11. April 2019 / 17:44 Uhr

1. FC Lok Leipzig kann aktuell nicht aufsteigen

1. FC Lok Leipzig kann aktuell nicht aufsteigen

Fabian Held
Leipziger Volkszeitung
Lok Liepzig feiert den Treffer von matthias Steiborn zum 1:0 für die Gäste
Das Hinspiel bei Budissa Bautzen hat der 1. FC Lok Leipzig mit 2:0 gewonnen. Am Samstag steht das Rückrundenspiel bevor. © Torsten Zettl
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Trainer Björn Joppe möchte vom Aufstieg nicht sprechen. Denn das würde bei den Spielern nur Druck erzeugen. Oben mitspielen will er aber trotzdem.

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Leipzig. Ein Blick auf die Tabelle könnte bei dem ein oder anderen Fan des 1. FC Lok Leipzig für Unverständnis sorgen. Denn es gibt folgendes Gedankenmodell: Der Chemnitzer FC ist als Spitzenreiter enteilt, ob er aber die Lizenz für die 3. Liga bekommt, ist aus wirtschaftlicher Sicht ungewiss. Der zweitplatzierte Berliner AK, der am Sonntag mit 3:1 besiegt wurde, hat keine Lizenz eingereicht. Der nächste Aufstiegskandidat wäre dann also die zweite Mannschaft von Hertha BSC. Die wiederum liegt gerade einmal vier Punkte vor dem 1. FC Lok. Bei der aktuellen Form könnte da noch was gehen...

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel beim Berliner AK

Berliner AK - 1. FC Lok Leipzig 1:3 Zur Galerie
Berliner AK - 1. FC Lok Leipzig 1:3 © Thomas Gorlt
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Kleiner Haken: Auch Lok hat keine Lizenz für Liga 3 beantragt. Ist das im Nachhinein nicht doch ärgerlich? Bei der Frage muss Trainer Björn Joppe kurz lachen. „Als ich kam, waren wir 17.“, erinnert der Coach an die nicht lange vergangenen Abstiegssorgen. Mittlerweile ist der Club ein schillerndes Beispiel, wie schnell sich Stimmung und Platzierung im Fußball drehen können. Lok ist aktuell die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Nordost, das beste Rückrundenteam mit sieben Siegen, drei Unentschieden, einer Niederlage!

1. FC Lok Leipzig will offensiv spielen

Und doch bleiben sie rund ums Bruno-Plache-Stadion entspannt. „Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mit in die neue Saison nehmen können“, sagt Joppe. Die verbleibenden Spiele seien vor allem ein „Training unter Wettkampfbedingungen“. Der Teamchef will seiner Mannschaft Sicherheit im 4-4-2-System und im 3-5-2-System vermitteln. Er arbeitet an den Laufwegen, am Pressingverhalten. „Wir wollen offensiv spielen und das bedeutet viel Laufarbeit“, so Joppe.

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Im Hintergrund haben die Vorbereitungen für die kommende Spielzeit begonnen. Paul Schinke hat bereits ein neues Arbeitspapier bis zum Jahr 2021 unterschrieben. Markus Krug wird auf jeden Fall aufhören. Von den häufig eingesetzten Spielern haben Ryan Malone, Maximilian Pommer, Kevin Schulze, Djamal Ziane, Maik Salewski und Patrick Wolf auslaufende Verträge. „Wir sind in Verhandlungen“, sagt Joppe, will sich aber nicht weiter in die Karten schauen lassen. Er selbst will im September/Oktober an der Elite-Lizenz arbeiten. 2020 soll dann die A-Trainer-Lizenz folgen.

Lok-Trainer Joppe will nächste Saison „oben mitspielen“

In der kommenden Spielzeit geht es für Lok um viel. Die „Mission 2020“ endet. Das Ziel war der Aufstieg in die 3. Liga. Allerdings wurden unter diesem Titel auch viele strukturelle Veränderungen subsumiert. Der Verein hat sich professioneller aufgestellt und brauchte dafür dieses sportliche Ziel. Dennoch: Auch Joppe will in der nächsten Saison „oben mitspielen“. Allerdings sagt er auch: „Ich möchte nicht vom Aufstieg sprechen. Das erzeugt bei den Spielern, im Verein und bei den Fans nur Druck. Wir wollen oben mitspielen!“

Ungeklärt ist weiterhin, wie es nach 2020 weitergeht. Lok-Sponsor Franz-Josef Wernze half beim Profitum entscheidend mit. Die Finanzierung läuft noch eine weitere Spielzeit. Auf welchem finanziellen Niveau es danach weitergehen wird, ist derzeit offen.

Pressegespräch vor dem Punktspiel gegen Budissa Bautzen

"DAS WIRD EIN GEDULDSSPIEL" Vor dem Punktspiel gegen FSV Budissa Bautzen e.V. fand heute im Bruno-Plache-Stadion das traditionelle Pressegespräch statt. Die Fragen der Medienvertreter beantworteten Teamchef Björn Joppe und Maik Salewski. Zur Veranstaltung: 29 | Lok Leipzig - Budissa Bautzen #LOKFSV #fußballpur #125jahre

Gepostet von 1. FC Lokomotive Leipzig am Donnerstag, 11. April 2019

An diesem Sonnabend (13.30 Uhr) ist Budissa Bautzen in Probstheida zu Gast. „Jede Mannschaft hat einen Angstgegner, unserer ist Budissa“, scherzt Joppe. Von sechs Heimspielen konnte Lok gegen Bautzen noch keines gewinnen. „Wir wollen diesen Bock jetzt umstoßen“, sagt der 40-Jährige. Bautzen wäre nicht der erste, der unter die Räder des rollenden Lok-Zuges gerät.

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