08. April 2022 / 11:34 Uhr

1. FC Phönix Lübeck will fünften Sieg im fünften Spiel

1. FC Phönix Lübeck will fünften Sieg im fünften Spiel

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Der in seiner bisherigen Laufbahn immer wieder von Knieverletzungen ausgebremste Michael Kobert blickt auf eine schöne Zeit beim Lüneburger SK Hansa zurück. Die drei Punkte möchte der Angreifer am Samstag jedoch natürlich in Lübeck behalten.
Der in seiner bisherigen Laufbahn immer wieder von Knieverletzungen ausgebremste Michael Kobert blickt auf eine schöne Zeit beim Lüneburger SK Hansa zurück. Die drei Punkte möchte der Angreifer am Samstag jedoch natürlich in Lübeck behalten. © Agentur 54°
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Bestätigt der 1. FC Phönix seine exzellente Verfassung auch am Samstag, wenn man an der Travemünder Allee den abstiegsbedrohten Lüneburger SK Hansa empfängt? Stürmer Michael Kobert blickt auf zwei schöne Jahre beim LSK zurück und ist nach einer Vielzahl von Verletzungen momentan gut drauf.

Der 1. FC Phönix Lübeck befindet sich in Top-Form und führt die Tabelle der Regionalliga-Abstiegsrunde souverän an. Gelingt unter Trainer Oliver Zapel der fünfte Sieg in Folge? Am Samstag soll im Heimspiel gegen den Lüneburger SK Hansa (14 Uhr) das nächste Erfolgserlebnis gefeiert werden.

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Oliver Zapel erkennt beim Lüneburger SK Hansa durchaus offensive Stärken

Die Lübecker können die Lüneburger Abstiegssorgen noch vergrößern. Nach einem 2:0 zum Auftakt der Abstiegsrunde gab es drei Unentschieden sowie eine deftige 0:4-Pleite gegen den FC St. Pauli II. „Das ist ein sympathischer Verein, der aus der Regionalliga eigentlich nicht so richtig wegzudenken ist. Die Entwicklung und der Trend zeigen in den letzten Jahren allerdings in eine andere Richtung“, sagt Zapel. „Obwohl sie wirklich alles versuchen. Man muss festhalten, dass Konkurrent BSV Rehden eine bessere Verfassung und in der Winterpause nochmal nachgelegt hat. Lüneburg präsentiert sich zwar stabiler, doch Rehden zieht davon. Im Spiel gegen uns geht es schon um den allerletzten Strohhalm. In der Truppe steckt mehr Offensivpotential als die denken.“

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Schöne zwei Jahre für Michael Kobert in der Salzstadt

„Es wäre schade, wenn der Verein absteigt. Ich habe gute Erinnerungen, wir hatten eine gute Mannschaft“, sagt Michael Kobert. Der 26-jährige Lübecker Stürmer blickt auf eine erfolgreiche Zeit bei den Niedersachsen zurück. Von 2017 bis 2019 erzielte er zehn Tore in 58 Spielen. Noch heute hält er Kontakt zum Ex-VfBer Tomek Pauer, Stefan Wolk und Kapitän Lukas Pägelow. Trainer war damals Ex-Bundesliga-Profi Rainer Zobel, der seit Juli 2019 das Amt des Teamchefs bekleidet und sich am Saisonende zurückzieht. „Er ist ein entspannter Typ und legt Wert auf alte Trainingsmethoden“, so Kobert, der vor der LSK-Zeit beim NTSV Strand 08 spielte, wo er schon mit Phönix-Sportdirektor Frank Salomon zusammenarbeitete.

Immer wieder machte das rechte Knie Probleme

Kobert hat in seiner Laufbahn viel Pech mit Verletzungen gehabt. Die Liste der Ausfälle ist lang: Kreuzbandriss, Innenbandriss, Meniskusriss und Knöchelschaden – alles am rechten Knie. Auch bei den Adlern kam er zunächst nur schwer in Tritt. Doch seit dem Derby beim VfB Lübeck war er in sechs Spielen stets dabei und erzielte zwei Tore. Zuletzt stand er sogar vier Mal in der Startelf. „Ich habe lange gebraucht, um reinzukommen. Ich gebe nie auf, habe mich immer gepusht, bin jetzt relativ fit und motiviert“, betont der Angreifer, der in Hamburg-Rahlstedt wohnt, eine Ausbildung zum Wagenmeister (Eisenbahn) macht (im Sommer fertig) und eine Fahrgemeinschaft mit Fabian Graudenz, Kevin Tittel, Saibo Ibraimo und Kusi Kwame bildet. Das Mitleid mit dem Ex-Klub hält sich in Grenzen. „So sehr ich das Team mag, hoffe ich, dass wir gewinnen“, betont Kobert.

Vor dem Spiel:

Phönix-Kader: Hoxha, Tittel - Fischer, Vinberg, Korup, Knudsen, Graudenz, Lambach, Rasgele, Djengoue, Tamburini, Bock, Kisekka, Pingel, Hyseni, Budimbu, Kobert

Nicht dabei: Kwame (krank), Gnerlich, Wurr, Thiel, Ibraimo, Kuryanov (alle verletzt), Abou Rashed (Aufbautraining), van Zutphen (Reha nach Kreuzbandriss)


Anstoß: Samstag, 14 Uhr, Kunstrasen Stadion Flugplatz, Travemünder Allee

SR.: Florian Pötter (Aumühle); Assistenten: Florian Schwarze, Daniel Gawron