18. September 2021 / 19:44 Uhr

1. FC Phönix Lübeck ist im Kellerduell gefordert - Gnerlich glaubt an die Wende

1. FC Phönix Lübeck ist im Kellerduell gefordert - Gnerlich glaubt an die Wende

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Wurde gegen Altona schon einmal Phönix-Matchwinner: Conor Gnerlich. 
Wurde gegen Altona schon einmal Phönix-Matchwinner: Conor Gnerlich.  © 54°/Koenig
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Mach es noch einmal, Conor! Am ersten Spieltag der letzten Saison gewann der 1. FC Phönix Lübeck bei Altona 93 mit 2:1 dank eines Last-Minute-Treffers von Verteidiger Gnerlich in der Nachspielzeit. Es war der erste Sieg in der Regionalliga. An diesem Sonntag müssen die Lübecker wieder an der altehrwürdigen Adolf-Jäger-Kampfbahn antreten. Es ist das Duell des Tabellenletzten gegen den Vorletzten.

Nach einem Diagonalpass von Michael Saar traf der eingewechselte Gnerlich aus 12 Metern und halblinker Position. „Das war ein geiles Ding. Auch weil es der erste Phönixer Sieg nach über 50 Jahren in der vierten Liga war. Damit waren wir in der Liga angekommen“, erinnert sich Gnerlich. Nach dem Abpfiff brachen alle Dämme bei den Gästen. Auf diesen Effekt hofft der 22-Jährige beim Wiedersehen beider Traditionsklubs. Denn die Saison läuft bislang alles andere als optimal für die Lübecker. Ursprünglich hatte man das Erreichen der Meisterrunde als Saisonziel ausgerufen. Doch es fehlt die nötige Konstanz in den gezeigten Leistungen.

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"Das ist für mich ein Sechs-Punkte-Spiel"

„Wir müssen unsere Leistung über 90 Minuten abrufen“, appelliert Gnerlich, „wir dürfen nicht wieder die erste Halbzeit verpennen. Wichtig ist dass wir wach und laut auf dem Platz sind.“ Es kommt auf die Grundtugenden wie Kämpfen und Beißen an. „Es geht nicht ums Schönspielen. Wir müssen als Team agieren und zusammen kämpfen. Das ist für mich ein Sechs-Punkte-Spiel“, erklärt der gebürtige Oldenburger (Niedersachsen) und verweist auf die nächsten beiden Gegner, Meisterschaftskandidat SC Weiche Flensburg 08 (25. September) und Mitfavorit VfB Lübeck (1. Oktober). „Es wird nicht einfacher vom Programm. Wenn man erstmal unten drin ist, ist es schwer, dort herauszukommen. Auf der anderen Seite kann es ganz schnell gehen. Letzte Saison haben wir auch drei Spiele am Stück gewonnen.“

Arbeit an Körper und Geist

Gnerlich spielt seit Oktober 2019 an der Travemünder Allee und träumt vom Profigeschäft. Beim SV Meppen (Juli 2017 bis Januar 2018) durfte er schon Drittligaluft schnuppern. „Das hat mir gefallen“, erzählt der Verteidiger, der als Kraftmaschine gilt. So vergeht kein Tag, an dem er mehrmals täglich an seinem Körper und Geist trainiert. Um den Traum nicht aus den Augen zu verlieren, arbeitet er mit einem Mentalcoach. „Ich bin ein Kopfmensch. Eine Fragestellung ist, was kann man machen, um nicht in eine Abwärtsspirale zu fallen“, berichtet er, „schließlich wollen wir alle Fußball spielen und dieser soll Spaß machen.“

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Bei Altona 93 will Gnerlich gemeinsam mit seinen Kollegen den Bock umstoßen. „Die Saison hat gezeigt, dass jeder jeden in der Regionalliga schlagen kann“, sagt er und hätte sicherlich nichts dagegen, wenn er wieder der umjubelte Matchwinner wäre. Ganz nach dem Motto: Mach es nochmal einmal, Conor!

Safadi: "Zum Siegen verdammt"

„Wir sind zum Siegen verdammt und wollen unten raus“, erklärt Trainer Daniel Safadi. Für Kubilay Büyükdemir ist es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ((2019 bis 2020). Beim Schlusslicht setzte man in dieser Woche ein Zeichen: Der Klub gab bekannt, dass der Vertrag mit Trainer Andreas Bergmann über das Jahr 2022 langfristig verlängert wurde. Der 62-Jährige wird außerdem zukünftig als Sportlicher Leiter der Fußballjugend, Frauen und Mädchen sowie der Herren fungieren.

Vor dem Spiel

Phönix-Kader: Tittel, Grünitz – Thiel, Vinberg, Fischer, van Zutphen, Ibraimo, Knudsen, Hyseni, Lambach, Gnerlich, Graudenz, Budimbu, Kwame, Bouchama, Iraqi, Hübner, Büykükdemir, Kobert, Bock, Korup, Rasgele (drei Spieler werden am Spieltag gestrichen)
Nicht dabei: Wahab (Verdacht auf Schambeinentzündung), Abou Rashed (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Sam-Calvin Kisekka (Leistenprobleme), Steen (zweite Mannschaft)

Schiedsrichter: Jost Steenken (SV Vorwärts Nordhorn); Assistenten: Felix Bahr, Kevin Behrens

Anstoß: 14 Uhr, Adolf-Jäger-Kampfbahn, Griegstraße 62, 22763 Hamburg

Live: sporttotal.tv, Liveticker u.a. LN-Sportbuzzer.de

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