16. Dezember 2019 / 18:37 Uhr

1. FC Neubrandenburg lässt sich vom Penzliner SV nicht noch einmal überraschen

1. FC Neubrandenburg lässt sich vom Penzliner SV nicht noch einmal überraschen

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Es ging ordentlich zur Sache: Hier kommt Neubrandenburgs Justus Guth gegen den Penzliner Robin Kuchenbecker (v.) zu spät.
Es ging ordentlich zur Sache: Hier kommt Neubrandenburgs Justus Guth gegen den Penzliner Robin Kuchenbecker (v.) zu spät. © Ulf Lange
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Die Vier-Tore-Städter gewinnen ein umkämpftes Derby mit 3:1. Christoph Fischer ist an allen FCN-Treffer direkt beteiligt. Partie muss zum Ende kurz unterbrochen werden. (mit Video zu den Höhepunkten)

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Der 1. FC Neubrandenburg hat sich diesmal nicht überraschen lassen. Dem Tabellenzweiten der Fußball-Verbandsliga gelang am Sonnabend die Revanche für die 0:1-Hinspielniederlage im Derby gegen den Penzliner SV. Beim 3:1 (3:1)-Heimsieg zum Jahresabschluss über den Aufsteiger war mit Christoph Fischer der Matchwinner im FCN-Dress schnell ausgemacht. Nach Ecke von Aram Khachatryan köpfte der Routinier das frühe 1:0 (12.) für die Gastgeber, kurz vor der Pause markierte er noch den dritten FCN-Treffer per Foulelfmeter. Der 33-Jährige bereitete zwischenzeitlich noch das 2:1 (31.) durch Hannes Burmeister mit einem feinem Anspiel vor.

Der Einsatz von Fischer war kurz vor dem Lokalduell allerdings noch fraglich. Nach einem Bericht des Nordkurier habe der Leistungsträger in der Nacht vor der Partie noch mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen gehabt. Er konnte trotzdem auflaufen und führte seine Mannschaft zum wichtigen Erfolg, durch den die Neubrandenburger (2. Platz/jetzt 39 Punkte) an Spitzenreiter FC Anker Wismar (40 Punkte) dranbleiben. Eine spannende Ausgangsposition für das zweite Halbjahr, das für den FCN am 22. Februar 2020 mit dem Auswärtsspiel beim TSV Bützow beginnt.

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Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. Zur Galerie
Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. ©

Zunächst können die Neubrandenburger jedoch in ihre wohlverdiente Winterpause genießen. Ihr letzter Akt in 2019 gegen den PSV war ein hartes Stück Arbeit. Die 374 Zuschauer im neu.sw Stadion - darunter viele aus Penzlin - sahen eine umkämpfte Begegnung, beide Teams pflügten den schwer bespielbaren Rasen mächtig um. Am Ende gab es mit dem FCN mit einen verdienten Sieger. So sah es auch Penzlins Co-Trainer Christian Ullerich: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir mussten kurzfristig zwei Innenverteidiger ersetzen. Ein wenig ärgerlich war, dass wir trotz der bekannten Standardstärke der Neubrandenburger, ein Gegentor nach einer Ecke hinnehmen mussten."

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Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Ullerich dennoch zufrieden. Die Penzliner hatten nach knapp einer halben Stunde den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Dennis Ahrnd erzielt. Der FCN machte mit zwei Treffern vor dem Kabinengang die Hoffnung auf einen Punktgewinn für den PSV zunichte. „Trotz der Niederlage können wir auf ein tolles erstes Halbjahr zurückblicken. Wir stehen als Aufsteiger sehr gut da", meint der 44-Jährige. Der Neuling rangiert mit 26 Punkten auf dem achten Platz.

Die Höhepunkte der Partie im Video:

„Ein wenig übertrieben" fand es Ullerich, dass die Partie in der Schlussphase kurzzeitig unterbrochen wurde. Schiedsrichter-Assistent Christoph Lissner, der auf der Seite der Penzliner Anhänger die Linie beackerte, fühlte sich durch verbale Äußerungen aus dem PSV-Block über das Maß des Erträglichen angegriffen. Spielleiter Sebastian Buchmann schickte beide Mannschaften für einige Minuten in die Kabinen. Alles soll nach Aussagen mehrerer Spieler und Trainer beider Seiten jedoch halb so wild gewesen sein. Die Partie wurde später fortgesetzt. Der FCN brachte das Ergebnis über die Zeit und korrigierte damit die Schmach aus dem August.

Mit konstant guten Leistungen setzten sie sich schnell im Mittelfeld der Tabelle fest. Ihre Leistungen werden zudem nicht nur mit Punkten belohnt. Erst kürzlich wurden Christian Ullerich als bester Trainer und Alexander Lukesch als bester Spieler des Landes gekürt. Das hat sich die eingespielte Mannschaft redlich verdient. Mit ihrem starken Konterfußball überzeugen sie. Allerdings: Mit 44 Gegentreffern stellen sie die zweitschwächste Abwehr. Hier wurde beispielsweise Michael Kaul verpflichtet. Bleibt das aber so, ist mehr als der aktuelle 8. Platz nicht drin.
Die Fans des Penzliner SV hat wieder eine Choreographie für das Spiel in Neubrandenburg organisiert und waren zahlreich vertreten. © Ulf Lange

1. FC Neubrandenburg: Wegener - Kühl, Träger, Ehlers, Guth (62. Drzymotta) - Burmeister - Khachatryan, Nawotke, Fischer, Kilefoth (84. Czarnetzki) - Grube (90. Witte).
Penzliner SV: Buschke - Kuchenbecker, Köckert, O. Kowal, Keil - D. Kowal, Ahrndt (82. Mielke), Riesel (78. Hellwig) - A. Lukesch, Richter, C. Lukesch.
Tore: 1:0 Fischer (12.), 1:1 Ahrndt (29.), 2:1 Burmeister (31.), 3:1 Fischer (44./Foulelfmeter).
Schiedsrichter: Sebastian Buchmann.
Zuschauer: 374.