31. Juli 2021 / 08:12 Uhr

1. FC Schinkel: Zurück in ruhigere Gewässer

1. FC Schinkel: Zurück in ruhigere Gewässer

Andrè Haase
Kieler Nachrichten
Seine Tore könnten dem 1. FC Schinkel den Klassenerhalt bringen: Moses Ogodogbo.
Seine Tore könnten dem 1. FC Schinkel den Klassenerhalt bringen: Moses Ogodogbo. © jpw
Anzeige

Ende August beginnt im Amateurfußball die neue Saison. Nach der abgebrochenen Spielzeit im vergangenen Jahr ein neuer Anlauf auch für die Top-Vereine unserer Region. Hier im KN-Sportbuzzer stellen wir bis zum Start der neuen Runde in unserem „Saison-Check“ alle regionalen Verbands-, Landes- und Oberligisten vor, analysieren die Qualität der Mannschaft, die Spielphilosophie des Trainers und geben eine Prognose ab, wo das Team am Ende landen kann. Diesmal: Nord-Ost-Verbandsligist 1. FC Schinkel.

Der 1. FC Schinkel schrammte dank der zweimaligen Abbrüche der vergangenen zwei Saisons knapp am Abstieg vorbei. In der letzen Spielzeit sammelte das Team in fünf Begegnungen sechs Punkte, doch die Negativ-Schlagzeilen überwogen durch Trainerwechsel und Unruhe im Verein. Das soll sich in dieser Saison gravierend ändern, denn mit Marcel Korn steht seit dem letzten Winter ein neuer Chefcoach an der Seitenlinie, der den 1. FC Schinkel in ruhigere Gewässer leiten möchte.

Anzeige

Wer kam, wer ging?

Arthur Airapetjan, der über Oberliga-Erfahrung verfügt, zieht es berufsbedingt nach Köln. Mittelfeldakteur Malik Ferhat, der 2019 vom Landesligisten Heikendorfer SV nach Schinkel wechselte, schließt sich dem TSV Flintbek an. Routinier Steve Sam, der seit Februar 2021 im Team stand, wechselt als Spielertrainer zum FC Kilia Kiel II. „Natürlich ist es schade, dass Steve nicht einmal für uns auflaufen konnte, aber wir respektieren seinen Wunsch“, so FC-Chefcoach Marcel Korn. Neu im Korn-Team sind die Winter-Neuzugänge Patrick Rosenau, Philipp Abdullah und Jan-Erik Bautz, die alle vom SV Hammer kamen, jedoch noch kein Spiel bestreiten konnten. Can Karakayali wurde reaktiviert, auch von Olivier-Octavian Kapess, der vom Landesligisten TSV Kropp kam, erhofft sich Korn einiges. Der 20-jährige Sportstudent passt laut Korn perfekt ins Anforderungsprofil des FC.

Star der Mannschaft

Wenn es Neu-Coach Marcel Korn gelingt, Ruhe in den Verein und in die Mannschaft zu bekommen, könnte der Trainer schnell zur Hauptfigur des Klubs werden. Der ehemalige Oberligaspieler ist mit seinen 33 Jahren jung genug, um die Spieler zu erreichen und in die Mannschaft reinzuhorchen. Zudem sorgt Korn dafür, dass sich im Umfeld des Teams einiges geändert hat. Mit Björn Manthey installierte Korn einen neuen Fußball-Obmann, der sich um die Belange der Liga kümmern soll.

Philosophie des Trainers

Trainer Marcel Korn muss den Verein und die Mannschaft neu ausrichten. Wie, will er noch nicht verraten, die Gegner zu Saisonbeginn lieber überraschen. „Ich will mich da nicht festgelegt. Wir wollen versuchen, einen variablen Fußball zu spielen. Außerdem kommt es immer auf den Gegner und die Konstellation in unserem Team an. Alles andere wird sich dann zeigen“, so Korn kurz und knapp.

Erwartungen und Ziele zur neuen Saison

Die Verantwortlichen des 1. FC hoffen, dass das Team schnellstmöglich den Klassenerhalt eintütet. „Wenn wir als Einheit auftreten und uns auf den Fußball konzentrieren, traue ich uns einen gesicherten Mittelfeldplatz zu“, zeigt sich Korn zuversichtlich – wohlwissend, dass es ein steiniger Weg wird. „Das war natürlich in der Vergangenheit alles schon hektisch hier, aber jetzt wissen alle, woran sie sind. Ich blicke sehr zuversichtlich in die sportliche Zukunft“, sagt Korn.

KN-Sportbuzzer-Prognose

Der 1. FC Schinkel wird es in der starken Spielklasse schwer haben, frühzeitig das rettende Ufer zu erreichen. Sollte es Trainer Marcel Korn tatsächlich gelingen, das Schiff „1. FC Schinkel“ in ruhigere Gewässer zu manövrieren, könnte die eine oder andere Überraschung vielleicht machbar sein. Fazit: Der Klassenerhalt wäre ein toller Erfolg für das Team und den engagierten Übungsleiter.


Kader:

Tor: Finn Joachim, Christian Gutsmann.

Abwehr: Philipp Abdullah, Nils Pleines, Arthur Dauvalter, Simon Rothermund, Dominik Kaszuba, Marcel Schultz, Arber Azemi, Timo Schütt.

Mittelfeld: Ferit Karakayali, Burak Ayyildiz, Ramazan Kaya, Skender Trepca, Nico Haberl, Patrick Rosenau, Rafael Bock, Nurtac Ergen, Premton Jasari, Olivier-Octavian Kapess.

Angriff: Moses Ogodogbo, Can Karakayali, Jan-Erik Bautz.