01. August 2020 / 21:46 Uhr

1. FC Lokomotive Leipzig gewinnt letzten Test gegen VFC Plauen

1. FC Lokomotive Leipzig gewinnt letzten Test gegen VFC Plauen

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
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Lok Leipzig war von Beginn an die dominierende Mannschaft, zeigte Einsatz und lies den Ball trotz der Hitze gut zirkulieren. © Thomas Gorlt
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Lok ist bereit! Das letzte Testspiel vor der Sachsenpokal-Begegnung konnten die Probstheidaer mit 4:0 gewinnen. Nun richtet sich der Blick auf den FC Eilenburg, denn der Finaleinzug soll realisiert werden.

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Leipzig. Der 1. FC Lok hat auch sein viertes und vorerst letztes Testspiel gewonnen. Beim VFC Plauen siegte das Team von Coach Almedin Civa mit 4:0. Nächsten Samstag fährt die Loksche im Halbfinale des Sächsischen Landespokals zum ersten Pflichtspiel mit dem neuen Team nach Eilenburg.

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In der prallen Nachmittagssonne konnte der 1. FC Lok Leipzig gegen den VFC Plauen einen ungefährdeten 4:0-Sieg einfahren. Zur Galerie
In der prallen Nachmittagssonne konnte der 1. FC Lok Leipzig gegen den VFC Plauen einen ungefährdeten 4:0-Sieg einfahren. ©

Bei tropischen Temperaturen liefen die Blau-Gelben am Samstagnachmittag im Vogtlandstadion zum Test bei Oberligist VFC Plauen auf. Von Beginn war Lok die bessere Mannschaft, dominierte Ball und Gegner und zog ein ansehnliches Kurzpassspiel auf. Die Tore schossen Djamal Ziane durch einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter, David Urban aus Nahdistanz nach einem Eckball, Johannes Pistol nach schöner Ballan- und mitnahme aus zehn Metern ins linke Dreiangel und Tom Nattermann per Flachschuss von der Strafraumgrenze mit dem Schlusspfiff.

Drei Probespieler im Einsatz

Almedin Civa zog anschließend ein zufriedenes Fazit: „Wir haben insgesamt gut gespielt. Gerade in den ersten 30 Minuten sind wir ein hohes Tempo gegangen und hatten viele gute Aktionen.“ Mit dem Stand der Vorbereitung ist Civa zufrieden, denn „für zweieinhalb Wochen Training war es sehr gut. Natürlich fehlt noch etwas die Spritzigkeit, aber die Jungs sind bei dieser Hitze das ganze Spiel über weite Wege gegangen – das sagt viel darüber aus, wie motiviert alle sind.“

Mit dabei waren in Plauen insgesamt drei Probespieler: Farid Abderrahmane steht schon seit Trainingsbeginn im Kader – seine Verpflichtung ist praktisch in Sack und Tüten, wird demnächst öffentlich bekannt gegeben. Schon beim Test in Piesteritz dabei war Goteh Ntignee. Der Außenstürmer ist erst 18 Jahre alt, könnte noch U19 spielen, hat nigerianische Wurzeln und kommt aus Kanada.

Ntignee wusste in den beiden Spielen zu überzeugen, ist schnell, athletisch und durchsetzungsstark – Civa und die Lok-Verantwortlichen sind sehr angetan, der Trend geht in Richtung Verpflichtung. Getestet wurde in Plauen zudem Vojtech Mares von Slavia Prag. Der Innenverteidiger kam beim Heimverein fast ausschließlich in der B-Mannschaft in der 2. Liga zum Einsatz, ist erst 21 Jahre alt, misst hünenhafte 1,94 m und ist Linksbeiner – eine Mischung, die Lok noch nicht im Kader hat, aber wohl gerne hätte.

500 Tickets für Lok-Fans

Ob der ehemalige tschechische U20-Nationalspieler verpflichtet werden kann, wird sich zeigen. Nötig hätte Lok einen weiteren Innenverteidiger allemal – auch weil Neuzugang Mike Eglseder sich ebenso wie Linksverteidiger Niklas Schneider im Test gegen Piesteritz verletzte. Beide werden wohl mehrere Wochen ausfallen.

Am nächsten Samstag (18 Uhr, Illburg-Stadion) beginnt für Lok die Saison so richtig – dann müssen die Blau-Gelben im Pokalhalbfinale beim FC Eilenburg antreten. Das zuständige Gesundheitsamt hat für die Partie 1.000 Zuschauer zugelassen – 500 fertig ausgedruckte Tickets gingen nach Leipzig. Diese werden ab Montag (10 Uhr) im Lok-Fanshop in der Schlossgasse zum Preis von 16 Euro verkauft – nur Mitglieder kommen zunächst in den Genuss, ein Ticket erwerben zu können (eine Karte pro Mitglied).

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Eventuelle Restkarten gehen ab Donnerstag in den freien Verkauf. Zudem muss ein Fragebogen ausgefüllt und zum Spiel mitgebracht werden, eine Tageskasse wird es in Eilenburg nicht geben. Auch am Samstag, aber schon um 16 Uhr, wird in Loks Bruno-Plache-Stadion der andere Finalist des Landespokals ermittelt: Es trifft Oberligist Inter Leipzig, der sich für das Spiel in Probstheida eingemietet hat, auf den Chemnitzer FC. Für Lok ist diese Partie doppelt interessant: Neben einem potentiellen Gegner interessiert die Verantwortlichen auch der Ablauf – denn das Spiel gil als Test für Loks Hygiene-Konzept, das ermöglichen soll, dass auch in den Regionalliga-Heimspielen wieder Zuschauer ins Stadion dürfen.