28. Juli 2019 / 19:36 Uhr

1. FC Lok Leipzig nach dem Saisonstart: Demut statt Euphorie

1. FC Lok Leipzig nach dem Saisonstart: Demut statt Euphorie

LVZ
Leipziger Volkszeitung
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PP190726LOKB16 © Picture Point
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Die Fußballer aus Probstheida hatten am Freitag die zweite Vertretung von Hertha BSC mit 2:1 Toren bezwungen. Die Anhänger sangen schon „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“ Aber am Sonnabend und Sonntag hatten fünf Mannschaften in der Regionalliga Nordost noch höher gewonnen...

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Leipzig. Fünf Mannschaften gewannen am ersten Spieltag der Regionalliga Nordost ihre Partien mit zwei Toren Differenz. Und eben dieses Quintett platziert sich nun in der allerersten Saison-Tabelle vor dem 1. FC Lok Leipzig. Statt des 2:1 hätten die Probstheidaer am Freitag gegen Hertha BSC II auch locker ein 3:1 hinbekommen können. Andere Beobachter sprechen gar von einem 4:1 oder 5:1, das zum Auftakt möglich gewesen wäre. So überlegen schnürten die Blau-Gelben die U23-Talente des Erstligisten über weite Strecken in deren Hälfte ein. Und Lok erspielte sich bei all der Feldüberlegenheit auch eine Fülle an Gelegenheiten.

Teamchef Björn Joppe indes freute sich über das Wichtigste – die drei Punkte. Und der 40-Jährige deutete unmittelbar nach Spielschluss an, dass er zu viel Euphorie im Umfeld derzeit nicht für zielführend hält. Diese wäre womöglich ausgebrochen, hätte sich Lok Leipzig mit einem Kantersieg gleich mal an die Spitze gesetzt.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Auftaktsieg des 1. FC Lok

1. FC Lok Leipzig gewinnt das Auftaktspiel der Saison 2019/20 mit 2:1 gegen die Reserve von Hertha BSC Berlin. Zur Galerie
1. FC Lok Leipzig gewinnt das Auftaktspiel der Saison 2019/20 mit 2:1 gegen die Reserve von Hertha BSC Berlin. ©

Joppe meinte nach dem 2:1-Sieg: „Wir wussten nicht, wo wir stehen vor der Saison. Viele hatten Bedenken nach den Testspiel-Ergebnissen – aber ich habe an meine Mannschaft geglaubt. Riesen-Kompliment an das Team. Wir wollten offensiver spielen und haben tatsächlich über 90 Minuten offensiven Pressingfußball gezeigt. Wir wollen Demut behalten für die nächsten Wochen.“

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Hertha-Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf sprach von einem verdienten Lok-Sieg: „Beide Teams haben sehr viel investiert. Wir konnten uns nicht vom Dauerdruck lösen, die Bälle sind nur so reingeflogen bei uns. Lok Leipzig hat uns klar dominiert.“ Die Probstheidaer genossen die Ehrenrunde, wissen aber genau: Am Mittwoch wartet bei Rot-Weiß Erfurt eine knallharte Auswärtsaufgabe.