17. Juni 2019 / 18:20 Uhr

1. FC Lok Leipzig eröffnet Saison am 21. Juli

1. FC Lok Leipzig eröffnet Saison am 21. Juli

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am 21. Juli wird beim 1. FC Lok Leipzig im Bruno-Plache-Stadion die Fußball-Meisterschaft von 1903 neu ausgespielt.
Am 21. Juli wird beim 1. FC Lok Leipzig im Bruno-Plache-Stadion die Fußball-Meisterschaft von 1903 neu ausgespielt. © privat
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Am 31. Mai 1903 bezwang der VfB Leipzig im Finale der ersten Fußballmeisterschaft den DFC Prag mit 7:2 und nahm die Victoria mit. Nun wird im Bruno-Plache-Stadion in Probstheida die Fußball-Meisterschaft von 1903 neu ausgespielt.

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Leipzig. Im Januar 1900 wurde in Leipzig der DFB gegründet. Drei Jahre später richtete der junge Verband die erste Fußball-Meisterschaft aus. Die Victoria, die damalige Trophäe, ging an den VfB Leipzig, der am 31. Mai 1903 in Hamburg-Altona den DFC Prag 7:2 bezwang. Nach 116 Jahren gelingt der Darmstädter Initiative 1903 der große Coup: Alle sechs Teilnehmer von einst entsenden am 21. Juli ihre Teams zum 1. FC Lok ins Bruno-Plache-Stadion.

DURCHKLICKEN: Sechs Zeitzeugen erinnern sich

<b>Frank Edmond</b> war fester Bestandteil der  Bundesliga-Elf und lief fast 35-mal für die Probstheidaer Teams auf. Schon sein Geburtsjahr war ein Fingerzeig: Als Frank Edmond 1966 geboren wurde, war der 1. FC Lokomotive Leipzig erst wenige Monate alt. Und als er mit 13 ehrfürchtig auf dem Klubgelände stand und an der Wand von Liebe, Ehre und Treue zum Verein las, schwenkte das Schicksal endgültig auf die Gleise der Lokschen ein. „Ich hatte das große Glück, zwischen ehemaligen Topspielern heranzureifen – wie Henning Frenzel, Werner Gase oder Wolfram Löwe“, sagt Frank Edmond. Der 51-Jährige lief 34-mal für Lok und VfB auf, stand 1987 im Finale des Europapokals der Pokalsieger und war Teil der legendären Bundesliga-Elf 1993/94. „Großartige Erinnerungen habe ich natürlich an unsere gemeinsamen Erfolge, wie die beiden gewonnenen FDGB-Pokalendspiele in Berlin, die großen Europacup-Abende im Zentralstadion – die unvergessen sind, sich auf die Festplatte vieler Leipziger eingebrannt haben und nicht getoppt werden können. Lok ist im wundervollen Sinne einzigartig“, sagt Edmond. Und: „Lok ist Kult!“ Zur Galerie
Frank Edmond war fester Bestandteil der Bundesliga-Elf und lief fast 35-mal für die Probstheidaer Teams auf. Schon sein Geburtsjahr war ein Fingerzeig: Als Frank Edmond 1966 geboren wurde, war der 1. FC Lokomotive Leipzig erst wenige Monate alt. Und als er mit 13 ehrfürchtig auf dem Klubgelände stand und an der Wand von Liebe, Ehre und Treue zum Verein las, schwenkte das Schicksal endgültig auf die Gleise der Lokschen ein. „Ich hatte das große Glück, zwischen ehemaligen Topspielern heranzureifen – wie Henning Frenzel, Werner Gase oder Wolfram Löwe“, sagt Frank Edmond. Der 51-Jährige lief 34-mal für Lok und VfB auf, stand 1987 im Finale des Europapokals der Pokalsieger und war Teil der legendären Bundesliga-Elf 1993/94. „Großartige Erinnerungen habe ich natürlich an unsere gemeinsamen Erfolge, wie die beiden gewonnenen FDGB-Pokalendspiele in Berlin, die großen Europacup-Abende im Zentralstadion – die unvergessen sind, sich auf die Festplatte vieler Leipziger eingebrannt haben und nicht getoppt werden können. Lok ist im wundervollen Sinne einzigartig“, sagt Edmond. Und: „Lok ist Kult!“ ©
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Dort messen sich anlässlich der Saisoneröffnung der Probstheidaer VfB Leipzig, DFC Prag, Karlsruher FV, Altonaer FC, die Magdeburger Victoria und Britannia Berlin beziehungsweise deren Nachfolgevereine. Vorstandsmitglied Volkmar Schneider sagt über den DFC Prag: „Der ehemals deutsch-jüdische Verein wurde durch die Nazis enteignet und löste sich auf. Im Nachgang unserer Denkmalveranstaltung zu Ehren des DFC vor vier Jahren konnte dieser einst so erfolgreiche und international geschätzte Klub neu gegründet werden.“ Der Initiative-1903-Vorsitzende Sebastian Bona ergänzt: „Dieser Verein ist Geschichte pur und sehr bedeutend für den damals noch jungen und teilweise angefeindeten Sport. Dass es uns gelang, alle sechs Klubs zu mobilisieren, spricht für unsere sorgfältige, akribische und stetige Arbeit im Bereich der Fußballhistorie.“

Mehr zum 1. FC Lok Leipzig

Die Initiative 1903 liefert mit dem Turnier einen Höhepunkt der Saisoneröffnung des Regionalligisten 1. FC Lok, dessen erste Elf sich am Vortag (20. Juli) eine Woche vor dem Punktspielstart in einem Testspiel mit dem Wuppertaler SV misst. Zudem wird die Ligamannschaft des Karlsruher FV erwartet, die ebenfalls am Vortag des Turniers auf die zweite Garde des 1. FC Lok treffen wird.

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