12. Dezember 2019 / 18:49 Uhr

1. FC Lok Leipzig vor zukunftsweisendem Jahr

1. FC Lok Leipzig vor zukunftsweisendem Jahr

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Das Jahr 2020: Ein richtungsweisendes für den 1. FC Lok Leipzig.
Das Jahr 2020: Ein richtungsweisendes für den 1. FC Lok Leipzig. © Kempner
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Das letzte Spiel des Kalenderjahres steigt am Sonntag daheim gegen Rot-Weiß Erfurt.

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Leipzig. 2020 wird kein einfaches Jahr für den 1. FC Lokomotive Leipzig. Nahezu alle Spielerverträge laufen aus, der Vertrag mit Hauptsponsor und -geldgeber ETL auch, ohne sportlichen Erfolg wird es schwer, das Profitum in Probstheida beizubehalten. Die Feiertage werden daher für Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf oder Geschäftsführer Martin Mieth vermutlich nicht komplett erholsam, denn auch an der Lizenz für Liga Drei muss gebastelt werden.

Doch Stress lässt sich bekanntlich mit Erfolgserlebnissen leichter ertragen. Und die gab es für die Probstheidaer 2019 zuhauf, weswegen es sich vor dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag gegen Rot-Weiß Erfurt lohnt, noch einmal anaylsierend zurückzublicken.

Transfers. Im Sommer wurde der Kader insbesondere in der Breite verstärkt, mit Aykut Soyak außerdem ein Standardspezialist und Wirkungsspieler verpflichtet, der der ambitionierten Mannschaft direkt weiterhalf – 13 Scorerpunkte machen den Offensivspieler zum Lok-Topscorer.

Trainerwechsel. Der Trainerwechsel kam überraschend, im Nachhinein jedoch rechtzeitig. Intern soll es zwischen dem Team und Björn Joppe gekracht haben, in einem Votum setzte sich kein Spieler für einen Verbleib für den unerfahrenen Coach ein. Bevor jedoch gegen den Trainer gespielt wird, reagierten die Verantwortlichen früh, ließen keine Krise aufkommen und tauschten rechtzeitig aus auf der Trainerbank.

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Erfolg. Die Punkte geben den Machern aus Probstheida Recht. Kein Team holte in der Regionalliga Nordost mehr Punkte als die Leipziger. Mit einem Sieg am Sonntag gegen Erfurt und bei freundlicher Mithilfe der Hertha-Amateure (gegen Cottbus) kann Lok sogar als Tabellenführer überwintern. Wolfgang Wolf ist als Cheftrainer weiterhin ohne Niederlage und konnte gegen die direkten Konkurrenten punkten.

Nebenschauplätze. Doch es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Immer wieder bestimmten Fans der Lokomotive die Schlagzeilen mit erschreckenden Aktionen. Im Sommer schlugen zwei Hooligans in Mallorca einen senegalesischen Türsteher ins Krankenhaus, vor einer Woche schockte der Lok-Fanblock in Berlin mit Affenlauten in Richtung eines dunkelhäutigen Spielers. Der Verein distanzierte sich immer und beteiligte sich an Anti-Rassismus-Wochen, bekommt das Problem jedoch noch nicht aus seinem Vorgarten.

Zurück zum Sport. Mit Rot-Weiß Erfurt empfängt Lok einen wiedererstarkten Gegner. Der ehemalige Nationalspieler Thomas Brdaric musste vor einem Monat seinen Platz an der Seitenlinie abgeben, seitdem ist der krisengebeutelte Klub in der Liga drei Spiele ungeschlagen. Trotzdem ist ein Sieg sicherlich Pflicht für die Männer von Wolfgang Wolf. Denn mit drei Punkten würden sich die ganz stressfreien Tage zwischen den Jahren und der Start ins entscheidende anno 20 sicherlich besser anfühlen

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