25. Mai 2020 / 17:03 Uhr

1. FC Lokomotive Leipzig – Über Relegationsspiele in die dritte Liga?

1. FC Lokomotive Leipzig – Über Relegationsspiele in die dritte Liga?

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Dass sich die Tore des Bruno-Plache-Stadions in dieser Saison noch einmal für Fans öffnen, scheint unwahrscheinlich.
Noch ist der Austragungsort für die Relegationsspiele unklar. Klar ist: Die Partien finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. © Andre Kempner
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Entscheidungsspiele um den Aufstieg: Das wird knackig. Wird der 1. FC Lokomotive Leipzig Staffelsieger der Regionalliga Nordost, müssen die Fußballer in der Relegation gegen den Sieger der Regionalliga West ran. Dabei ist noch vieles unklar. Lok-Geschäftsführer Martin Mieth bespricht am Dienstag mit dem DFB zumindest die Hygiene-Regeln für eine mögliche Relegation.

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Die dritte Liga wird nicht aufgestockt, braucht also nicht mehr Aufsteiger als normalerweise. Das bedeutet: Den Weg in die dritthöchste Fußballspielklasse wird der 1. FC Lok Leipzig – sofern dieser zum Staffelsieger gekürt wird – über die Relegationsspiele gegen den Sieger der Regionalliga West antreten müssen. Wann und wo diese stattfinden sollen, ist ebenso unklar wie die Teams, die gegeneinander spielen werden. Sowohl in der RL Nordost als auch in der West-Liga ist noch keine Entscheidung hinsichtlich einer Wertung bei Saisonabbruch gefallen. Sollten die Entscheidungsspiele um den Aufstieg stattfinden, dann aller Voraussicht nach unter Ausschluss der Öffentlichkeit, obwohl Geisterspiele für Viertligisten ein empfindliches Verlustgeschäft darstellen können.

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Offen ist, wann die Lok-Profis zurück auf den Platz kehren, wie Martin Mieth dem SPORTBUZZER bestätigt. Unter besonderer Quarantäne-Vorschriften stehen diese jedoch nicht. „Es gibt keine Maßgaben“, erklärt der Geschäftsführer der Probstheidaer, der gleichzeitig auf die bestehenden Kontakteinschränkungen seitens der Politik verweist. Am Dienstag möchte Mieth mit dem DFB die Hygiene-Regeln für eine mögliche Relegation besprechen, da beispielsweise noch nicht ersichtlich sei, ob die umzusetzenden Maßnahmen der dritten Liga auch für die unteren Ligen gelten.

Enttäuscht darüber, dass die dritte Liga nicht zweigleisig fährt, ist Mieth nicht. „Es war abzusehen“, schätzt der 35-Jährige realistisch ein. Die Hoffnung möchte er jedoch nicht aufgeben: „Ich glaube, das Thema ist generell noch nicht vom Tisch.“