18. September 2020 / 21:05 Uhr

1. FC Phönix Lübeck freut sich auf das erste Regionalliga-Heimspiel

1. FC Phönix Lübeck freut sich auf das erste Regionalliga-Heimspiel

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Nick Scharkowski trifft am Samstag aufs seinen Ex-Klub.
Nick Scharkowski trifft am Samstag aufs seinen Ex-Klub. © 54° / Koenig
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Vor dem ersten Viertligaspiel auf dem "Buni" hält die Euphorie bei den "Adlern" weiter an

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„Die Vorfreude ist riesig“, sagt Kapitän Nico Fischer. Nach zwei Auswärtsspielen in Folge steht endlich das erste Heimspiel für den 1. FC Phönix Lübeck in der Regionalliga Nord, Staffel Nord, an. Gegen Eintracht Norderstedt wollen die Adler am Samstag um 17 Uhr die ersten drei Punkte vor heimischen Publikum im Ausweichstadion Buniamshof einfahren.

"Es gab noch nie so viel Resonanz auf allen Kanälen"

Bevor der Anpfiff durch Schiedsrichter Florian Böhm (CF Victoria Bremen ´05) erfolgt, gab es für die Phönix-Verantwortlichen eine Menge zu tun. „Die Euphorie ist nach wie vor groß. Das ist überall im Umfeld zu spüren. Auch der Zuspruch und das Interesse sind groß. Es gab noch nie so viel Resonanz auf allen Kanälen“, erzählt Sportchef Frank Salomon dem LN-Sportbuzzer. So haben sich über zehn Medienvertreter und Fotografen für die Heimspielpremiere akkreditieren lassen. Auch die Nachfrage nach Tickets zum Preis von zehn Euro (acht Euro ermäßigt) ist groß. Alleine 130 Dauerkarten wurden verkauft. „Es wird aber genügend Tickets an der Tageskasse geben“, verweist Salomon.

1. FC Phönix Lübeck auf dem Buniamshof unter Corona-Vorschriften

Vor dem Eingang des Buniamshof steht die Flagge des 1. FC Phönix Lübeck. 500 Personen sind bei den Heimspielen im Stadion erlaubt. Zur Galerie
Vor dem Eingang des Buniamshof steht die Flagge des 1. FC Phönix Lübeck. 500 Personen sind bei den Heimspielen im Stadion erlaubt. ©

Einlass ist um 16 Uhr. Zugelassen sind 500 Zuschauer. Auf eine Ausweitung der Kapazität hat der Klub verzichtet. „Wir hätten vielleicht nochmals 150 Zuschauer mehr reinlassen können. Doch in der Kürze der Zeit wäre es schwierig gewesen, dieses mit der Stadt und dem NFV-Verband zu klären“, erklärt Salomon. Eingeladen wurden unterdessen alle Sponsoren, für die ein VIP-Bereich mit separatem Eingang eingerichtet wird. Nach dem Spiel findet erstmals eine offizielle Pressekonferenz statt, die von routinierten Stadionsprecher Michael Howe moderiert werden soll. Kostenfreie Parkplätze stehen entweder an der Possehlstraße oder ausreichend am Behördenhochhaus in der Welsbachstraße zur Verfügung. Zum Stadion sind es nur 400 Meter Fußweg.

Kapitän Fischer sieht Eintracht in der Favoritenrolle

Fischer freut sich auf den „Buni“, wo der Aufsteiger schon zwei Testspiele erfolgreich absolviert hat. „Klar, hätten wir gern am eigenen Flugplatz gespielt. Da das aber aktuell nicht möglich ist, wissen wir die schöne Anlage am Buni zu schätzen. Der Platz ist top gepflegt, so dass man guten Fußball spielen kann.“ Mit drei Punkten aus zwei Spielen sieht der 31-jährige Verteidiger sein Team im Soll. „Wir können ohne Druck gegen Norderstedt auflaufen“, betont er und freut sich auf ein Wiedersehen mit Eintracht-Coach Jens Martens. Mit dessen Sohn Jannick (29, ist heute Spielerberater) hat er einst eine gemeinsame Fahrgemeinschaft zu Zeiten beim VfB Lübeck II (2009 bis 2010) gebildet. Die Gäste sieht „Fischi“ trotz des verpatzten Saisonstarts mit null Punkten in zwei Spielen in der Favoritenrolle. „Wir treffen auf eine Mannschaft mit gewaltiger Regionalligaerfahrung“, weiß er.

Norderstedt startete mit zwei Pleiten

Die Norderstedter stehen nach dem 1:3 bei Weiche Flensburg und 0:1 bei Drochtersen/Assel bereits ein wenig unter Zugzwang. „Vielleicht verspüren sie den Druck. Schließlich haben sie das klare Ziel, die Meisterrunde zu erreichen“, sagt Salomon. „Wir wissen, dass Norderstedt eine gefestigte, starke, ballsichere und körperlich robuste Mannschaft hat. Wir werden die Punkte nur behalten, wenn wir zu einhundert Prozent unser Leistungsvermögen abrufen. Wir müssen fighten wie beim 2:1 bei Altona 93. Das sind alles enge Spiele in dieser Liga, die durch Kleinigkeiten entschieden werden.“ Eintracht-Coach Martens erwartet alles andere als einen Spaziergang beim Liganeuling. Zumal der 64-jährige Fußball-Lehrer auf insgesamt sieben Spieler, unter anderem auf den Ex-Oldenburger und Ex-Eutiner Rico Bork (Leistenzerrung), verzichten muss.

"Wir werden die Punkte nur behalten, wenn wir zu einhundert Prozent unser Leistungsvermögen abrufen"

Die Lübecker hat Martens bei Altona 93 beobachtet. „Phönix verfügt über eine sehr gute Mannschaft. Da wurde eine regionalligareife Mannschaft zusammengestellt“, sagt er. Gerade in der Offensive seien die Adler richtig gut besetzt. „Wir müssen hellwach sein. Der Phönixer Haris Hyseni ist einer der besten Mittelstürmer in dieser Liga. Wir wissen unseren Start einzuordnen und wie schwer die Aufgabe wird. Unser Problem ist, dass wir keine richtige Vorbereitung durch vielen Spiele im Hamburger Odsett-Pokal hatten.“

Scharkowski trifft auf Ex-Klub

Für den Phönixer Nick Scharkowski ist es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub, für den er 36 Spiele von 2010 bis 2012 und Januar bis Juli 2015 bestritten hat. Der erfahrene Neuzugang von Nordost-Regionalligist Viktoria Berlin könnte den im Torabschluss glücklosen Youngster Luca Aouci ersetzen. Ansonsten sind keine großen Überraschungen in der Startformation der Adler vor dem ersten Heimspiel zu erwarten.

Vor dem Spiel

Phönix-Kader: Tittel, Grünitz, Blazheski, Lindenberg, Thiel, Korup, Fischer, Hammerschmidt, Lambach, Gnerlich, Tetik, Kwame, Bock, Saar, Aouci, Hyseni, Scharkowski, Ahn, Jeong

Nicht dabei: Erraji, Warschewski, Abou Rashed, Maletzki, Hadj (alle verletzt), Schumacher, Al-Tamemy (beide nicht nominiert)

Schiedsrichter: Florian Böhm (30, Wolfratshausen, sein 14. Regionalliga-Einsatz), Assistenten: Christopher de Vries, Ralf Iwanowski

Anpfiff: Samstag, 17 Uhr, Stadion Buniamshof, Zugänge über die Possehlstraße. Einlass um 16 Uhr. Gästefans sind in der Regionalliga nicht zugelassen