12. März 2019 / 13:31 Uhr

1. FC Lok Leipzig distanziert sich von Ausschreitungen in Erfurt und kündigt Sanktionen an

1. FC Lok Leipzig distanziert sich von Ausschreitungen in Erfurt und kündigt Sanktionen an

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Auf dem Banner im Stadion stand: Wir kommen in Frieden. Das galt offenbar nicht für jeden der mitgereisten Lok-Anhänger.
Auf dem Banner im Stadion stand: "Wir kommen in Frieden". Das galt offenbar nicht für jeden der mitgereisten Lok-Anhänger. © Karina Hessland-Wissel
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Zug beschmiert, Personal beleidigt, rechte Parolen gerufen, Autos zerkratzt: Die Bundespolizei setzte am Wochenende 150 Lok-Fans fest. Der Regionalligist hat nun reagiert.

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Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig hat sich am Dienstag zu den Ausschreitungen beim Auswärtsspiel in Erfurt geäußert und sich von dem kriminellen Verhalten einiger Fans distanziert. Im Rahmen der Regionalligapartie gegen den FC Rot-Weiß-Erfurt am vergangenen Sonnabend waren Fans der Blau-Gelben negativ aufgefallen und hatten sich straffällig gemacht.

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Während bei dem Spiel selbst alles friedlich verlief, sollen rund 150 Lok-Anhänger, die mit der Bahn in die Blumenstadt gereist waren, den Zug beschmiert und vermüllt, Personal beleidigt und rechte Parolen gerufen haben. Das teilte die Bundespolizei am Sonnabend mit. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft Leipzig beim Amtsgericht einen richterlichen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss erwirkt, weshalb die 150 Fans auf der Rückfahrt von der Bundespolizei am Hauptbahnhof der Messestadt abgefangen und die Personalien aufgenommen wurden. In Erfurt sollen die Hooligans außerdem 50 Autos zerkratzt und beschädigt haben – insgesamt ist ein Sachschaden von 50.000 Euro entstanden.

Art möglicher Sanktionen zunächst unklar

Lok-Geschäftsführer Martin Mieth erklärte: „Der Club steht seit Samstagabend in Kontakt mit den entsprechenden Behörden und versucht Informationen über die Sachlage zu bekommen.“ Genauere Ermittlungsergebnisse seien dem Verein aus Probstheida noch nicht übermittelt worden, allerdings kündigte der 1. FC Lok bereits Konsequenzen an. „Sollten sich die Vorkommnisse bestätigen und entsprechende Personen identifiziert werden, wird der Club diese Personen, wie in der Vergangenheit auch, sanktionieren“, so der Geschäftsführer weiter. Eine Beschreibung der Sanktionen ließ der Verein noch offen.

Letztlich stellt der Verein in der Pressemitteilung klar: „Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass der 1. FC Lokomotive Leipzig, indem Sportler aus über 20 Nationen ihre sportliche Heimat haben, sich von derartigen Verhaltensweisen entschieden distanziert.“

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