16. Oktober 2021 / 16:50 Uhr

1. FC Phönix Lübeck erneut ohne Heimsieg - 1:1 gegen Eintracht Norderstedt

1. FC Phönix Lübeck erneut ohne Heimsieg - 1:1 gegen Eintracht Norderstedt

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Haris Hyseni im Duell mit Hamajak Bojadgian
Haris Hyseni im Duell mit Hamajak Bojadgian © Agentur 54°
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Nach einem 0:1-Pausenrückstand kamen die Adlerträger im zweiten Durchgang immerhin noch zum 1:1-Ausgleichstreffer - für mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen

Der 1. FC Phönix Lübeck muss weiter auf den ersten Heimsieg der Regionalliga-Saison warten. Gegen Eintracht Norderstedt kamen die Adler über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus. Arnold Budimbu glich in der 53. Minute die Führung durch Jan Lüneburg aus.

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Phönix-Trainer Daniel Safadi: "Wir standen insgesamt gut und müssen unsere Chancen verwerten!"

„Am Ende ist das Ergebnis leistungsgerecht“, sagte Kapitän Nico Fischer, „für beide Mannschaften ist das aber in der aktuellen Situation zu wenig. Wir müssen die positiven Aspekte mitnehmen.“ Sein Trainer Daniel Safadi resümierte: „Wir hätten den Sieg gern gehabt. Wir standen insgesamt gut und müssen unsere Chancen verwerten. Das Ergebnis hilft beiden nicht.“ Für Kubilay Büyükdemir war es ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub. „Das 1:1 geht in Ordnung. Im ersten Durchgang hatten wir die besseren Chancen. In den letzten zehn Minuten war Norderstedt am Drücker“, erklärte „Kubi“.

FC Eintracht Norderstedt rotiert auf der Torwart-Position

Safadi nahm eine einzige personelle Veränderung im Vergleich zum Stadtderby beim VfB Lübeck (2:2) vor. Für den verletzten Kevin Hübner (Schambeinentzündung) spielte der wiedergenesene Fabian Graudenz auf der linken Seiten im Mittelfeld. Der niederländische Neuzugang Abdelmajid Bouali saß zunächst auf der Ersatzbank. Bei den Gästen gab es einen Wechsel auf der Torhüterposition: Stammkeeper Lars Oliver Huxsohl musste auf die Bank. Dafür erhielt Stefan Rakocevic eine Chance. „Wir haben schon 18 Gegentore kassiert. Stefan trainiert wirklich gut“, begründete Eintracht-Trainer Jens Martens den Tausch.

Saisonminuskulisse auf dem Buniamshof - Jan Lüneburg trifft zur frühen Eintracht-Führung

Das Spiel vor der Saisonminuskulisse von 304 Zuschauern begann für die Lübecker mit einem Schock. Schon nach acht Minuten lag die Safadi-Elf zurück. Wie schon im Hinspiel (0:4) brachte Lüneburg (8.) die Gäste per Kopfball in Führung. Der Stürmer, der am Saisonende seine Karriere aus privaten Gründen beenden wird, stieg nach einer Ecke von Dane Kummerfeld am höchsten. Von dem frühen Schock konnte man sich aber schnell erholen. Die Stürmer Budimbu (11.) und Haris Hyseni (20., 24.) hatten den 1:1-Ausgleich auf dem Fuß, scheiterten aber jeweils am glänzend reagierenden Gästetorwart Rakocevic, der seine Nominierung rechtfertigte.

Nach einem 0:1-Rückstand zur Halbzeit kamen die Adlerträger zurück und erkämpften sich immerhin einen Zähler.

Arnold Budimbu erzielt den 1:1-Ausgleichstreffer Zur Galerie
Arnold Budimbu erzielt den 1:1-Ausgleichstreffer ©

Budimbu bringt 1. FC Phönix Lübeck zurück ins Spiel

Danach reklamierten die Gastgeber auf Strafstoß nach einem Zweikampf von Rakocevic an der Strafraumgrenze gegen Budimbu (34.). Schiedsrichter Timo Daniel entschied auf Schwalbe des Stürmers und lag damit richtig. Fazit zur Halbzeitpause: Fischer & Co. hatten mehr vom Spiel. Eine eigene Führung wäre verdient gewesen. Grund zum Jubeln gab es endlich, als Rakocevic einen wuchtigen Distanzschuss von Kenny Korup nur mit der rechten Hand abwehren konnte und Budimbu (53.) den Abpraller reaktionsschnell ins linke Eck bugsierte. Und die Hausherren drückten weiter aufs Tempo. Nach einem Freistoß von Björn Lambach köpfte Korup knapp links vorbei (62.).

Eintracht Norderstedt hat Siegtreffer kurz vor Ende auf dem Fuß

In der Schlussphase ließen sich die Lübecker allerdings zu weit hinten reindrängen und mussten sich letztlich mit dem Remis begnügen. Zum Glück vergab der eingewechselte Philipp Sven Müller freistehend vor Torwart Kevin Tittel nach einer Lüneburg-Hereingabe (87.). Lüneburg (90.+2) köpfte außerdem haarscharf über das Tor. „Bis zur 85. Minute können wir froh sein, dass wir das 1:1 halten können. Nach der frühen Führung ist Phönix Lübeck verdient zurückgekommen. Zum Ende hat sich meine Mannschaft nochmal gestrafft. Die beiden Chancen hätten zum Sieg führen können“, bilanzierte Martens.  Das am vergangenen Sonnabend abgesagte Heimspiel gegen den Hamburger SV II wird voraussichtlich am 3. November (Mittwoch, 19 Uhr) nachgeholt.


Statistik zum Spiel:

Phönix Lübeck: Tittel – Korup (84. Gnerlich), van Zutphen, Thiel, Fischer – Büyükdemir (66. Bouali), Knudsen (84. Kwame), Lambach, Graudenz (73. Steen) – Budimbu, Hyseni

Eintracht Norderstedt: Radocevic – Marxen, Bojadgian, Grau, Kummerfeld – Williams (63. Müller), Behounek, Nyarko (78. Hölscher) – Brüning (90. Igwe), Lüneburg, Saad (71. Choi)

SR: Timo Daniel (Damme). Zs.: 304. Tore: 0:1 Lüneburg (8.), 1:1 Budimbu (53.). Gelbe Karten: Korup (2), Büyükdemir (2), Thiel (1) – Nyarko (3)