13. April 2019 / 16:03 Uhr

1. FC Lok Leipzig und Budissa Bautzen trennen sich torlos

1. FC Lok Leipzig und Budissa Bautzen trennen sich torlos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zweikampf zwischen Philipp Dartsch (FSV Budissa Bautzen #19) und Robert Berger (1. FC Lok Leipzig #2)
1. FC Lok Leipzig - FSV Budissa Bautzen am 13.04.2019 in Leipzig, Stadion Bruno Plache
Foto: Torsten Zettl
Zweikampf zwischen Philipp Dartsch (FSV Budissa Bautzen #19) und Robert Berger © Torsten Zettl
Anzeige

Keine Treffer in Probstheida: Die Partie zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und den Gästen aus der Lausitz endete am Samstagnachmittag 0:0. Coach Björn Joppe war anschließend nicht zufrieden.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bot die erste Hälfte nichts, woran sich die 2.143 Zuschauer – davon zwei mitgereiste Bautzener im Gästeblock – erwärmen konnten. Der 1. FC Lok versuchte vergeblich, sein Kombinationsspiel aufzuziehen, scheiterte immer wieder daran, Lücken zu finden im dichten Abwehrblock der Budissen, die in der Defensive mit einer Fünferkette und einer Viererkette davor die Räume eng machten. Während sich die Hausherren ein ums andere Mal in diesem Defensiv-Dickicht verirrten, versuchten die Gäste schnell zu kontern, was auch nur selten wirklich gefährlich gelang. Die beste Möglichkeit hatte dabei Niclas Treu, der in der 12. Minute einen strammen Flachschuss aus 15. Metern knapp neben den linken Pfosten setzte. Auf der anderen Seite war es Steinborn, der eine Hereingabe von Berger aus spitzem Winkel aufs Tor brachte, aber an Ex-Lok-Ersatztormann Schulz im Budissen-Kasten scheiterte (41.). Ansonsten gab es auf beiden Seiten viele Abspielfehler und Ungenauigkeiten, viel Kampf und Krampf und wenig durchdachte oder ansatzweise zwingende Spielzüge.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel in Probstheida

Keine Tore gab es zwischen dem gastgebenden 1. FC Lok Leipzig und Budissa Bautzen. Zur Galerie
Keine Tore gab es zwischen dem gastgebenden 1. FC Lok Leipzig und Budissa Bautzen. © Torsten Zettl
Anzeige

Einer der Höhepunkte des Spiels lag in der Halbzeit: Uwe Zimmermann, seit dreißig Jahren Physiotherapeut in Probstheida, wurde zum 60. Geburtstag gratuliert. „Zimbo“ knetete Ende der 80er Nationalspieler wie René Müller oder Ronald Kreer, später die Bundesliga-Beine der VfB-Kicker und blieb auch ach der Neugründung 2004 den Blau-Gelben treu. Der Mann sieht mit den Augen zwar nicht so gut, mit den Händen dafür umso mehr und ist deswegen nicht nur für die Fußballer des 1. FC Lok als Physio die erste Wahl.

Ziane passt statt zu schießen

In Halbzeit zwei stellte Lok-Coach Björn Joppe um: Statt mit einer Dreierkette, die defensiv zu einer Fünferkette wurde, agierte Lok jetzt mit Viererkette. Mit einem Mann mehr im Mittelfeld und Pommer für Salewski kam tatsächlich auch etwas mehr Schwung in die Aktionen der Leipziger, die zunächst zweimal durch Steinborn gefährlich wurden (51./nach Solo drüber, 57./aus spitzem Winkel). Doch auch Budissa hatte gute Konterchancen, hätte durch Treu (52.) und Kasiar (61./70.) in Führung gehen können. Die vielleicht größte Möglichkeit hatte Loks Ziane, der den Ball aus fünf Metern jedoch quer legte – Malone kam am langen Pfosten jedoch nicht mehr an den Ball. Hinzu kam auf beiden Seiten jeweils ein Treffer, bei dem die Schützen (Zickert für Lok, Schmidt für Budissa) klar im Abseits standen.

Am Ende eine verdiente Punkteteilung in einer Partie, die den meisten Zuschauern vor allem wegen der klirrenden Kälte in Erinnerung bleiben wird, die sie während der 90 Minuten ertragen mussten. Immerhin für den 1. FC Lok: Wieder mal zu Null und das achte Punktspiel in Folge ohne Niederlage. Und gute Nachricht für alle Fans: Am kommenden (Grün-)Donnerstag kommt die VSG Altglienicke zum nächsten Heimspiel ins Bruno-Plache-Stadion (19 Uhr) – die Temperaturen sollen bis dahin wieder auf Frühling steigen, einem warmen Osterkick unter Flutlicht steht also nichts im Weg.

Das sagten die Trainer:

Petrik Sander (Trainer Budissa Bautzen): „Es war ein sehr intensives Spiel. In der Situation, in der wir uns befinden, kann man nicht Hacke, Spitze spielen. Beide Mannschaften haben versucht, Tore zu erzielen – insbesondere in Halbzeit zwei. Wir spielen ordentlich, aber uns fehlt die Genauigkeit und teilweise auch das Selbstvertrauen. Ich bin mit dem Punkt dennoch zufrieden, denn hier in Leipzig haben noch nicht viele Mannschaften gepunktet.“

Björn Joppe (Trainer 1. FC Lok): „Vor ein paar Monaten wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen, jetzt ist das nicht mehr so. Wir wollten gewinnen, wollen in der Tabelle weiter klettern. Am Anfang sind wir zu schlecht ins Spiel gekommen, gab es zu viele Ungenauigkeiten. Das Ergebnis war leistungsgerecht, wir hätten wohl noch ewig spielen können, ohne dass ein Tor fällt. Ich will aber nicht alles schlecht reden – auch wenn wir heute nicht gut gespielt haben – immerhin hat unsere Serie gehalten und wir können nicht jedes Spiel so überzeugend sein wie zuletzt, auch wenn das natürlich unser Anspruch ist.“

Carsten Muschalle

Die Statistik zum Spiel:

Lok: Kirsten – Malone, Wolf, Zickert – Schinke – Berger, Pfeffer, Salewski (46. Pommer), Pannier (84. Misch) – Schulze (59. Ziane), Steinborn.

Bautzen: C. Schulz – Wockatz, Dartsch, Patka, Weiß – Ciapa, Hoßmang – Schmidt (86. Krautschick) Treu (84. Merkel), Krahl – Böhnisch (57. Kasiar).

Schiedsrichter: Ostrin (Eisenach)

Zuschauer: 2.143

ANZEIGE: 50% auf dein Präsentations-Trainingsanzug! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt