15. Dezember 2019 / 15:56 Uhr

1. FC Lok Leipzig besiegt Rot-Weiß Erfurt und überwintert auf Platz Zwei

1. FC Lok Leipzig besiegt Rot-Weiß Erfurt und überwintert auf Platz Zwei

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
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Der 1. FC Lok überwintert durch den Sieg gegen Erfurt auf Platz Zwei der Regionalliga Nordost. © Christian Modla
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Die Loksche gewinnt ihr letztes Spiel im Jahr 2019 mit 2:1 und liegt nun mit nur zwei Punkten Rückstand auf Energie Cottbus auf Rang Zwei.

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Vor Anpfiff übergibt Rot-Weiß Erfurt statt dem obligatorischen Wimpel einen Blumenstrauß an die Gegner, im letzten Spiel des Jahres zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und den aus der Blumenstadt Erfurt angereisten Gäste geht es auf dem Spielfeld jedoch dann alles andere als zärtlich zu. In einem umkämpften Match trennen sich die Traditionsvereine 2:1, Lok überwintert damit auf Platz zwei, Erfurt bleibt seit 1980 in Leipzig sieglos. Eine Woche nach dem Rassismus-Skandal im Lok-Block geht die Fanszene nicht einfach dem Tagesgeschäft nach, sondern thematisiert den Vorfall. Es werden Flugblätter verteilt, im Stadion hängt das Banner „Lokrufe statt Affenlaute“. Angeblich soll es etwaige Rufe schon mehrmals diese Saison gegeben haben.

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Der 1. FC Lok gewinnt das letzte Spiel des Jahres mit 2:1 gegen Erfurt und überwintert auf Platz Zwei. Zur Galerie
Der 1. FC Lok gewinnt das letzte Spiel des Jahres mit 2:1 gegen Erfurt und überwintert auf Platz Zwei. © Christian Modla

Wolfgang Wolf vertraut am dritten Advent einmal mehr auf sein Stammpersonal, muss jedoch einmal wechseln im Vergleich zum Sieg gegen Hertha BSC: Leon Heynke ersetzt den gelbgesperrten Robert Berger. Das eingespielte Team findet jedoch nur schwierig in die Partie, die von Zweikämpfen abseits der Gefahrenzonen geprägt ist. Indiz für die Harmlosigkeit beider Mannschaften: der erste Torschuss erfolgt in der 25. Minute, kein einziger Schuss wird im Strafraum abgegeben. 38 Minuten sind abgelaufen, da nimmt das Geschehen schließlich Fahrt auf. Zunächst melden sich die Gästefans zum ersten Mal lautstark zu Wort, mit ihren Fans im Rücken treffen die Thüringer in Person von Lucas Surek zum 0:1 (41'). 180 Sekunden später schwappt die harte Gangart der Spieler in Tumulte am Mittelkreis um – Pierre Becken sieht nach einem sanften Streichler in Patrick Wolfs Gesicht die rote Karte.

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Vor 4337 Zuschauern gehen die Probstheidaer mit einem Mann mehr in die zweite Hälfte. Und obwohl noch Zeit bleibt, packen die Gastgeber direkt die Brechstange aus. Mit Kick and Rush zum Erfolg – sieht nicht schön aus, funktioniert aber. Für den Ausgleich sorgt, als Djamal Ziane kerzengerade eine Flanke von Sascha Pfeffer reinköpft (58'). Der Vorlagengeber jubelt dann selber: sein haltbarer Schuss in der 78. Minute findet irgendwie den Weg ins Tor. In der Schlussphase drängen die Lok-Profis auf den Ausbau der Führung, kesseln die langsam sich auflösenden Erfurter in und um ihren Strafraum, doch ein Tor gelingt nicht mehr. Auch als Matthias Steinborn alleine auf den Erfurter Schlussmann zuläuft, auf seinen ersten Treffer gegen RWE überhaupt verzichtet und auf Stephane Mvibidulu querlegt, dieser aber das leere Tor verfehlt. Ab Montag geht es für den Regionalligisten in den Urlaub.