14. Februar 2020 / 21:03 Uhr

 1. FC Lok Leipzig trifft auf den VfB Auerbach

 1. FC Lok Leipzig trifft auf den VfB Auerbach

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Lok Trainer Wolfgang Wolf 

Spiel 1. FC Lokomotive Leipzig (Lok) vs SV Babelsberg 03, Fußball, Regionalliga Nordost, 21.10.2019
Lok-Trainer Wolfgang Wolf wir seinen kader komplett ausschöpfen. © Christian Modla
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Noch geht zu wenig Gefahr vom Angriff des 1. FC Lokomomtive Leipzig aus. Gelingt den Leipzigern gegen den VfB Auerbach eine Kehrtwende?

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Benjamin Kirsten nennt sie Büffel. Wolfgang Wolf vertraut ihnen blind, seit neun Spielen stehen beide ununterbrochen gemeinsam in der Innenverteidigung, kein Spiel wurde verloren. David Urban und Kapitän Robert Zickert sind gesetzt beim 1. FC Lok Leipzig und unzertrennlich – eigentlich. Urban, Freistoßtorschütze gegen Energie Cottbus, fehlt nämlich am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Auerbach (13.30 Uhr) aufgrund seiner zehnten gelben Karte.Das Prunkstück des Fußballregionalligisten, die Defensive, die in den zweiten 45 Minuten gegen Cottbus allerhand zu tun hatte, muss also umgebaut werden.

„Ich werde den Kader komplett ausschöpfen“, kündigt Wolf noch weitere Wechsel an. Einige Spieler sind angeschlagen, der Pfälzer wolle bei niemandem ein Risiko eingehen. Wer wie wo spielen wird, das wisse der 62-jährige Fußballlehrer noch nicht, es komme darauf an, wie er durchmischt und was ihm noch einfalle.

Noch kein Stürmertor im Jahr 2020

Leon Heynke, normalerweise etatmäßiger Außenverteidiger, oder Peter Misch werden wohl die Lücke besetzen. Wolf-Filius Patrick könnte nach hinten rücken, Neuzugang Niklas Brandt sein Startelfdebüt im Mittelfeld geben. Alles hypothetisches Taktiktafelgeschiebe.

Auch, dass Auerbachs Toptorschütze Marc-Phillipp Zimmermann ebenfalls gelb gesperrt fehlt. „Es war mir schon immer egal, wer vom Gegner aufläuft“, interessiert sich Wolf nicht für Zimmermanns Ersatz. Auf der Pressekonferenz wirkt Wolf etwas angeschlagen, die Woche nach dem 2:2 in Cottbus war anstrengend: „Wir haben schon einiges angesprochen diese Woche. Wir haben noch nie ein Spiel so lange ausgewertet.“

Die Erkenntnisse: „Wir spielen zu passiv, wenn wir in Führung gehen“, und: „Am Sonntag brauchen wir Typen, die anlaufen, die die Geduld nicht verlieren und sich nicht verrückt machen, wenn die Zuschauer ungeduldig werden.“ „Geduldsspiel“ – das betont Wolf immer wieder vor der Partie gegen den Neuntplatzierten. Er, der nach eigener Aussage nicht aus der Ruhe zu bringen ist, befürchtet einen dicken Abwehrriegel. Und das, während die Lok-Offensive leicht stockt. Noch kein Stürmertor im Jahr 2020, kaum Torchancen gegen Viktoria Berlin und wieder zwei Standardtreffer gegen Cottbus – noch geht zu wenig Gefahr vom Angriff der Probstheidaer aus.

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Vorletzter in der Fairnesstabelle

Aykut Soyak, der nach seiner Augapfelquetschung noch nicht in Wettkampfform ist, und seine 13 Scorerpunkte werden schmerzlich vermisst, Sascha Pfeffer mit je erst einem Tor und einer Vorlage nach seiner Verletzung noch nicht da, wo er sein könnte und möchte. Ob Wolf auch vorne umstellt, bleibt sein Geheimnis. Letzte Woche sprach er Pfeffer und Steinborn quasi eine Stammplatzgarantie aus. Romario Hajrulla, Stephane Mvibudulu und Ishmael Schubert-Abubakari werden dennoch mit den Stürmerhufen scharren. „Wir müssen das Spiel gewinnen, wenn wir oben dran bleiben wollen“, nimmt Wolf alle in die Pflicht.

Er spürt, dass was geht: „Bei RB freuen sie sich, wenn gegen die Bayern 5000 Fans mitkommen. Bei uns waren 2000 in Cottbus – in der vierten Liga. Da sieht man die Verhältnismäßigkeit. Was wir bewegen können, wenn wir die richtigen Schritte machen und die Tradition wieder aufleben lassen durch Erfolge.“ Glücklich ist Loks Sportboss darüber, dass gegen Auerbach nur Urban fehlt. Mit Zickert, Wolf und Matthias Steinborn stehen schon die nächsten Stammspieler auf der Warteliste für eine Gelbsperre.

Lok spielt häufiger an der Grenze des Erlaubten, ist Vorletzter in der Fairnesstabelle und hat die meisten Verwarnungen in der RL Nordost. Urbans zehn oder Maik Salewskis zwölf gelbe Kartons sprechen Bände. Karten verteilen wird am Sonntag der Berliner Philipp Kutscher. Der ursprünglich angedachte Schiedsrichter Henry Müller wurde abgesetzt, ist nämlich Mitglied beim Aufstiegskonkurrenten Energie Cottbus. Der Meisterschaftskampf läuft.

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