13. September 2019 / 21:49 Uhr

1. FC Lok Leipzig mit Moral zu einem Punkt gegen Berliner AK

1. FC Lok Leipzig mit Moral zu einem Punkt gegen Berliner AK

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Am Freitagabend trennen sich der 1. FC Lok Leipzig und der Berliner AK 2:2. © Picture Point
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Im Spitzenspiel der Regionalliga trennen sich die beiden Mannschaften Unentschieden. Nach doppeltem Rückstand wären sogar drei Punkte drin gewesen.

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Leipzig. Der 1. FC Lok hat am Freitag im Regionalliga-Spitzenspiel gegen den Berliner AK einen zweifachen Rückstand aufgeholt, am Ende lag sogar der Siegtreffer in der Luft. Doch beide Teams trennten sich 2:2 (1:1). Lok ist damit Tabellenzweiter hinter Hertha BSC II. Im Vergleich zum Last-Minute-Sieg in Meuselwitz musste Lok-Teamchef Björn Joppe auf die gelb-rot gesperrte Abwehrkante David Urban verzichten, für den Leon Heynke in die Verteidigung und Milan Senic in die Startelf rückte, außerdem begann im Angriff Djamal Ziane für Stephane Mvibudulu. Eine (Punktspiel-)Premiere war es auf der Gegenseite für den neuen BAK-Trainer Dirk Kunert.

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Der 1. FC Lok und der Berliner AK trennen sich im Freitagabendspiel 2:2-Unentschieden. Zur Galerie
Der 1. FC Lok und der Berliner AK trennen sich im Freitagabendspiel 2:2-Unentschieden. ©
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Lok wirkte die meiste Zeit der Partie optisch überlegen, hatte mehr Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe, hatte mehr Eckbälle. Was über weite Strecken fehlte, war der entscheidende Pass und damit auch zwingende Torchancen. Hier zeigte sich der BAK einfach effektiver: Schnell und schnörkellos lief der Ball nach vorne – so wie in der 22. Minute, als die Berliner einen Konter wie aus dem Lehrbuch spielten: Linksverteidiger Marcus Mlynikowski pflügte mit viel Platz die linke Außenlinie entlang, flankte mustergültig in die Mitte, wo zuerst Ex-Chemiker Pierre Merkel per Kopf verlängerte und schließlich am langen Pfosten Abu Kargbo aus einem Meter den Ball über die Linie köpfelte (22.). Anschließend war Lok erst einmal von der Rolle und der BAK hatte Gefallen daran gefunden, Bälle zu erobern und dann schnell und gefährlich vorm Lok-Tor aufzutauchen. Symptomatisch für das Lok-Spiel der ersten Halbzeit ein Angriff in der 42. Minute, als sich Aykut Soyak zunächst wunderbar von rechts in den Strafraum tankte – es folgte halb Schuss, halb Querpass, der an Freund und Feind vorbei ins gegenüberliegende Seitenaus rollte. Kurz vorm Halbzeitpfiff trotzdem der Ausgleich, als nach der x-ten Ecke schlussendlich Kevin Schulze das Leder irgendwie über die Linie köpfte – ein Tor, das eher mit Willen als mit fußballerischer Finesse erzielt wurde.

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Was auch immer sich Lok in der Halbzeit vorgenommen hatte – zehn Minuten später führten wieder die Gäste aus Berlin: Wieder setzte sich Mlynikowski auf der linken Seite durch, wieder flankte er wunderbar in die Mitte, diesmal vollendete Pierre Merkel gleich selbst per Kopf. Doch Lok zeigte Moral, steckte niemals auf, kämpfte sich mühsam zurück ins Spiel. Zwar wollte spielerisch weiterhin nichts Großes gelingen, aber als der eingewechselte Mvibudulu im Strafraum gelegt wurde, schnappte sich nach Soyaks Auswechslung Paul Schinke den Ball und netzte zum Ausgleich ein. Schinke meinte später: "Ich wollte nicht unbedingt schießen, aber ich bin niemand, der sich vor der Verantwortung drückt. Sonst wollte keiner, also habe ich mir den Ball geschnappt." Am Schluss drückte Lok mit aller Gewalt auf den Siegtreffer – der BAK wankte, aber er fiel nicht, es blieb letztendlich beim gerechten Unentschieden. Lok-Trainer Joppe: "Das 2:2 ist ein verdientes Ergebnis für beide Mannschaften." BAK-Coach Kunert ergänzte: "Wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert - über das Resultat sind wir enttäuscht." Carsten Muschalle

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