18. Mai 2019 / 15:31 Uhr

1. FC Lok Leipzig verliert letztes Saisonspiel gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf

1. FC Lok Leipzig verliert letztes Saisonspiel gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf

LVZ
Leipziger Volkszeitung
XXX beim Spiel 1. FC Lokomotive Leipzig (Lok) vs FC Oberlausitz Neugersdorf, Fußball, Regionalliga Nordost, 18.05.2019
Der 1. FC Lok Leipzig musste im letzten Saisonspiel gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf eine 1:2-Heimniederlage einstecken. © Christian Modla
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Kein Sieg zum Abschied: Der 1. FC Lok Leipzig und Kapitän Markus Krug verlieren das Spiel zum Saisonabschluss gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf mit 1:2.

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Leipzig. Sonne, Markus Krug und ein lauer Sommerkick: Zum Saisonabschluss wurde im „Bruno“ noch einmal ansprechender Fußball gezeigt. Nach einer starken ersten Hälfte verliert der 1 FC. Lokomotive Leipzig gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf mit 1:2. Die Leipziger verabschiedeten ihre Spieler nicht nur in die Sommerpause, sondern auch eine Vereinslegende.

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1. FC Lok Leipzig - FC Oberlausitz Neugersdorf Zur Galerie
1. FC Lok Leipzig - FC Oberlausitz Neugersdorf © Christian Modla
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In seinem 219 und letzten Pflichtspiel für die Blau-Gelben machte sich die Vereinslegende Markus Krug zur sportlichen Rente selbst das größte Geschenk. Denn besondere Umstände erfordern besondere Elfmetschützen. Der Kapitän schoss seine Lok in der 24. Spielminute zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung und verwandelte den von Matthias Steinborn herausgeholten Strafstoß. Staubtrocken – und in der Manier eines Torjägers. Zuvor skandierte das ganze Stadion seinen Namen.

Vereinspräsident Thomas Löwe verabschiedete vor dem Spiel neben Krug auch Ryan Malone (wechselt zum VfB Lübeck) und Torwart Christopher Hanf, dessen sportliche Zukunft ungewiss ist.

ABPFIFF IM BRUNO! 
💙💛 Lieber Krugi, wir sagen DANKE für 10 Jahre großes Engagement, unendliche Liebe und grenzenlose...

Gepostet von 1. FC Lokomotive Leipzig am Samstag, 18. Mai 2019

Ausgleich vor der Halbzeitpause

Der FC Oberlausitz Neugersdorf kickte auch noch mit. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Wobei die Probstheidaer vor allem über die linke Seite Gefahr ausstrahlten. Die logische Konsequenz: Die Führung durch Markus Krug. Danach flachte die Partie zunehmend ab. Als sich alle schon in der Kabine wähnten, kullerte das Leder doch noch ins Leipziger Tor. Josef Marek wurde von der Lok-Hintermannschaft bei einem Eckball kurz vor dem Seitenwechsel sträflich allein gelassen. Der köpfte via Innenstange den Ball ins Tor.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine körperlich fair geführte Partie. Speziell Ryan Malone war in dieser Phase überall zu finden, ohne dabei Zählbares auf den Weg zu bringen. Und so machte Josef Marek dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte: Tore schießen. In der 58. Minute schob er den Ball nach einer mustergültigen Hereingabe zur 1:2-Führung ins leere Tor. Für die Mannschaft von Teamchef Björn Joppe ein absoluter Rhythmusbrecher.

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Nach Krug-Auswechslung: Loks Offensive funktioniert nicht

Das war kurz danach jedoch nebensächlich. Denn die 2649 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion wurden ein bisschen melancholisch. Der Führerstand hat keinen Lokführer mehr. Markus Krug räumte in der 63. Minute unter stehenden Ovationen seinen Platz in der Innenverteidigung – und das für immer.

In Folge wirkten die Blau-Gelben auch am Spielfeld etwas traurig. Im Spiel nach vorne funktionierte für Lok kaum etwas. Beinahe jeder Angriff hatte dieselbe Endstation: den gegnerischen Sechszehner. In der letzten Minute konnte der scheidende Hanf einen noch größeren Rückstand aus der der Leipziger verhindern.

Die Stimmen zum Spiel:

Joppe zu Krug: "Wir wollten Markus einen besseren Abgang bieten. Mich freut es sehr, dass er noch einmal ein Tor schießen konnte. Er ist jetzt traurig und stolz zugleich. Einfach ein hervorragender Sportsmann, der uns charakterlich auf jeden Fall fehlen wird."

Joppe zum Spiel: "Ich will eigentlich gar nicht zu viel sagen. Sonst muss mich jemand festhalten. Bei so einer Leistung muss man eigentlich die ganze Mannschaft austauschen."

Joppe zur nächsten Saison: "Wir bereiten uns vehement auf die nächste Saison vor. Wir haben ein ganz klares Ziel: Meister werden. Das schaffen wir aber nur gemeinsam, da meine ich auch die Fans. Die Fans müssen zusammen rücken, wie gegen Chemnitz. Dann haben wir eine unglaubliche Stimmung, die Spieler pushen kann."

Von Alexander Krenn

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