22. September 2020 / 18:33 Uhr

1. FC Lok Leipzig spielt bei Optik Rathenow in der „Champions League“

1. FC Lok Leipzig spielt bei Optik Rathenow in der „Champions League“

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Ziane Djamal (links) beim Regionalligaspiel Optik Rathenow gegen Lok Leipzig
 im Februar 2020 im Stadion „Vogelsang“
Ziane Djamal (links) beim Regionalligaspiel Optik Rathenow gegen Lok Leipzig im Februar 2020 im Stadion „Vogelsang“ © Thomas Gorlt
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Die blau-gelben Leipziger müssen am Mittwoch (19 Uhr) bei Optik Rathenow ran. Für die Gastgeber ist dieses Regionalligaspiel mit der „Champions League“ zu vergleichen und die Begegnung mit dem 1. FC Lok, dessen Kader inzwischen komplett bist, ein echtes Highlight der Saison. Drum werden die Brandenburger ein super Spiel zeigen wollen...

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Leipzig. Als Ingo Kahlisch 1989 sein Engagement bei Optik Rathenow antrat, war – bis auf Sascha Pfeffer – noch kein aktueller Profi des 1. FC Lokomotive Leipzig geboren, spielte Trainer Almedin Civa als Siebzehnjähriger noch in der Jugend der Reinickendorfer Füchse. 31 Jahre später ist das junge Leipziger Team am Mittwoch (19 Uhr) beim kultigen Coach der Brandenburger im Stadion Vogelgesang in der Regionalliga Nordost zu Gast. Für Optik Rathenow und Coach Kahlisch ist die Regionalliga nach eigener Aussage die „Champions League“.

Dass die Probstheidaer während Kahlischs Amtzeit zur Welt gekommen sind, ist kein Zufall. Almedin Civa setzt voll auf die Jugend, möchte junge Spieler. So wie die beiden Neuzugänge, die Anfang der Woche verkündet worden sind: Innenverteidiger Luca Sirch (21), Stammspieler von Bayern-Regionalligisten Memmingen, und Mittelfeldmann Edvardas Lucenka (23) vom VFC Plauen verstärken den Kader, der nun ein Durchschnittsalter von 24,5 Jahren aufweist.

DURCHKLICKEN: Der 3:1-Auswärtssieg der Probstheidaer im Februar 2020

Der 1. FC Lok Leipzig hat seinen Platz an der Tabellenspitze durch einen souveränen 3:1-Sieg beim FSV Optik Rathenow verteidigt. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig hat seinen Platz an der Tabellenspitze durch einen souveränen 3:1-Sieg beim FSV Optik Rathenow verteidigt. ©

Zwei Spielertypen, die Civa noch gesucht hatte. Weitere Neuzugänge, erklärt der 48-jährige Bosnier, soll es nicht mehr geben, die Kaderplanung sei vollendet.

Der Kader ist komplett

Ob die Neuen beim Flutlichtspiel des siebten Spieltags eingesetzt werden, ist allerdings fraglich. Civa hat eine funktionierende Startelf gefunden, mit Tom Nattermann, Gabriel Boakye, Nils Stendera oder Zak Paulo Piplica erste Rotationsanwärter. Klar ist: Die zu Beginn der Saison ziemlich verwaiste Lok-Ersatzbank ist nun voll, Wechsel und Schonungen in der englischen Woche ohne Bedenken möglich. „Der Akku ist okay. Ich bin auch kein Freund davon, zu viel zu rotieren“, verrät der Trainer und Sportdirektor.

„Es geht wieder bei 0:0 los“, versucht der Trainer außerdem, im Vorfeld Demut walten zu lassen. Denn die Rollen sind klar verteilt: Optik Rathenow ist Tabellen-Vorletzter, hat die letzten beiden Partien gegen Fürstenwalde in der Liga und im Pokal 1:5 und 1:6 verloren; die Probstheidaer dagegen sind seit nunmehr fünf Matches ungeschlagen, haben am letzten Wochenende den Chemnitzer FC dominiert. Doch Vorsicht ist geboten: Ingo Kahlisch hat Erfahrung, und zwar reichlich.