01. August 2020 / 14:47 Uhr

1. FC Phönix Lübeck: Vorsitzender Thomas Laudi glaubt an Klassenerhalt

1. FC Phönix Lübeck: Vorsitzender Thomas Laudi glaubt an Klassenerhalt

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Ein zufriedener Thomas Laudi sah am Freitagabend in Wismar den 5:0-Testspielsieg 'seiner' Adler.
Ein zufriedener Thomas Laudi sah am Freitagabend in Wismar den 5:0-Testspielsieg 'seiner' "Adler". © Volker Giering
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Der 60-Jährige blickt der anstehenden Regionalliga-Saison zuversichtlicht entgegen und nimmt Pläne hinsichtlich des Stadionumbaus ins Visier.

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Unter den treuen Fans, die den 1. FC Phönix Lübeck zum Testspiel-„Rückspiel“ beim FC Anker Wismar begleitet hatten, war auch Thomas Laudi dabei. Der Vorsitzende zeigte sich angetan von dem lockeren 5:0-Kantersieg der neuformierten „Adlerträger“.

Adler-Quintett in Wismar: Fan und Sponsor Thomas Trutt, Vorsitzender Thomas Laudi, Adlerhorst-Chef Marc André Marquitan, Edelfan Lars Jessen und Betreuer Peter Wenchel (v.l.).
Adler-Quintett in Wismar: Fan und Sponsor Thomas Trutt, Vorsitzender Thomas Laudi, "Adlerhorst"-Chef Marc André Marquitan, Edelfan Lars Jessen und Betreuer Peter Wenchel (v.l.). © Volker Giering
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Laudi sieht "Adler" gut gerüstet

„Das sieht schon ganz ordentlich aus, auch wenn sicher noch mehr geht. Auf jeden Fall haben wir mehr Durchschlagskraft als noch im ersten Vergleich gegen Wismar gezeigt“, sagte der 60-Jährige. Die Testspiel-Premiere vor zwei Wochen hatte er aus Urlaubsgründen verpasst. Laudi (mit blauer Phönix-Cap auf dem Kopf) lobte die „gute Arbeit der Sportlichen Leitung“ des Regionalliga-Aufsteigers. Jede Position im 28-Mann-Kader ist doppelt besetzt. Der Kader ist echt ordentlich. Es wurde auf eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern geachtet. „Ich denke, dass wir genügend Qualität haben, um in der vierten Liga zu bestehen“, glaubt Laudi.

"Doppelpacker" Nick Scharkowski überzeugt

Ein erstes Ausrufezeichen konnte Nick Scharkowski, Neuzugang von Nordost-Regionalligist Viktoria Berlin, setzen. Der 28-Jährige, der als einzige echte Sturmspitze im 4-2-3-1-System agierte, schnürte einen Doppelpack und zeigte sich sehr lauffreudig. „Man merkt ihm schon an, dass er ballsicher ist und die nötige Erfahrung mitbringt“, lobte Sportchef Frank Salomon den flexiblen Mittelstürmer, der auch auf der Außenbahn spielen kann. „Zudem war er sehr fleißig. Das ist uns sehr wichtig, was alle Spieler betrifft.“

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Ex-VfBer Bock wirbelt auf der "Zehn"

Zweiter auffälligster Phönixer war Corvin Bock auf der 10er Position. Der kleine, quirlige Ex-VfBer bereitete das 3:0 durch Schwarkowski per Eckball vor und erzielte selbst das 2:0. „Man sieht, dass er viel Talent hat. Er bringt eine gewisse spielerische Intelligenz mit. Auch er hat unheimlich viel Laufarbeit verrichtet“, lobte Salomon. Die Spieler, die im Kurt-Bürger-Stadion nicht eingesetzt wurden, sollen am Sonntag im dritten Testspiel bei Nordost-Oberligist Rostocker FC (14 Uhr) ihr Können zeigen. „Wir wollen möglichst viele Spiele bestreiten, um zu einer Formation zu finden“, erklärte Salomon dem LN-Sportbuzzer.

Die Neuzugänge des 1. FC Phönix Lübeck für die Regionalliga-Saison 2020/2021.

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Tobias Warschewski (M.) jubelt am 17.4.2017 auf der Lübecker Lohmühle über sein Tor  für   Deutschlands U19 gegen Dänemark in der EM-Qualifikation. Vier Junioren-Länderspiele bestritt der Dortmunder, der bis 2019 bei Preußen Münster in der 3. Liga spielte. Anschließend pausierte der Mittelstürmer ein Jahr und greift beim Phönix nun neu an. ©

Verein strebt Erbpacht für "Flugplatz" an

Laudi berichtete unterdessen, dass man sich aktuell in Gesprächen mit der Stadt Lübeck befindet. „Wir wollen unsere Sportanlage Flugplatz auf Erbpachtbasis übernehmen“, sagte der FC-Vorsitzende, „wir hätten dann bessere Möglichkeiten, um Fördermittel zu beantragen.“ Mit diesen soll das altehrwürdige Stadion an der Travemünder Allee umgebaut werden. Im Frühjahr hatte der Klub erstmals Pläne für den Umbau des sanierungsbedürftigen Stadions präsentiert. „Im Falle der Erbpacht kommt man besser an die Sportförderung herein. Neben der Stadt sprechen wir im Moment auch mit dem Landessportverband. Auch der Turn- und Sportbund Lübeck will helfen“, sagte Laudi.