19. März 2020 / 08:00 Uhr

1. FC Lok Leipzig beantragt Kurzarbeit und schickt Mitarbeiter ins Homeoffice

1. FC Lok Leipzig beantragt Kurzarbeit und schickt Mitarbeiter ins Homeoffice

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Die Tore des Bruno-Plache-Stadions bleiben auch weiterhin geschlossen.
Die Tore des Bruno-Plache-Stadions bleiben auch weiterhin geschlossen. © André Kempner
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Regionalligist 1. FC Lok Leipzig kann den Wegfall von Zuschauereinnahmen durch die weiter andauernde Unterbrechung des Spielbetriebs nicht ohne Weiteres kompensieren. Der Regionalligist setzt neben eigenen Maßnahmen deshalb auch auf Hilfe vom Staat.

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Leipzig. Mit der am Mittwoch verkündeten Entscheidung des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), den Spielbetrieb aufgrund des grassierenden Coronavirus bis zum 19. April ruhen zu lassen, ist auch für den 1. FC Lok Leipzig klar: Es geht erst einmal nicht weiter. Die Blau-Gelben haben in der Folge sämtlichen Trainingsbetrieb bis zum Ende der Osterferien eingestellt.

Mit den als Folge der verlängerten Ligapause zunächst wegfallenden Heimspielen, ergeben sich wirtschaftliche Zwänge. Neben dem in der Vorwoche abgesetzten Duell mit dem BFC Dynamo hätte Lok in den kommenden Wochen den Bischofswerdaer FV empfangen und das ausverkaufte Leipziger Derby gegen die BSG Chemie ausgerichtet. Die dafür einkalkulierten Zuschauereinnahmen fehlen dem Regionalligisten nun erst einmal schmerzlich. Immerhin pilgern im Schnitt 3225 Fans pro Partie ins Bruno-Plache-Stadion. Um nicht in finanzielle Bedrängnis zu geraten, versuchen die Verantwortlichen des Regionalligisten deshalb Kosten zu reduzieren. Wie Geschäftsführer Martin Mieth mitteilte, wird der Club für seine Angestellten Kurzarbeit beantragen, "da durch die Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes ein erheblicher Arbeitsausfall entsteht".

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01.12.1984: Oberligaderby zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und der BSG Chemie Leipzig. Endstand 4:0. Im Bild: P. Schöne. Zur Galerie
01.12.1984: Oberligaderby zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und der BSG Chemie Leipzig. Endstand 4:0. Im Bild: P. Schöne. © LVZ
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Fanshop geschlossen, Geschäftsstelle im Homeoffice

Dass das wirtschaftliche Überleben der Blau-Gelben wesentlich von den Einkünften aus den Heimspielen abhängt, hatte Präsident Thomas Löwe vor Wochenfrist mit deutlichen Worten betont. Nachdem Sachsen zunächst Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt hatte, mahnte der Vereinschef: "Wir leben davon. Man hat uns jetzt mit dieser Entscheidung bis auf Weiteres die Existenzgrundlage entzogen."

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Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle wurden unterdessen ins Homeoffice geschickt und arbeiten in Schichten. "Deshalb verringert sich auch die Erreichbarkeit der Geschäftsstelle", so Mieth. Wer sich mit Lok-Fanartikeln eindecken will, kann das seit Donnerstag nur noch online tun. Der Fanshop in der Leipziger Innenstadt hat, wie der überwiegende Teil der Einzelhandelsgeschäfte in Sachsen, bis auf Weiteres geschlossen.

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