06. Februar 2022 / 17:24 Uhr

1. FC Phönix Lübeck gewinnt Regenschlacht - 2:1-Sieg gegen Altona 93

1. FC Phönix Lübeck gewinnt Regenschlacht - 2:1-Sieg gegen Altona 93

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Der 1. FC Phönix Lübeck gewinnt sein erstes Pflichtspiel in 2022 mit 2:1 gegen Altona 93
Der 1. FC Phönix Lübeck gewinnt sein erstes Pflichtspiel in 2022 mit 2:1 gegen Altona 93 © Agentur 54°
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Phönix Lübeck klettert mit dem Sieg gegen den Tabellenletzten auf Platz 7 - Nico Fischer avanciert zum Matchwinner

Der 1. FC Phönix Lübeck hat im ersten Spiel unter dem neuen Coach Oliver Zapel einen glücklichen Last-Minute-Sieg gefeiert. Die Adler kamen in der Regionalliga zu einem 2:1 (1:0) gegen Altona 93.

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Zapel bot vier Neuzugänge in seiner Startformation auf. Andrea Hoxha stand im Tor, Hendrik Wurr und Nestor Djengoue bildeten davor das Innenverteidiger-Duo und Sebastian Pingel, der rechtzeitig fit wurde, lief im rechten Mittelfeld auf. Der Ex-VfBer Corvin Bock, der in der Vorbereitung lange ausfiel, erhielt überraschend eine Chance auf der linken Seite im Mittefeld. „Er hat gut trainiert“, begründete Zapel. Der Rasen im städtischen Stadion Buniamshof war sehr tief und seifig. Zwei Stunden vor dem Anpfiff gab es eine Platzbegehung. Trotz Dauerregens gaben Schiedsrichter Jannik Weinkauf (Oldenburg) und Boris Hoffmann (Platzkommission) die Partie frei.

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Das Spiel entwickelte sich dann zu einer echten Regenschlacht. Beide Mannschaften spielten unter den Augen von Lukas Pfeiffer (Trainer vom VfB Lübeck) mit offenen Visier. Nachdem die Angreifer Fabian Graudenz (1.) und Haris Hyseni (2.) scheiterten, parierte Hoxha stark gegen den Hamburger Stürmer Kevin Krottke (3.). Pech hatte Pingel mit einem Kopfball nach einer Ecke von Björn Lambach (9.). Wie seifig der Boden war, zeigte ein Rückpass von Kusi Kwame, der liegen blieb. Das Wasser stand auf dem Platz. Peer Mahncke tauchte völlig freistehend vor Hoxha auf, doch der Zugang vom FC 08 Villingen klärte erneut reflexartig per guter Fußabwehr. Der ehemalige albanische U21-Nationalspieler zeigte, warum ihn Zapel zur neuen Nummer eins im Tor erklärt hat. Den Nachschuss setzte Krottke übers Tor (16.).

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In der Folge drängten die Lübecker auf die Führung. Nachdem Bock (24.) und Graudenz (17., 23., 27.) vergaben, war es in der 38. Minute endlich soweit. Nach einem herrlichen Querpass von Graudenz behielt Hyseni die Übersicht und schob den Ball zentral flach ins Netz zum verdienten 1:0 ein. Die Phönixer Lebensversicherung schlug wieder zu – bereits sein sechster Saisontreffer. Nach dem Seitenwechsel rettete Hoxha die Gastgeber mit der dritten guten Fußparade gegen Mahncke (51.). Der Regen hörte nicht auf und der Platz wurde immer schlechter. Glück hatte Phönix, dass sich ein Schuss vom eingewechselten Niklas Bär auf die Oberkante der Latte senkte (77.). Nur vier Minuten jubelten die 50 mitgereisten Altona-Fans über den Treffer von Krottke zum 1:1-Ausgleich. Nicht unverdient, da die zu passiven Hausherren im zweiten Durchgang nicht mehr so viel investierten. In der Nachspielzeit wäre Krottke fast noch was das 2:1 aus 25 Metern gelungen (90.+1).

Doch Phönix bewies den längeren Atem und schlug noch einmal zurück. Nach einer sensationellen Linksflanke von Gnerlich nutzte Nico Fischer einen Abpraller nach einem Kopfball von Budimbu zum umjubelten Siegtreffer (90.+4). Das Derby gegen den VfB Lübeck (12. Februar) kann kommen!

Statistik zum Spiel:

Phönix Lübeck: Hoxha – Fischer, Djengoue, Wurr, Gnerlich – Pingel (78. Korup), Lambach, Kwame (69. Knudsen), Bock (56. Budimbu) – Hyseni, Graudenz

Altona 93: Lorenzen – E. Monteiro, Bombek, Safo-Mensah, Wallenborn – Gohoua (46. Wohlers), Mahncke (46. Wohlers), Gumpert (77. Larralde Berendsohn), Wachowski (63. Akyol), Feka (71. Bär) – Krottke

Schiedsrichter: Jannik Weinkauf (Oldenburg). Zs.: 352. Tore: 1:0 Hyseni (38.), 1:1 Krottke (81.), 2:1 Fischer (90.+4).
Gelbe Karten: Fischer (3), Kwame (4)