26. Juli 2019 / 21:36 Uhr

1. FC Lok Leipzig feiert 2:1-Auftaktsieg gegen Hertha II

1. FC Lok Leipzig feiert 2:1-Auftaktsieg gegen Hertha II

LVZ
Leipziger Volkszeitung
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Die Blau-Gelben hatten Grund zum jubeln: Die Loksche gewinnt gegen Hertha II mit 2:1. © Picture Point
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3115 blau-gelbe Fans hatten zum Saisonstart Grund zum jubeln: Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewinnt das Auftaktspiel.

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Leipzig. Der 1. FC Lok Leipzig feierte am Freitagabend einen schwer erkämpften, aber ebenso verdienten Auftaktsieg in die Spielzeit 2019/20 der Regionalliga Nordost. Gegen Hertha BSC II hieß es nach frühem Rückstand 2:1 (1:1). Einer eiskalte Dusche nach gerade einmal 40 Sekunden folgte ein Chancen-Feuerwerk der Gastgeber. Neuzugang Aykut Soyak (37. Minute) sowie Robert Zickert (58.) drehten die Partie.

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1. FC Lok Leipzig gewinnt das Auftaktspiel der Saison 2019/20 mit 2:1 gegen die Reserve von Hertha BSC Berlin. Zur Galerie
1. FC Lok Leipzig gewinnt das Auftaktspiel der Saison 2019/20 mit 2:1 gegen die Reserve von Hertha BSC Berlin. ©
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Früher Rückstand

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren etwas viele Zuschauer ins Bruno-Plache-Stadion gekommen. Darunter auch die Stürmer-Idole Jürgen Rische, Olaf Marschall und Thomas Brdaric, aktuell Trainer von Regionalliga-Konkurrent Rot-Weiß Erfurt. Bei der Eröffnungszeremonie wurde einem armen Knirps das Schicksal zuteil, von den Heim-Fans gnadenlos ausgebuht zu werden. 18 Jungs im Grundschulalter trugen die Vereinswappen der Teams der Regionalliga Nordost ins Stadion – darunter auch das grün-weiße eines Vereins aus Leutzsch. Die Organisatoren hatten ihn hoffentlich auf das obligatorische Anti-BSG-Chemie-Pfeifkonzert vorbereitet.

Gänzlich unvorbereitet zeigten sich die Blau-Gelben nach dem Anpfiff: Gleich in der allerersten Spielminute geriet Lok in Rückstand. Nach einem ungenauen Rückpass von Kapitän Zickert zu Torwart Lukas Wenzel vertändelte die Lok-Abwehr vor dem Strafraum den Ball, nach einem Querpass schoss Herthas Top-Talent Dennis Jastzrembski unbedrängt ein. Eine eiskalte Dusche, auf die die Probstheidaer trotz tropischer Temperaturen von 30 Grad gerne verzichtet hätten. Lok berappelte sich und hätte in der 10. Minute beinahe mit einem Traumtor geantwortet: Rechtsverteidiger Robert Berger fackelte eine (ungewollte) Bogenlampe von der Mittellinie ab, Herthas Keeper musste sich arg strecken, um zur Ecke zu klären. In der 14. Minute hatte Lok wiederum Glück, als ein Kopfball nach einer Hertha-Ecke nur an den Pfosten klatschte.

In Erfurt nachlegen

Dann die erste gute Lok-Gelegenheit: Ein Distanzschuss von Paul Schinke lenkte Hertha-Keeper Dennis Smarsch mit Mühe über die Latte (19.). In der 22. Minute hatte Ziane nach Berger-Solo den Ausgleich kurz vor dem Tor auf dem Fuß, doch Schmarsch parierte abermals. Lok drückte, immer wieder brach Berger über rechts durch, doch seine Hereingaben waren teils zu ungenau. Und der technisch beschlagene Hertha-Nachwuchs blieb gefährlich: In der 31. Minute jagte Jastzrembski eine flache Hereingabe vom Elfmeterpunkt über die Latte. Fünf Minuten später fiel doch der verdiente Ausgleich: Neuzugang Aykut Soyak nutzte einen Stellungsfehler von Schmarsch aus und schoss aus 25 Metern sehenswert ins linke untere Eck. Lok wollte direkt nachlegen und kam bis zum Pausenpfiff zu weiteren guten Chancen – die Führung für die Gastgeber lag in der Luft.

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In der zweiten Halbzeit spielte Lok genauso überlegen wie in der ersten: Nach Berger-Flanke verpassten Loks Stürmer nur um Haaresbreite (51.), nach der darauffolgenden Ecke scheiterte Schulze knapp. Nur zwei Minuten später war es wieder Schulze mit einem schönen Heber – Schmarsch parierte. Lok bot nun flüssigen Offensiv-Fußball, der die Zuschauer von den Sitzen riss. Chancen im Minutentakt, eine wehrlose Hertha-Jugend, der Führungstreffer musste fallen: In der 58. Minute veredelte Kapitän Zickert eine herrliche Freistoßflanke von Soyak zum 2:1. Das Flutlicht wurde angeknipst, stehende Ovationen, Feststimmung im „Bruno“. Nach dem Führungstreffer ließ Lok es etwas ruhiger angehen. Von den Berlinern kam erst am Ende noch ein kleines Lebenszeichen – die Junioren müssen sich augenscheinlich noch an die raueren Bedingungen bei den „Herren“ gewöhnen. Lok hat drei Punkte sicher und will am Mittwoch in Erfurt nachlegen.

Lok-Torschütze Soyak sagte nach dem Match: „So ein gutes Debüt mit einem Tor, einer Vorlage und solch tollen Zuschauern hatte ich noch nie. Die Ergebnisse der Vorbereitung haben uns nicht beeinflusst – Punkte zählen, in der Vorbereitung gibt’s nur Kekse. Bei meinem Tor habe ich gesehen, dass der Torwart schlecht stand. Ich glaube, ein Hertha-Spieler hat den Ball noch leicht mit den Stollen abgefälscht.“

Andreas "Zecke" Neuendorf (Hertha): "Lok war der verdiente Sieger in einem sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben sehr viel investiert. Wir konnten uns nicht von Loks Dauerdruck lösen, die Bälle sind nur so reingeflogen bei uns. Lok hat uns klar dominiert. Leipzig hat es einfach besser gemacht."

Björn Joppe (Lok): "Wir wussten nicht, wo wir stehen vor der Saison. Viele hatten Bedenken nach den Testspiel-Ergebnissen, ich habe aber an meine Mannschaft geglaubt. Riesen-Kompliment an das Team - wir wollten offensiver spielen und haben dann auch über 90 Minuten offensiven Pressingfußball gespielt. Nun wollen wir aber Demut behalten für die nächsten Wochen." Maximilian König

Lok: Wenzel - Berger - Urban - Zickert - Wolf - Soyak (72. Pannier) - Schinke - Salewski - Pfeffer (46. Mvibudulu) - Schulze - Ziane (75. Steinborn). Tore: 0:1 Jastrzembski (1.), 1:1 Soyak (37.), 2:1 Zickert (58.). Zuschauer: 3115.

Von Maximilian König

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