22. Mai 2020 / 19:28 Uhr

1. FC Phönix Lübeck: "Regionalliga ist was geiles"

1. FC Phönix Lübeck: "Regionalliga ist was geiles"

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Jubel beim 1. FC Phönix Lübeck.
Jubel beim 1. FC Phönix Lübeck. © 54°/Koenig
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Die "Adlerträger" sind zurück in der Viertklassigkeit - Stimmen und Reaktionen aus dem Phönix-Lager

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Nicht nur beim VfB Lübeck ist die Freude über den Aufstieg in die 3. Liga groß, auch beim 1. FC Phönix Lübeck dürfte heute die eine oder Sektflasche geköpft werden. Die „Adlerträger“ sind einer von fünf Aufsteigern in die Regionalliga Nord. Das hat der NFV-Verband wie berichtet beschlossen. „Ich hätte mir auch kein anderes Szenario vorstellen können“, sagt Vorsitzender Thomas Laudi zum LN-Sportbuzzer. „Natürlich freuen wir uns. Das ist eine tolle Sache.“

Die „Adlerträger“ kehren damit nach 21 Jahren in die Viertklassigkeit zurück. Damals spielte man noch in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, ehe der Verein die Mannschaft aus finanziellen Gründen abgemeldet und einen Neuaufbau in der Bezirksliga gestartet hat. Der Verein war dadurch erstmals in seiner Vereinsgeschichte nur noch siebtklassig. In den letzten Jahren ging es rasant nach oben. 2012 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga, 2017 der Aufstieg in die Landesliga Holstein, 2019 der Aufstieg in die Oberliga Schleswig-Holstein und nun nur ein Jahr später der Aufstieg in die vierte Liga.

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„Neben der Freude sind wir aber auch sehr demütigt. Das wird ein spannendes Projekt. Da kommen einige Kaliber auf uns zu. Der Aufstieg ist Belohnung für alle. Für die Mannschaft und unsere Sponsoren. Vielen Dank auch nochmals an dieser Stelle an die Stadt Lübeck und die Lokalpolitiker, die es möglich gemacht haben, dass wir übergangsweise in das städtische Stadion am Buniamshof ausweichen können“, erklärte Laudi weiter. Auch innerhalb der Mannschaft ist die Freude über den gelungenen Aufstieg groß, der vor der Saison als offizielles Ziel ausgegeben wurde.

Phönix Lübeck hatte als einziger Verein aus Schleswig-Holstein gemeldet. „Klar, wäre es geiler gewesen, sportlich aufzusteigen“, sagt Mittelfeldspieler Enes Dagli. „Letztlich ist es aber so passiert. Ich freue mich auch deswegen, weil ich vor einem Jahr vom VfB Lübeck II zu Phönix Lübeck gewechselt bin, um mit der Mannschaft in die Regionalliga aufzusteigen. Super, dass das direkt geklappt hat. Ich bin überglücklich.“

Und Noor Al-Tamemy sagt: "Ich freue mich mega. Wir haben die ganze Zeit auf die Entscheidung gelauert. Wir freuen uns alle tierisch und sind total gespannt auf die neue Liga. Der VfB in der 3. Liga und wir in der Regionalliga: Lübeck hhat nächste Saison definitiv was zu bieten." Der 23-Jährige freut sich besonders auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub FC Teutonia 05 Ottensen. Auch der Hamburger Oberligist profitiert von der NFV-Entscheidung und steigt auf. Im letzten Jahr war Teutonia noch in der Relegation gescheitert.

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Bisher für den Wiener Zweitligisten Floridsdorf am Ball, jetzt für den VfB Lübeck: Osarenren Okungbowa (M.). Zur Galerie
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Auch für Fares Hadj geht ein Traum in Erfüllung. „Regionalliga ist was geiles. Die Liga genießt viel Aufmerksamkeit. Besonders freue ich mich auf die Duelle gegen die zweiten Mannschaften der Profivereine wie Hamburger SV II, wo ein paar Kollegen von mir spielen“, erzählt das 19-jährige Talent, das vor der Saison vom SV Eichede (U19, Regionalliga) gekommen ist. „Das wird Spaß machen. Ich mache mich zurzeit fit und will spielen. Als ich zu Phönix gewechselt bin, war mein Plan, mit dem Verein aufzusteigen.“