23. November 2019 / 19:04 Uhr

1. FC Phönix Lübeck mit Big Point gegen TSB Flensburg

1. FC Phönix Lübeck mit Big Point gegen TSB Flensburg

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Marcus Steinwarth und Jan-André Sievers bejubeln das zwischenzeitliche 1:0 gegen TSB Flensburg.
Marcus Steinwarth und Jan-André Sievers bejubeln das zwischenzeitliche 1:0 gegen TSB Flensburg. © Agentur 54°
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Beim 13. Saisonsieg der "Adlerträger" haben sich jedoch Keeper Yilmaz Caglar und Abdullah Abou Rashed verletzt.

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Das war ein Big Point im Titelrennen der Oberliga Schleswig-Holstein. Der 1. FC Phönix Lübeck hat das Topspiel gegen Verfolger TSB Flensburg knapp, aber verdient mit 2:1 gewonnen und sich zugleich für das 1:5 im Hinspiel revanchiert.

Phönix Lübeck hätte zur Pause 4:0 führen können

Der Lübecker Sportchef Frank Salomon hatte ein Spiel mit offenen Visier ohne Taktieren angekündigt. Ganz zur Freude der 142 Zuschauer an der Travemünder Allee, die eine bärenstarke erste halbe Stunde des Topfavoriten auf Kunstrasen sahen. Die „Adlerträger“ hätten gut und gerne 3:0 oder 4:0 können, nein müssen. „Wir haben den Gegner 37 Minuten an die Wand gespielt und hätten das Spiel frühzeitig entscheiden können“, resümierte Salomon. In der 13. Minute gelang Kapitän Jan-André Sievers die 1:0-Führung mit einem Schuss aus 20 Metern, die Toptorjäger Marco Pajonk (14.) nur wenige Sekunden per Nachschuss nach guter Vorarbeit von Marcello Meyer ausbaute. Es war der 18. Saisontreffer von Pajonk, der weiter die Torjägerliste anführt.

Abou Rashed wieder am Knie verletzt

Die Lübecker waren haushoch überlegen, versäumten es aber nachzulegen. Einziges Manko war die mangelnde Chancenverwertung. So ließen Meyer (18., 21.), Pajonk (19., 20.), Abdullah Abou Rashed (22., 24.) und Sievers (33.) einen höheren Vorsprung aus. „Wir waren anfangs nicht auf dem Platz“, haderte indes Gästetrainer Jan Hellström. Danach schien die Partie zu kippen, weil die Hausherren ihr bis dahin gezeigtes Powerspiel einstellten. Der Spielfluss war plötzlich weg. „Wir haben Moral bewiesen und waren jetzt mindestens ebenbürtig bei einer Toptruppe“, sagte Hellström. Mit dem 2:1-Anschlusstreffer durch Timo Carstensen (37.) nach Vorlage von Nicholas Holtze wurde es unnötig spannend. Glück hatten die „Adlerträger“, dass Holtze (40., 44.) danach den Ausgleich verpasste. Der Bruch ins Phönixer Spiel kam auch durch das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden von Abou Rashed. Der Ex-VfBer hatte sich unglücklich das Knie verdreht. „Es ist wieder das gleiche Knie. Hoffen wir, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagte Salomon über den 22-Jährigen, der erst kürzlich ein erfolgreiches Comeback nach auskuriertem Kreuzbandriss gefeiert hatte.

Der 1. FC Phönix Lübeck bejubelt den Sieg im Spitzenspiel gegen den TSB Flensburg

Spiel flacht in der zweiten Halbzeit etwas ab

Die zweite Halbzeit war weder Fisch noch Fleisch. Während die Lübecker weiter die Vorentscheidung bei Möglichkeiten vor allem von Pajonk (64., 88., 90. +1) und Luca Aouci (89.) verpassten, konnten die Gäste kein Kapital daraus schlagen. „Zweite Halbzeit haben wir bisschen geschwommen“, gab Marcello Meyer zu. „Das war kein schönes Spiel. Am Ende sind die drei Punkte gegen eine gute Truppe wichtig.“ Salomon befand: „Das Spiel war nachher offen. Wir haben dieses mit unserer Einstellung gewonnen.“ So rettete Phönix-Torwart Yilmaz Caglar den Dreier mit einer Riesenparade gegen Carstensen, als er den Winkel geschickt am kurzen Pfosten verkürzte (66.). In der Nachspielzeit knallte der zuvor eingewechselte Torge Nissen den Ball freistehend nach einer Flanke von Holtze über das Tor (90. +3).

Keeper Caglar wohl mit Muskelfaserriss

Zu diesem Zeitpunkt war Caglar nicht mehr auf dem Platz. Nach einer Ecke verletzte sich „Yilo“ ohne gegnerische Einwirkung an der Wade und schied mit Verdacht auf Muskelfaserriss im rechten Fuß aus. „Beim Aufkommen hat es komplett reingezogen. Ich kann im Moment nicht auftreten“, schilderte Caglar den LN nach dem Abpfiff. Bitter für die Elf von Trainer Daniel Safadi, die den 13. Saisonsieg somit doppelt teuer bezahlen musste.
*
1. FC Phönix Lübeck:
* Caglar (71. Matthies Meyer) – Fischer, Lindenberg, Thiel, Steinwarth – Dagli, Marcello Meyer – Sievers, Saar (54. Mirroche), Abou Rashed (29. Aouci) – Pajonk.

Oberliga: 1. FC Phönix Lübeck - TSB Flensburg

Marco Pajonk (1. FC Phönix Lübeck) mit wuchtigem Kopfstoß beim 2:1-Sieg in Verfolgerduell gegen den TSB Flensburg. Zur Galerie
Marco Pajonk (1. FC Phönix Lübeck) mit wuchtigem Kopfstoß beim 2:1-Sieg in Verfolgerduell gegen den TSB Flensburg. ©
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