seinen Teamkollegen.

Kurioser hätte der Krimi im DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV kaum enden können. Nach einem packenden Duell und einem 1:1 nach der Verlängerung musste die Entscheidung im Elfmeterschießen her. Dort stand Florian Kainz als letzter Schütze der Kölner unter Zugzwang – und traf. Doch Schiedsrichter Daniel Schlager verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Kainz war beim Schuss weggerutscht und hatte den Ball zweimal berührt. Das Tor zählte nicht, Zweitligist HSV steht dank eines 5:4-Erfolgs im Viertelfinale des Cupwettbewerbs. "Das Elfmeterschießen mit zwei Kontakten zu verlieren, das habe ich auch noch nicht erlebt", sagte der enttäuschte Köln-Trainer Steffen Baumgart im Anschluss bei Sport1.

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Der Coach des unterlegenen Bundesligisten fasste die Geschehnisse auf dem Rasen des Rhein-Energie-Stadions resigniert zusammen. "Der eine hat Glück oder das Können, der andere hat Pech oder nicht das Können." Auch Pechvogel Kainz zeigte sich nach dem kuriosen Ende der Partie bedient. "Schwierig. Wenn das gecheckt worden ist, dann wird es wohl so sein", so der 29-Jährige. "Ich rutsche weg und bin der letzte Schütze. Das ist natürlich extrem bitter für die ganze Mannschaft". Diese habe zuvor einen "Riesen-Aufwand" betrieben. "Ich kann nur sagen, dass es mir leidtut."

Kainz weiter: "Natürlich ist es für mich persönlich eine schwierige Geschichte, aber ich werde damit umgehen können. Es wird weitergehen." Teamkollege Benno Schmitz sprach von einer "bitteren und kuriosen“ Niederlage. "Der Elfmeterpunkt war sehr rutschig", meinte der 27-Jährige. FC-Torwart Marvin Schwäbe sagte: "Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren."

Beim HSV war die Stimmung nach der Überraschung gegen den klassenhöheren Bundesligisten indes deutlich besser. "Das war ein verdienter Sieg und ein richtig geiler Abend", sagte Robert Glatzel, der in der Verlängerung zunächst für die Führung sorgte (92.), ehe Anthony Modeste per Elfmeter ausglich (120.+2). Die Entscheidung beim Kainz-Elfmeter "haben wir gleich richtig verstanden, es war klar, dass er sein eigenes Bein angeschossen hat". So oder so: Der HSV steht unter den letzten acht Teams des Wettbewerbs, Köln muss nach der deutlichen Pleite gegen den FC Bayern am Samstag (0:4) dagegen den zweiten Rückschlag binnen weniger Tage hinnehmen.